Naturgebloggt

Naturschutz – weil's wichtig ist

Windenergie und Naturschutz im Einklang

Die Menschheit verbraucht zu viel Strom. Dieser Fakt treibt die Natur an ihre Belastungsgrenze. Seien es durch menschliche Gier immer größer werdende Abbaugebiete von Ressourcen oder zunehmende Lichtverschmutzungen in Städten und ländlichen Gebieten. In naher Zukunft werden aber noch mehr Mengen an Energie von Nöten sein, um den gewohnt hohen Lebensstandard des (westlichen) Menschen aufrecht zu erhalten, denn eines ist sicher, maßhalten wird der moderne Mensch auch in Zukunft nicht lernen. Windenergie soll die große Rettung sein.

Energie durch Windkraft

Wirft man einen Blick auf den Stromverbrauch pro Kopf über die letzten Jahrzehnte, so kennt der Trend nur eine Richtung. Nach oben. Zwar helfen immer ausgefeiltere Technologien die Menge an benötigter Energie zu reduzieren aber schlussendlich sind sie nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Um die Menge an benötigter Energie möglichst nachhaltig und „sauber“ zu gewinnen, schielen die Akteure auf das Thema Windkraft und handeln dieses als neuen Hoffnungsträger.

Quelle: Weltbank

 Windenergie und Naturschutz

Das Thema Energie kommt sehr häufig mit dem Klimaschutz daher. Das eine geht nicht ohne das andere. Um die selbst gesteckten und utopischen Klimaziele zu erreichen, soll vor allem die Windenergie ausgebaut werden. Hierbei eröffnen sich jedoch oftmals Konfliktfelder mit dem Naturschutz. Oftmals werden beide Branchen gegeneinander ausgespielt. Wie unschön das sein kann, durfte ich schon mehrfach am eigenen Leibe erfahren. Der NABU hat sich ebenfalls des Themas angenommen und fordert in einem Positionspapier, die Naturverträglichkeit stärker als politisches und planerisches Leitbild in den Ausbau der erneuerbaren Energien aufzunehmen (Quelle: NABU).

Erste Hummel in den USA als „gefährdet“ eingestuft

Bestäuber wie Bienen und Hummeln haben dieser Tage kein leichtes Leben. Moderne Landwirtschaft und ein völlig kaputtes Naturverständnis vieler Menschen bringen sie an den Rand der Existenz. Dabei sind ihre Dienste (Ökosystemdiensleistungen) ein essenzieller Bestandteil eines jeden Ökosystems. In den Vereinigten Staaten von Amerika ist es um die Hummeln und Bienen keinesfalls besser bestellt. Im Gegenteil. Dort gilt seit Neuestem eine Art von Hummel offiziell als „gefährdet“.

Bestäuber offiziell „gefährdet“

Wie National Geographic auf ihrer Seite berichtet, gilt Bombus affinis als erste Hummel in den USA als gefährdet. Die Bestände der 3000 Bienen- und 40 Hummelspezies sind seit den 1990er Jahren um bis zu 90 % eingebrochen. Gründe dafür sind Lebensraumverlust und mangelnde bzw. vergiftete Nahrung. Ob es sich bei dem Fall um ein bedauernswertes Einzelschicksal handelt oder ob es nur der Beginn einer Entwicklung ist, wird sich zeigen. Den Originalartikel findet ihr hier (Quelle: National Geographic).

Bienen bekommen Konkurrenz durch Drohnen

Vor ein paar Tagen signalisierte mir die Natur, dass der Frühling nun endgültig vor der Tür steht. Während einem sonnigen Nachmittag im Garten drang das vertraute Geräusch einer Hummel an mein Ohr. Diese war, von den warmen Strahlen aufgeweckt, wieder an das Tageslicht gekrochen und ist allem Anschein nun dabei sich ein neues Volk aufzubauen. Und sie war nicht alleine. Bei einem spontanen Blick übers Grundstück erspähte ich sogar schon die ersten Bienen. Passend dazu erschien auf naturschutz.ch ein nachdenklich stimmender Beitrag.

Bienen haben es nicht leicht

Die Rolle von Bienen in unserem Ökosystem ist alles andere als nichtig. Bienen (und anderer Bestäuber) sind ein wichtiger Pfeiler in der Natur. Ohne die emsigen kleinen Tierchen würden sämtliche Pflanzen keine Bestäubung erfahren und in der Folge auch keine Früchte tragen. Ein intaktes Ökosystem mit Bienen weist eine deutlich höhere Biodiversität und damit Resilenz auf. Leider sind Bienen, Hummeln und Co vielen Menschen egal. Sei es aus Unwissenheit, Ignoranz oder anderen Gründen, Bienen haben es in der heutigen Zeit sehr schwer. Nicht nur in der Landwirtschaft setzt man ihnen übel zu, da aber besonders. Es gibt zwar Dutzende Konzepte zur Rettung Stärkung der Bienenpopulationen aber momentan ist der Artenvernichter Landwirtschaft und die dahinterstehende Lobby viel zu mächtig. Giftstoffe und Lebensraumverlust treiben die enorm wichtigen Gesellen an den Rand er Auslöschung.

Bienen vs Drohnen

Der bereits erwähnte Artikel von naturschutz.ch befasst sich mit einer Realität, in der die Bienen bereits dem Untergang geweiht bzw. ausgestorben sind. Schaut man zu Neuseeland oder Australien, so bekommt man einen Vorgeschmack dessen. Für diesen Fall haben japanische Forscher eine Drohne entwickelt, welche die Aufgaben von Bienen übernehmen soll. Um den Kollegen aus der Schweiz nicht den Artikel zu mopsen, sei an dieser Stelle nur so viel gesagt: Ich kann das nicht glauben. Sind wir als Menschheit wirklich so dekadent und selbstherrlich, dass wir den Untergang einer ganzen Artengruppen in Kauf nehmen und Roboter (!) den wichtigen Aspekt der Natur anheim fallen lassen anstatt uns auf den Hosenboden zu setzen, die Hausaufgaben zu machen und eine Lösung im Sinne der Bienen zu entwickeln? Möglicherweise reagiere ich über oder habe den ganzen Artikel auch missverstanden. Sind Imker unter meinen Lesern und haben vielleicht mehr Einblicke? Lasst es mich bitte in den Kommentaren wissen (Quelle: naturschutz.ch).

Ach ja, lest bitte unbedingt den Artikel bei den Kollegen von naturschutz.ch.

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