Und wieder steht ein Gewinner fest. Mit dem Gewöhnlichen Teufelsabbiss (Succina pratensis) wurde nun auch die Pflanze des Jahres 2015 gekürt und gesellt sich damit zu Habicht, Feldahorn und Co. Die Loki-Schmidt-Stiftung ernannte diese seltene Pflanze zum Sieger und möchte auf die sinkende Verbreitung aufmerksam machen. Von Juli bis September blüht diese Art in einem saftigen hellblau oder violett. Allerdings nur in Höhenlagen, bei 1300 Meter ist aber auch für sie Schluss. Gute Chancen eine zu Gesicht zu bekommen hat man in Süddeutschland, in den Alpen oder im Schwarzwald. Mit einer Höhe von 20 bis 100 cm ist sie schon recht eindrucksvoll, jedoch ist ihre Farbe das Markante. Ihren Namen verdankt sie dem Wurzelstock. Im Herbst stirbt dieser von unten nach oben ab und sieht daher „abgebissen“ aus. Glaubt man einer Sage, so hat der Teufel, über die Heilkraft der Pflanze erzürnt, vor Wut den Stiel abgebissen. Wie so oft ist auch hier die intensive Landwirtschaft Hauptgrund für den Artenrückgang. Entwässerungen von feuchten Wiesen und Überdüngung von Äckern setzen der Art extrem zu.

Quelle: wikimedia

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