Naturgebloggt

Naturschutz – weil's wichtig ist

14 Tage Sommerpause

In den nächsten Tagen wird es hier etwas ruhiger im Blog. Tatsächlich schreibe ich diese Zeilen schon auf gepackten Koffern. Anfragen, die an die Blogadresse gerichtet werden, erhalten ab dem 17. August eine Antwort. Hier im Blog wird es zwar ruhiger ab es ist nicht ganz auszuschließen, dass ich auf den einschlägigen Sozialen Medien von mir hören lasse.

In diesem Sinne. Bleibt anständig und bis bald.

Ausgestaltung von ökologischen Vorrangflächen

field-of-rapeseeds-82327_960_720Greening ist im Naturschutz ein oft gehörtes Wort, beschreibt es doch die Voraussetzung für den Erhalt von EU-Direktzahlungen an Bauern seitens der Europäischen Union. Klein- und Biobetriebe sind davon befreit und im Wesentlichen umfasst Greening die drei folgenden Punkte: Anbaudiversifizierung, Flächennutzung im Interesse der Umwelt und Erhalt von Dauergrünland.

Hin und wieder scheiden sich daran die Geister aber darum soll es in diesem Beitrag nicht gehe. Vielmehr darum, wie sich auf ökologischen Vorrangflächen ein Mehrwert für die biologische Vielfalt auf Ackerstandorten schaffen lässt. Dazu hat das Bundesamt für Naturschutz in Kooperation mit seinen Partnern ein Praxishandbuch mit dem Titel „Naturschutzfachliche Ausgestaltung von ökologischen Vorrangflächen“ herausgebracht.

Merkblatt zu Ökologischen Vorrangflächen.

Neben den Anforderungen an solche Vorrangflächen werden auch die Bedingungen an die Betriebe dargestellt. Aus meiner Sicht aber wichtiger sind die vorgeschlagenen Maßnahmen und Empfehlungen hinsichtlich der Anlage dieser Flächen. Besonderes Augenmerk liegt hierbei auf den Naturschutz. Wie das BfN mitteilte, sind die im Buch vorhandenen ÖVF-Merkblätter der zentrale Teil. Hier werden in kompakter Form alle Infos zu Brachestreifen, Zwischenfrüchten, Leguminosen etc. aufgeführt. Das Handbuch gibt es als kostenlose PDF-Datei unter diesem Link oder unterhalb des Beitrags.

[Gastbeitrag] Heizen mit Sonne – Funktionsweise und Vorteile einer Solarthermie

solar-panel-1393880_1280Mit Sonnenlicht lässt sich umweltfreundlich und kostensparend heizen. Das zeigt auch folgende Auswertung des Bundesverbands für Solarwirtschaft: So wurde in Deutschland im Jahr 2015 eine Brennstoffkostenersparnis von rund 190 Mio. Euro mit dem Einsatz von solarthermischen Anlagen erwirtschaftet. (Stand: Dezember 2015). Auch die Co2 Emissionen konnten durch den Verzicht auf fossile Brennstoffe um 2 Mio. Tonnen reduziert werden. Demnach macht das Heizen mit Solarenergie durchaus Sinn – nicht nur dem Klima, sondern auch dem eigenen Geldbeutel zu Liebe. Im kompakten Überblick erfahren umweltbewusste Bauherren wie das Heizen mit Sonne funktioniert und welche Vorteile sich beim Einsatz dieser Anlagentechnik für den Verbraucher ergeben.

Wie funktioniert das Heizen mit Sonnenenergie?

