Naturgebloggt

Naturschutz – weil's wichtig ist

#Twittventskalender – Naturedition 2016

TwittsventskalenderVor mittlerweile zwei Jahren habe ich bei dem geschätzten Falk Sieghard Gruner (Founder und Betreiber der Medienspinnerei) eine klasse Aktion für die Vorweihnachtszeit entdeckt. Sie hört auf den Namen #Twittventskalender und ist an den auf Twitter etablierten Follow Friday angelehnt. Im Gegensatz zum Original gibt es bei Falks Variante jedoch täglich eine interessante Folgeempfehlung. Er konzentriert sich dabei auf sein Revier Social Media. Dadurch inspiriert, starte ich dieses Jahr einen #Twittventskalender in meinem Metier. Naturschutz. Es erwartet euch also bis Heiligabend jeden Tag eine Organisation oder ein Verband etc., der oder die sich mit Naturschutz befasst und sich für den Erhalt von Natur und Landschaft engagiert. Die original #Twittventskalender 2014 und 2015 findet ihr hier.

Also dann, viel Spaß.


#1

The Ocean Cleanup


Einer muss den Anfang machen. Daher gleich zu Beginn der Hinweis, dass die hiesige Auflistung keinesfalls als Ranking verstanden werden soll. Es sind alles hochkarätige und handverlesene Empfehlungen. Beginnen wir mit dem Project „Ocean Cleanup“. Man muss sich dazu die Website anschauen, sonst glaubt man es nicht. Um die 8 Millionen Tonnen Plastikmüll sammeln sich jährlich in den Ozeanen dieser Erde. Mit schreckliche Folgen für das gesamte Ökosystem. Genau da greift Ocean Cleanup an. Mittels riesiger „Förderbänder“ werden fünf Patches in den Meeren gesäubert und somit das Plastik aus dem Wasser geholt. 2013 gestartet, stehen heute mehr als 25 Mitarbeiter und über 100 Freiwillige hinter der Projekt und versuchen die Erde ein kleines Bisschen besser zu machen.


Das Bergwaldprojekt


Der Verein Bergwaldprojekt e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, Wälder im Allgemeinen und Bergwälder im Besonderen zu schützen, zu erhalten und zu stärken. Um die selbst gesteckten Ziele zu erreichen, arbeitet das Bergwaldprojekt mit allerhand Freiwilligen in ganz Deutschland zusammen. Zu den erwähnten Aufgaben gehören u.a. die vielfältigen Funktionen der Ökosysteme zu erhalten, den TeilnehmerInnen die Bedeutung und die Gefährdung unserer natürlichen Lebensgrundlagen bewusst zu machen und eine breite Öffentlichkeit für einen naturverträglichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu bewegen.


Friends of the Earth

Friends of the Earth International ist ein Zusammenschluss internationaler Umweltschutzorganisationen. In 76 Ländern ist er mit über zwei Millionen Mitgliedern und Unterstützern vertreten. Gegründet wurde FoE 1971 von vier Organisationen aus Frankreich, Schweden, den USA und England. Sitz des Sekretariats ist Amsterdam (Niederlande). Einer der wichtigsten Aufgaben des FoE ist die Lobbyarbeit. Eines der Probleme im (lokalen) Naturschutz ist, dass er keine funktionierende Lobbyarbeit hat. Das zu ändern hat sich der FoE vorgenommen.


Pro Natura

Auf Platz 4 hat es die älteste Naturschutzorganisation der Schweiz geschafft.
1909 gründeten Vertreter der Schweizerischen Naturforschenden Gesellschaft, die heutige Akademie der Naturwissenschaften Schweiz, den Schweizerischen Bund für Naturschutz , der sich später in Pro Natura umbenennen sollte, um die Idee eines Nationalparks in der Schweiz zu verwirklichen. Zu den selbstgesteckten Zielen gehören u.a. die Stärkung der Biodiversität, der Schutz der nat. Ressourcen und ganz besonders wichtig, den Bezug zur Natur zu erhöhen.

biotische Homogenität und ihre Folgen

Durch die heutzutage vorherrschende intensive Landwirtschaft befindet sich die globale Artenvielfalt in einem Abwärtstrend. Und das ziemlich rasant. Martin Gossner, Studienleiter der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL), sagte dem ORF dazu: “ Wenn man häufig mäht, bekommt man überall die gleichen Arten“. Er bezieht sich damit auf die biotische Homogenisierung. Genau diesen Effekt haben Forscher der Uni Salzburg und der Uni für Bodenkultur in Wien untersucht. Dazu erfassten sie auf 150 Modellregionen in Deutschland etwa 4000 ober- und unterirdische Arten und verglichen die Zusammensetzung der Artengemeinschaften. Das Ergebnis ist dabei nicht unerwartet. Schon eine zweimalige Mahd bzw. eine Beweidung mit zu vielen Tieren auf der Fläche verringert die Artenvielfalt im Gebiet. Wie so oft lautet auch hier das Zauberwort Extensivierung. Den Originalartikel habe ich euch hier verlinkt. Schaut mal bei den Kollegen vom ORF (Österreich) vorbei (Quelle: ORF).

Giraffen als Heilmittel gegen AIDS

giraffeEs gibt diese Meldungen am Morgen die einem am Frühstückstisch das Brötchen aus dem Gesicht fallen lassen. So auch heute morgen. Das Auge Saurons der Wilderei richtet sich Spiegel Online nach nun auch auf Giraffen. Die fast vier Meter hohen Wiederkäuer sind das Sinnbild der afrikanischen Svannen und sind unmittelbar mit dem schwarzen Kontinent verbunden. In Tansania zieren sie sogar das Wappen. Allerdings ihre Bestände in dem Safari-Paradies massiv bedroht. Nach Elefant und Nashorn droht der Giraffe nun ein ähnliches Schicksal. Wilderei. Allerdings werden diese Bestände nicht des Fleisches wegen gejagt. Ein viel absurderer Grund ist Motor für diese illegalen Taten. Laut einem Irrglauben soll das Knochenmark der Tiere HIV-Infektionen und AIDS heilen können. Ein Kilo Knochenmark bringt auf dem Schwarzmarkt bis zu 105 €.

Wie die Giraffe Conservation Foundation (GCF) mitteilte, wird mittels Drahtschlingen oder Blei Jagd auf die Tiere gemacht. Dies resultiert in drastisch einbrechenden Beständen. Wurden 1998 noch um die 140.000 Tiere erfasst, so zählte man 2012 nicht mal mehr 80.000 Exemplare (Quelle: Spiegel Online).

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