Zum Abschluss der Verhandlungen der Europäischen Fischereiminister in Brüssel über die Fangquoten für das kommende Jahr erklärte Bundesfischereiminister Christian Schmidt:

„In der Fischereipolitik verstetigt sich der Erfolgskurs der letzten Jahre: Immer mehr Bestände werden auf nachhaltigem Niveau bewirtschaftet. Das kommt insbesondere den deutschen Fischern zugute, die Hering, Seelachs, Kabeljau und Schellfisch in der Nordsee fangen. Sie können 2018 mit teilweise deutlich höheren Quoten rechnen.

Der mit der Reform eingeschlagene Kurs der nachhaltigen Bewirtschaftung unserer lebenden Meeresschätze zahlt sich immer mehr aus. Unser gemeinsames Ziel, bis spätestens 2020 alle Bestände nachhaltig zu bewirtschaften, rückt jetzt in greifbare Nähe.“

Das von der Kommission vorgeschlagene pauschale Aalfangverbot fand keine Mehrheit im Rat, da es die positiven Wirkungen der Aalmanagementpläne nicht hinreichend berücksichtigte. Der Rat einigte sich stattdessen auf eine dreimonatige Schließzeit in Meeresgewässern für die Berufsfischerei und verpflichtete sich, zusätzliche Maßnahmen zum Wiederaufbau des Bestandes zu ergreifen. Schmidt sprach in diesem Zusammenhang von einem schwierigen Kompromiss und fügte hinzu: „Bei dieser gefährdeten Art besteht dringender Handlungsbedarf.

Ich begrüße daher, dass es dem Rat gelungen ist, sich auf ein insgesamt ausgewogenes Maßnahmenpaket zu einigen. Besonders begrüße ich die Verpflichtung der Mitgliedstaaten, ihre Anstrengungen zur Bekämpfung des illegalen Fangs und Exports von Glasaalen zu verstärken.“

Die Fangmengen für 2018 wurden auf Basis der wissenschaftlichen Empfehlungen des Internationalen Rates für Meeresforschung (ICES) festgelegt. Besonders erfreulich ist, dass der Heringsbestand in der Nordsee auf historisch hohem Niveau weiter zunimmt. Auch der Nordseekabeljau – lange Zeit Symbolfisch für die Überfischung der Meere – erholt sich weiter und wird jetzt nachhaltig bewirtschaftet. Der positive Trend setzt sich auch bei Seelachs und Scholle fort.

„Die Fischereiminister haben mit ihren Beschlüssen die Weichen für ein erfolgreiches Fischereijahr 2018 gestellt. Der positive Abschluss der Fischereiverhandlungen mit Norwegen schafft zusätzliche Planungssicherheit zu Beginn der neuen Fangsaison“, betonte der Minister. „In der Fischereipolitik bleiben wir voll auf Nachhaltigkeitskurs. Deshalb können Verbraucherinnen und Verbraucher ohne Gewissensbisse Fisch aus Nordsee und Nordostatlantik genießen. Eine Gefahr für die Bestände besteht dadurch nicht.“ (Quelle: BMEL)

Mehr Infotmationen zu den jeweiligen Fischbeständen sind online abrufbar.