Die Heinrich-Böll-Stiftung hat in Zusammenarbeit mit dem BUND eine neue Ausgabe des 2014 erschienen Fleischatlas herausgebracht. Es handelt sich dabei jedoch um keine Neuauflage oder Neufassung. Vielmehr ist es eine Art Spin-off zu dem Thema „Deutschland – regional  2016“. Der Tenor ist klar. Es wird das Konsumverhalten der Deutschen und die Produktion der Ware Fleisch beleuchtet. Dabei tritt ein besorgniserregender Fakt ins Rampenlicht. Die kleinen oder mittleren Betriebe müssen sich der schier erdrückenden Konkurrenz der Massentierhaltung geschlagen geben. Immer mehr Betriebe die wenig Tiere aber dafür artegerecht(er) halten, streichen die Segel. In den letzten 15 Jahren mussten um die 80 % der erzeugenden Betriebe die Tierhaltung aufgeben, gleichzeitig wird bundesweit aber bis zu 50 % mehr Fleisch produziert. Unter welchen Bedingungen das geschieht, kann sich jeder selbst denken. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass artgerechte Tierhaltung und BIO-Fleisch immer teurer als konventionell erzeugte Ware sein wird.

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Wenn Freilandhaltung und Co wirtschaftlich sein muss, landet sie im Stall. Punkt. Es ist, wie so vieles, an der Politik da einzugreifen. Aktuell sind es nur zehn Konzerne, welche 70 % aller Tiere schlachten. Abgefertigt werden die Tiere in gigantischen Schlachthöfen, welche sich mitunter dicht an dicht drängen. Zwei interaktive Karten des BUND zeigen euch die Standorte der Fabriken. Einmal für Mastgeflügel und einmal für Schweine. Stammleser werden meine Meinung zum Thema bereits kennen, Fleischverzicht und Veganismus sind auch keine Lösung. Veganer begünstigen die den Anbau von Monokulturen und schädigen so bspw. Greifvögel. Fleisch (und Fisch) sollte wieder zu dem werden was es einst war. Delikatesse und Luxus. Es reicht vollkommen aus, einmal in der Woche Fleisch zu essen. Lieber weniger und seltener Fleisch aber dafür besseres (Quelle: BUND).