Der Markt für nachhaltig produzierte Lebensmittel erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Immer mehr Verbraucher achten beim Einkauf auf regional hergestellte Bio- und Fair-Trade-Erzeugnisse. In der Frankfurter Neuen Presse bin ich auf einen interessanten Artikel gestoßen, der nahe legt, dass „Bio“ langsam aber sich cool wird und in der Mitte der Gesellschaft ankommt. Zum Artikel geht es hier. Schaut man aktuell in die Theken der einzelnen Supermärkte, sieht es immer noch etwas mau aus. Klar, die Auswahl ist gewachsen aber noch dominieren die konventionell erzeugten Güter. Fragt man Verbraucher danach, ob sie eher Bio als „normal“ kaufen, spürt man förmlich die Skepsis. Auf einer entsprechenden Veranstaltung fragte mich einmal eine Dame wieso sie denn Bio kaufen solle, die Tomaten hätten auch nicht mehr Vitamine als andere. Nachdem meine Tränen getrocknet waren, erklärte ich den Umstand der Erzeugung. Nicht die Anzahl an Vitamine wird durch Öko- und Bio Label belohnt, sondern die Herstellung. Auch bleibt es fraglich, ob ein Joghurt, der in Polen als Bio produziert wird, dann per Laster nach Deutschland gebracht wird ,immer noch Bio ist. Aber wie so oft in der Geschichte der Menschheit beginnt alles mit dem ersten Schritt. Vielleicht kann sich eine nachhaltigere Nahrungsmittel- und Güterproduktion etablieren, wenn die Nachfrage stimm. Dafür allerdings muss in den Köpfen der Verbraucher etwas passiere. Das wird am längsten dauern.