Solarthermische Anlagen dienen der Warmwasserbereitung und der Heizungsunterstützung. Der wichtigste Bestandteil sind Solarkollektoren, denn sie fangen die Energie des Sonnenlichts ein. Verbraucher kennen das Prinzip aus dem eigenen Garten: Liegt der Gartenschlauch in der Sonne erwärmt sich das durchfließende Wasser. Diesen Effekt macht sich auch eine Solarthermie zu Nutze: Die Kollektoren nehmen die Wärme der Sonne auf und geben die daraus gewonnene Energie an eine thermische Flüssigkeit weiter, die innerhalb kleiner Röhrchen fließt. Eine Pumpe leitet die erwärmte Trägerflüssigkeit – in der Regel ein Sole-Wasser-Gemisch- zu einem Solarspeicher, der in Ihrem Keller untergebracht ist. Dort gibt dieses Trägermedium seine Wärme über einen Wärmetauscher an das Brauchwasser im Speicher ab. Das so erwärmte Wasser können Sie im Haushalt, zum Beispiel beim Duschen, verwenden.

Eine solarthermische Anlage wird in den meisten Fällen zur Unterstützung eines Heizsystems, zum Beispiel eines Öl- oder Gasbrennwertkessels, eingesetzt. Der Wärmetauscher leitet in diesem Fall das Wasser aus dem Speicher zum Heizkessel. Dieser heizt das bereits erwärmte Wasser weiter nach, das mithilfe der Umwälzpumpe in die Heizkörper im Wohnraum transportiert wird.

Unterschiede zwischen verschiedenen Solarthermie-Anlagen ergeben sich lediglich hinsichtlich der Art, wie die Wärme von der Sonne aufgenommen wird, beziehungsweise für welche Kollektorart sich der Hausbesitzer entscheidet.

Alles rund um die Solarthermie  finden Sie auch auf der Seite von Kesseheld.

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Wie wird das Sonnenlicht nutzbar gemacht – Kollektorarten im Überblick

Der Vakuum Röhrenkollektor

Grundsätzlich können Bauherren bei einer Solarthermie zwischen verschiedenen Kollektorarten wählen. Eine Variante stellt der Vakuum Röhrenkollektor dar. Trifft das Sonnenlicht auf die Röhre schließt diese die Solarwärme ein. Das Prinzip ähnelt dabei dem einer Thermoskanne. Mithilfe des Wärmeleichtblechs überträgt sich die Energie der Sonne auf das Kupferrohr. Dies wiederum gibt die aufgenommene Wärme an die durch die Röhren fließende Kollektorflüssigkeit ab.

Der Flachkollektor

Kennzeichnend für diese Art von Kollektor ist der flache Absorber. Er besteht aus einem Blech aus Kupfer oder Aluminium in Kombination mit Rohren und wandelt das Sonnenlicht in Wärmeenergie um. Auf der Rückseite befindet sich eine entsprechende Wärmedämmung, die sicherstellt, dass die Wärme nicht wieder nach außen dringt.

Solar-Luft-Kollektoren

Solarluftkollektoren nutzen als Wärmeträger keine Solarflüssigkeit, sondern die Außenluft. Sie werden den Flachkollektoren zugeordnet. Eine integrierte Metallplatte dient im Kollektor als Absorber. Er nimmt die Wärme des Sonnenlichts auf und gibt sie an die durchströmende Luft ab, die über den Kollektor angesaugt wird. Da der Absorber gewellt oder rippenförmig ist, bilden sich Luftkanäle. Dort wird die Luft letztendlich erhitzt und gelangt über einen Ventilator in die Wohnräume. Laut Angaben von Stiftung Warentest liegt der Wärmeertrag mit solchen Kollektoren zwischen 250 und 5.000 kWh im Jahr und pro Quadratmeter Kollektorfläche (Quelle: Heizen mit Solarwärme. S. 42).

Was bringen Hybridkollektoren?

