Nachdem sich zum Auftakt dieser Kategorie die Art Muscari teuiflorum die Ehre gegeben hat, möchte ich euch heute die nächste Art vorstellen. Dabei handelt es sich um Pflanze der Kategorie 3 in der entsprechenden Roten Liste und obendrein um meine absolute Lieblingspflanze. Die Rede ist von Consolida regalis, dem Gewöhnlichen Feldrittersporn.

Artsteckbrief

Bei der Art Consolida regalis handelt es sich um eine indigene Art der Äcker und kurzlebigen Unkrautfluren. Sie wird in der Roten Liste für Gefäßpflanzen in der Gefährdungsstufe 3 geführt. Sie gilt somit in Deutschland „gefährdet“. Allerdings ist die Bestandsentwicklung negativ. Hauptursache dafür ist das „falsche“ Bewirtschaften der Felder. Wo einst Blühstreifen eine bunte Farbenpracht präsentierten, gähnt heute, Pestiziden sei Dank, eine monotone Leere. Alle Pflanzenbestandteile sind giftig. Die Samen enthalten die Gifte Lycotonin, Delcosin und Delsonin. Nimmt an diese Art in hohen Dosen zu sich, erleidet man Vergiftungserscheinungen ähnlich denen von Aconitin. In früheren Zeiten war der Hornkümmel (Schlesien) oder Lerchenklau (Ostpreußen) besonders für Rinder gefährlich. Durch den starken Rückgang der Pflanze sind heute Vergiftungen kaum noch möglich.

Lebensraum und Ökologie

Der Gewöhnliche Feldrittersporn benötigt nährstoffreiche Getreideäcker, Wegsäume, Trockenplätze. Er gedeiht auch auf warmen, mäßig trockenen bis frischen, nährstoffreichen und basenreichen, neutral-milden, humosen lockeren Lehmböden. Zusammen mit den Mohnblumen prägte er über viele Jahre hinweg das Bild einer ordnungsgemäßen Landwirtschaft. Charakteristisch für den Rätterspuren (Siebenbürgen) ist seine violette Farbe. Diese Farbtupfer sieht man in der Natur schon aus großer Entfernung. Aber die Art kann auch anders. Mit etwas Glück, erspäht man eine Albinoform.

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