Der aktuelle Bestandstrend von Bienen und anderen Pflanzenbestäubern ist in diesen Zeiten nicht besonders positiv. Die intensive Landwirtschaft und eine von der Natur entkoppelte Vorstellung von Gärten haben Bienen und CO arg zugesetzt. Mehr als die Hälfte der in Deutschland 561 vorkommenden Wildbienenarten stehen bereits auf der entsprechenden Roten Liste und sind damit in ihrem Bestand gefährdet. Ein vom BfN angestoßenes Projekt mit dem Namen „BienABest“ soll sich dieser Problematik annehmen und den Bienen wieder zu etwas Aufschwung verhelfen.

Bienen schützen  mit „BienABest“

Die amtierende Umweltministerin Hendricks findet dazu deutliche Worte:
„Unser Umgang mit der Natur hat massive Auswirkungen auf die Wildbienen: Es wird viel zu viel gemäht, gedüngt und gespritzt, ganze Lebensräume verschwinden. Mit dem Blütenangebot nimmt auch die Nahrungsgrundlage für die kleinen Natur-Dienstleister ab. Wir brauchen darum dringend Projekte wie dieses, die den Wildbienen neuen Lebensraum geben. Denn Natur und Menschen sind dringend auf die Bestäuber angewiesen.“

Diese Mahnung kann nicht oft genug ausgesprochen werden. Wildbienen haben wichtige Funktionen in den Ökosystemen inne. Bspw. übernehmen sie die Bestäubung von Wild- und Kulturpflanzen und sichern damit nicht nur unsere Nahrung. Auf ihren Leistungen fußen ganze Nahrungsketten. Ihre Arbeit bildet einen ganz erheblichen Teil im Bereich der Ökosystemdienstleistungen. Dieses geflügelte Wort schickt sich gerade an, dass neue Schlagwort im modernen Naturschutz zu werden und den Tag „Biodiversität“ zu überholen.

Eine Biene sammelt den Pollen einer Sonnenblume.

„BienABest“ für die Zukunft der Bienen

Der Projektname „BienABest“ steht deshalb für „Standardisierte Erfassung von Wildbienen zur Evaluierung des Bestäuberpotenzials in der Agrarlandschaft“. Ein Kernstück von BienABest ist die Entwicklung eines Bestimmungsschlüssels. Dieser ermöglicht die Artbestimmung der Mehrzahl der Wildbienenarten direkt im Gelände. Das Besondere: Die Wildbienen können lebend bestimmt und anschließend wieder freigelassen werden. So sollen in Zukunft Aussagen über die Bestandsentwicklung getroffen werden können, ohne durch Entnahme in die Populationen einzugreifen.

Das Projekt wird auch Sachverständige ausbilden, die entlang der zu entwickelnden Methoden und Standards beraten und prüfen können. Die Ergebnisse dienen dann als wichtige Grundlage für den Schutz der Wildbienen. Betreut wird das Vorhaben vom Verein Deutscher Ingenieure und der Universität zu Ulm.

Handelt es sich dabei nur um „ein weiteres“ Projekt zu Bienenschutz handelt, oder gelingt damit die Kehrtwende? Das bleibt abzuwarten (Quelle: BMUB).