Am gestrigen Freitagmorgen wollte ich in der Nähe von Calbe (Saale) meine Kartierung von Brutvögeln auf den neuesten Stand bringen und machte mich früh beizeiten auf die Socken. Ziel war es, die ornithologische Datenbank Sachsen-Anhalts mit neuen Infos zu Sing- und Wasservögeln zu füttern.

Aber schon auf dem Weg wurde klar, das wird kein leichtes Unterfangen. Das Wetter schuf mit dichtem Nebel nicht gerade die besten Bedingungen.
(c) Naturgeblogt 2014

Bei Sichtweiten von ca. 20 Metern blieben die meisten Vögel dem Auge verborgen aber nicht dem Gehör. Gnädigerweise waren sie auch noch etwas träge und verhalten. So hatte ich reale Chancen sie anhand der Stimmen zu unterscheiden. Da ich nur ein „laienhafter“ Ornithologe bin, eigentlich gar keiner, war ich sehr erstaunt, wie viele Vögel ich anhand des Rufes bzw. des Gesanges unterscheiden konnte.

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Auch zum späten Vormittag hin blieb der Nebel bestehen aber es zeichnete sich ein kleiner Lichtblick am Himmel ab. Also hieß es warten. Bei der Gelegenheit schaute ich mir auch mal die herpetologische Situation vor Ort an. Amphibien, bspw. Froschlurche, sind ja auch bei „schlechtem“ Wetter aktiv und geben lauthals ihre Meinung kund.

Erst gegen Mittag klarte der Himmel auf und das Gewässer lag in vollem Glanze vor mir. Jetzt konnte man die Avifauna auch mit dem bloßen Auge sehr gut erkennen. Das Highlight waren mehrere Familien des Höckerschwans samt Nachwuchs. Aber auch bei den Graugänsen war es ein sehr produktives Frühjahr. Insgesamt konnte ich fünf Familien mit 21 Jungvögeln zählen.

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Entschuldigt bitte das Fehlen jeglicher Aufnahmen der Vögel. Aufgrund des Nebels entschloss ich mich die Kameraausrüstung in Wagen zu lassen. Konnte ja keiner ahnen, dass es aufklaren würde.

In diesem Sinne…