Hybridkollektoren vereinbaren zwei Technologien innerhalb eines Kollektors. Integriert ist daher ein Photovoltaikmodul, das mit der Aufnahme des Sonnenlichts Ökostrom erzeugt. Als Ergänzung dient ein solarthermischer Absorber, der unter dem PV-Modul montiert ist. Der Absorber fängt das Sonnenlicht ein und stellt dieses für die Warmwasserbereitung und die Heizung bereit. Zusätzlich sorgt er dafür, dass die Rückseite der Photovoltaikanlage mit Solarflüssigkeit durchströmt wird. Sie nimmt die Abwärme der Siliziumzellen auf, die bei einer reinen Photovoltaikanlage ungenutzt bleiben. Denn Solarzellen sind aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften lediglich in der Lage 15 Prozent des Sonnenlichts in elektrischen Strom zu transformieren. Vor allem in den Sommermonaten verlieren Photovoltaikanlagen an Leistung, da sich aufgrund einer Überhitzung der Zellen der Widerstand erhöht. Dies hat zur Folge, dass sie bis zu 30 Prozent weniger Ertrag liefern. Da bei einem Hybridkollektor Solarflüssigkeit durch die Absorber-Röhrchen geleitet wird, kühlen die Zellen herunter, wodurch sich ihre Leistungsfähigkeit auch an heißen Sommertage wieder erhöht.

Tipp: Solarthermische Anlagen verfügen bei einer besonders hohen Qualität über eine Solarkey Mark. Es handelt sich dabei um ein Gütesiegel auf Basis europäischer Normen. Bauherren, die Kollektoren mit diesem Label einsetzen erhalten eine Garantie, dass die Anlage auf die Einhaltung europaweiter Richtlinien und Voraussetzungen getestet worden ist und daher eine hohe Effizienz bei der Inbetriebnahme gewährleistet.

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Was spricht aus Verbrauchersicht für das Heizen mit der Sonne?

1 Sonne als Energieträger schützt die Umwelt

Bund und Regierung wollen den Anteil der erneuerbaren Energien am Wärmeenergiebedarf in Deutschland bis 2020 auf 14 Prozent erhöhen. Ein wichtiger Beitrag zu dessen Realisierung leistet auch die Nutzung des Sonnenlichts, denn es stellt Wärmeenergie kostenlos auf dem eigenen Dach zur Verfügung und gilt aufgrund der hohen Umweltfreundlichkeit als regenerativer Energieträger. Wer mit seiner Solarthermie in der Lage ist 15 Prozent des Wärmebedarfs zu decken, erfüllt die Pflichten des Erneuerbaren Energie Gesetzes der Bundesregierung und leistet bereits einen Beitrag zur Energiewende in Deutschland.

2 Heizen mit Sonne ist förderfähig – Zuschüsse des BAFA

Bauherren erhalten für eine Solarkollektoranlage zur Heizungsunterstützung eine Basisförderung von 140 Euro je angefangenem Quadratmeter Kollektorfläche, jedoch mindestens 2.000. Dieser Zuschuss des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle gilt für Solarkollektoranlagen bis zu einer Größe von 40 Quadratmetern. Weitere Zusatzförderungen erhalten Sie unter anderem, wenn die solarthermische Anlage mit einem anderen Heizsystem, zum Beispiel einer Gas- oder Ölbrennwerttherme kombinieren. In diesem Fall greift der Kesseltauschbonus in Höhe von 500 Euro, den Sie auf die Basisförderung addieren können.

Die nachstehende Tabelle zeigt wie groß die Kollektorfläche und der Warmwasserspeicher sein müssen, um die verschiedenen Zuschüsse des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle zu erhalten.

Kollektorart Anforderungen
Vakuum Röhrenkollektoren Fläche: mind. 7 qm

Speichervolumen: mind. 50 Liter je qm

Flachkollektoren Fläche: mind. 9 qm

Speichervolumen: mind. 40 Liter je qm

Quelle: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

3 Einsparungen im Gesamtwärmebedarf und den Heizkosten

Sofern die Solaranlage zur Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung dient, können Hauseigentümer und Immobilienbesitzer durchschnittlich Einsparungen von 20 % am Gesamtwärmebedarf erwirtschaften.

Dies ist ein Beitrag von Kesselheld. Ein Gastbeitrag wird von externen Schreibern verfasst, deren Meinung nicht zwingend der von Naturgebloggt oder mir entsprechen muss. Kritiken, Fragen und Lob daher bitte an den Verfasser des Beitrags.

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