Naturgebloggt

Naturschutz – weil's wichtig ist

Monat: Mai 2017 (Seite 1 von 4)

Bund startet Onlineportal zum Thema Wolf

Der Wolf ist mittlerweile ein Teil Deutschlands und ein wichtiger Teil seiner Artenvielfalt. Meister Isegrim war über 100 Jahre aus den Deutschen Landschaften verschwunden und somit verlernte der hiesige Mensch den Umgang mit diesem edlen Tier. Leider spaltet der Wolf auch die Nation in zwei Lager. Die einen befürworten den Wolf mit all seinen Auswirkungen, die anderen verteufeln ihn und sehen ihn als Bedrohung. Ob nun aus Unwissenheit oder Aberglaube, dem Wolf wird kein solches Verhalten gerecht.

Datenbank zum Thema Wolf soll aufklären

Um aufzuklären, hat der Bund in Form des BfN die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) beauftragt, eine Datenbank mit allen Informationen zum Thema Wolf auf die Beine zu stellen. Die meist gestellten Fragen zum Thema sind „Wie viele Wölfe gibt es?“ und „Wie sieht die aktuelle Verbreitung aus?“. Darüber gibt die Datenbank Auskunft. Ebenfalls informiert euch die Seite über aktuelle Meldungen aus der Presse, die das Thema Wolf beinhalten. Die komplette Genese der Datenbank zum Thema Wolf findet ihr an dieser Stelle im Internet.

Datenbank zum Thema Wolf.

„BienABest“ – Projekt zum Schutz von Wildbienen

Der aktuelle Bestandstrend von Bienen und anderen Pflanzenbestäubern ist in diesen Zeiten nicht besonders positiv. Die intensive Landwirtschaft und eine von der Natur entkoppelte Vorstellung von Gärten haben Bienen und CO arg zugesetzt. Mehr als die Hälfte der in Deutschland 561 vorkommenden Wildbienenarten stehen bereits auf der entsprechenden Roten Liste und sind damit in ihrem Bestand gefährdet. Ein vom BfN angestoßenes Projekt mit dem Namen „BienABest“ soll sich dieser Problematik annehmen und den Bienen wieder zu etwas Aufschwung verhelfen.

Bienen schützen  mit „BienABest“

Die amtierende Umweltministerin Hendricks findet dazu deutliche Worte:
„Unser Umgang mit der Natur hat massive Auswirkungen auf die Wildbienen: Es wird viel zu viel gemäht, gedüngt und gespritzt, ganze Lebensräume verschwinden. Mit dem Blütenangebot nimmt auch die Nahrungsgrundlage für die kleinen Natur-Dienstleister ab. Wir brauchen darum dringend Projekte wie dieses, die den Wildbienen neuen Lebensraum geben. Denn Natur und Menschen sind dringend auf die Bestäuber angewiesen.“

Diese Mahnung kann nicht oft genug ausgesprochen werden. Wildbienen haben wichtige Funktionen in den Ökosystemen inne. Bspw. übernehmen sie die Bestäubung von Wild- und Kulturpflanzen und sichern damit nicht nur unsere Nahrung. Auf ihren Leistungen fußen ganze Nahrungsketten. Ihre Arbeit bildet einen ganz erheblichen Teil im Bereich der Ökosystemdienstleistungen. Dieses geflügelte Wort schickt sich gerade an, dass neue Schlagwort im modernen Naturschutz zu werden und den Tag „Biodiversität“ zu überholen.

Eine Biene sammelt den Pollen einer Sonnenblume.

„BienABest“ für die Zukunft der Bienen

Der Projektname „BienABest“ steht deshalb für „Standardisierte Erfassung von Wildbienen zur Evaluierung des Bestäuberpotenzials in der Agrarlandschaft“. Ein Kernstück von BienABest ist die Entwicklung eines Bestimmungsschlüssels. Dieser ermöglicht die Artbestimmung der Mehrzahl der Wildbienenarten direkt im Gelände. Das Besondere: Die Wildbienen können lebend bestimmt und anschließend wieder freigelassen werden. So sollen in Zukunft Aussagen über die Bestandsentwicklung getroffen werden können, ohne durch Entnahme in die Populationen einzugreifen.

Das Projekt wird auch Sachverständige ausbilden, die entlang der zu entwickelnden Methoden und Standards beraten und prüfen können. Die Ergebnisse dienen dann als wichtige Grundlage für den Schutz der Wildbienen. Betreut wird das Vorhaben vom Verein Deutscher Ingenieure und der Universität zu Ulm.

Handelt es sich dabei nur um „ein weiteres“ Projekt zu Bienenschutz handelt, oder gelingt damit die Kehrtwende? Das bleibt abzuwarten (Quelle: BMUB).

Europaweites Netzwerk „Integer“ für den Waldnaturschutz

Im letzten Beitrag hatten wir es bereits, Natur und Landschaft werden zunehmend als Müllkippe missbraucht. Besonders der Lebensraum Wald leidet unter dieser unverantwortlichen Behandlung. Waldnaturschutz soll auch in diesem Beitrag Thema sein. Genauer gesagt soll eine naturverträgliche Waldwirtschaft zum Schutz der heimischen Wälder beitragen. Dazu haben die Bundesrepublik und die Tschechische Republik das gemeinsame Netzwerk „Integer“ anrollen lassen.

Gemeinsames Netzwerk für den Waldnaturschutz

Das Netzwerk „Integer“ ist eine gemeinsame Entscheidung des Bundesministers Christian Schmidt (BMEL) sowie seinem Kollegen Marian Jurečka aus der Tschechei. Der Vorschlag der beiden Forstminister fand große Unterstützung im Ständigen Waldausschuss der Europäischen Kommission, denn die Herausforderungen für die Waldbewirtschaftung sind in fast allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union ähnlich. Die Kommission und die meisten der EU-Mitgliedstaaten sagten anlässlich der Sitzung am 10. März 2017 in Brüssel zu, in diesem informellen Netzwerk zusammenzuarbeiten. Die Kooperationspartner wollen sich sowohl beim fachlichen Austausch aktiv einbringen als auch Waldflächen für eine nachhaltige Bewirtschaftung zur Verfügung stellen. Die Pressemitteilung in voller Pracht gibt es hier.

Ein nebelverhangener Wald. Die Laub- und Nadelbäume sind teilweise nur schwer zu erkennen. Nebel wabert durch die Szenerie.

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