Nachdem wir gestern den eigentlichen Aufbau dokumentiert hatten, hieß es heute den abendlichen Trubel vor die Linse zu bekommen. Der Wettergott war wieder positiv gestimmt und bescherte und nach einem bewölktem Tag einen sternenklaren Abend. Rein subjektiv war es allerdings weniger Trubel als in den Jahren zuvor. Kann am Freitag liegen oder an meiner Wahrnehmung. Ab 17 Uhr liefen die Kameras und sammelten Material von den Fahrgeschäften, Menschenmassen und dem regen Treiben auf dem Marktplatz. Zentrales Element waren das Riesenrad sowie der 50 Meter hohe Kreisel. Mit einem ND-Graufilter sowie Langzeitbelichtung lassen sich allerhand schöne Effekte erzielen.
Normalerweise nimmt man diesen Filter um bei einem Zeitraffer kleine Insekten bzw. Vögel aus dem Bild zu bekommen. Einzelne Menschen gehen auch, bei konstanten Ansammlungen aber werden sie zu schemenhaften „Geistern“. Es hat schon etwas komisches, wenn auf dem Stadtfest die Fahrgeschäfte wie von alleine fahren. Manche Sachen sorgen jedoch für eine eher unfreiwillige Komik. Durch die Bauarbeiten der ehemaligen „Parteifalte“ wirkt der Jahrmarkt nicht wie aus dem Jahr 2014, sonder eher wie „Carnival in Russia 1962“.

Als besonders schöne Aufnahme fand ich den Sonnenuntergang bzw. die Nachtaufnahmen vom Neumarkt. Wie schon im letzten Jahr stand hier eine Blues-/Swing-/Jazz-Bühne mit richtig guter Musik. Für das „neumodische“ Geschrammel auf der Brückenstraße bin ich wahrscheinlich schon zu alt. Insgesamt haben wir 5 Stunden uns 40 Minuten gefilmt. Im fertigen Zeitraffer werden es ca. 2 Minuten sein. Allen Wochenend-Besuchern wünsche ich viel Spaß auf dem Stadtfest.