Naturgebloggt

Naturschutz – weil's wichtig ist

Aus den Augen aus dem Sinn? Die Reise unseres Hausmülls

MüllsackGestern fiel mir beim Durchscrollen meiner Twitter Timeline ein interessanter Beitrag des NABU ins Auge. Er befasste sich mit den Wegen unseres Hausmülls. Es ist ja hinlänglich bekannt, dass unsere Lebensweise ihre Spuren auf der Erde hinterlässt. Ziemlich drastisch sogar. Neben Raubbau an Ressourcen ist es die zunehmende Vermüllung unseres Planeten die ungeheure Ausmaße annimmt. Ich beobachte recht häufig ein unbedachtes Verhalten hinsichtlich des eigenen Abfalls. Neulich schmiss ein Vater vor den Augen seiner Kinder ein Stück Verpackung einfach auf den Fußboden (der Mülleimer war unglaubliche 4 m entfernt, hab’s nachgemessen), kurz darauf taten die Kinder es ihm nach. Schöne Vorbildfunktion.

Bild der Infografik "Die Wege unseres Hausmülls" (Quelle: NABU).

Bild der Infografik „Die Wege unseres Hausmülls“ (Quelle: NABU).

Zurück zum Thema. In einer interaktiven Infografik (daher besser am PC anschauen) wird eingägnig der Weg des Hausmülls dargestellt. Unterschieden wird dabei in Rest- und Biomüll sowie Gelber Sack. Als Zusatz gibt es noch Tipp und Tricks wie jeder Einzelne bei der Müllvermeidung mithelfen kann. Die Grafik ist wirklich aufwändig gestaltet, nehmt euch also ruhig etwas Zeit und klickt euch mal durch (Quelle: NABU).

Infografik „Die Wege unseres Hausmülls“ des NABU.

Neue Krankheit führt zu „blutenden“ Rosskastanien

Hin und wieder lohnt ein Blick hinüber zu den Nachbarländern. In diesem Fall in die Schweiz. Wie das dortige Naturschutzportal naturschutz.ch berichtet, macht ein seit längerem unter Beobachtung stehender Erreger den Rosskastanien (Aesculus hippocastanum ) schwer zu schaffen. Seit ca. 16 Jahren haben besonders Rosskastanien mit „blutenden Stellen“ und Schleimfluss zu kämpfen. Mancherorts so ausgeprägt, dass es zu einem Massensterben der Art kommt. Machte man bisher einen Pilz dafür verantwortlich, so muss man diese Meinung nach neuesten Untersuchungen aus der Schweiz revidieren. Allem Anschein nach ist es ein Bakterium aus Indien. Zumindest wurde es dort auf der Indischen Rosskastanie (Aesculus indica)gefunden. Bisher gibt es kein anderes Mittel als die befallenen Bäume zu fällen und zu verbrennen.  Auch ist die Ausbreitungsmethode des Erregers noch nicht gänzlich erforscht.

Schaut mal auf der Seite von naturschutz.ch vorbei, da findet ihr Bilder der Krankheitsbildes. Eventuell bemerkt ihr ähnliche Erscheinungen in eurem Umfeld oder auf euren Reisen. Sollte dies der Fall sein, so lasst es mich bitte wissen oder meldet es der zuständigen Naturschutzbehörde (Quelle: naturschutz.ch).

Fledermausarten Deutschlands im Detail

FledermausDer NABU zeichnet sich bekanntlich durch überwiegend sinnvolle Aktionen zum Thema Naturschutz aus. Aktuell bietet er auf seiner Homepage einen sehr gelungenen Überblick der 25 in Deutschland heimischen Fledermausarten.

Aufgeführt werden die Tiere in einer alphabetisch geordneten Liste und anschließend kurz und knapp erklärt. Keine Sorge, alles Wichtige ist im Text enthalten und als besonderes Schmankerl gibt es eine Bilderstrecke mit Zeichnungen der Tiere sowie Audiodateien der jeweiligen Rufe.

Fleder bevölkern die Erde bereits seit rund 50 Millionen Jahren und sind bis dato die einzigen Säugetiere, die den aktiven Flug (passives Fliegen wäre Gleiten) erlernt haben. Allerdings erkannte die Natur die Nachteile gegenüber einem Federkleid und somit sind Fledertiere von der Evolution nicht weiter bedacht wurden. Dabei üben gerade Flerdermäuse eine ungebrochene Faszination auf den Menschen aus. Der wohl populärste Superheld unserer Zeit ist ja bekanntlich eine Homage an die Jäger der Nacht. Ein Leben in der Dunkelheit, ein Gehör welches zum Sehen taugt und der Durst nach Blut kehren in regelmäßigen Abständen in die Lichtspielhäuser und Bücher zurück. Dabei steht es aktuell nicht gerade gut um die Nachtegler.

Lebensraumverlust oder -beinträchtigung haben ihnen Übel mitgespielt. Besonder die Sanierung von alten Bauwerken wie Kirchtürmen oder das Entfernen jeglichen Totholzes aus den Wäldern tragen zur Verschlechtzerung des Bestandes bei.

Ihr interessiert euch für das Thema? Gut, dann schaut mal auf der Seite vom NABU vorbei.

Heimische Fledermäuse im Portrait (NABU).

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