Der Winter zieht sich in ferne Berge zurück. Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen starten nicht nur die Pflanzen in eine neue Saison, auch die Fauna beginnt sich von Neuem zu regen. Eine gefährdete Gruppe des Regnum animale sind die Fledermäuse. Neben Lebensraumverlust und Zerschneidung von Landschaften haben sie nun noch mit einem weiteren Problem zu kämpfen. Dem Nahrungsmangel.

Fledermäuse durch Insektenrückgang bedroht

Fledermäuse sind auf Insekten als Nahrungsgrundlage angewiesen und kamen bisher sehr gut mit dieser evolutionären Einrichtung über die Runden. Leider macht die moderne Landwirtschaft es den Tieren aktuell sehr schwer an der erprobten Ernährungsstrategie festzuhalten. Durch den vermehrten Einsatz von Pestiziden werden die Bestände ausgedünnt und somit steht ein elementares Puzzlestück im ohnehin schon angeknacksten Ökosystem Acker nicht mehr zur Verfügung. Wiedereinmal macht die intensive Landwirtschaft ihren Ruf als Artenvernichter und Massenmörder alle Ehre.

Um ihren Stoffwechsel aktiv zu halten, muss eine Fledermaus ab dem Einsetzen der Dämmerung ca. ein Drittel ihres Körpergewichts fressen. Rechnet man dies hoch, so kommen alleine in den Sommermonaten 1000g-Insektenfutter zusammen. Den Bedarf von Schwalben und Mauerseglern nicht mit einberechnet. Auch hier wird wieder einmal klar, wie wichtig eine naturfreundliche Landwirtschaft ist. Das bisherige System nach dem Gießkannenprinzip hat ausgedient (Quelle: NABU).