TrinkwasserIn regelmäßigen Abständen dominiert das Thema „Fracking“ die Natur- und Umweltschutzszene. So wie aktuell geschehen. Der NABU befürchtet in einem Statement ein sogenanntes „Fracking“-Ermöglichungsgesetz. Aktuelle Entwürfe der Bundesregierung schüren diesen Verdacht. Es ist kein Geheimnis, das man Klimaschutz nur in großen Maße betreiben kann, wenn man die restlichen fossilen Brennstoffe nicht fördert. Genau das schert die oberen Entscheider aber keineswegs. So befürchtet der NABU einschneidende Beeinträchtigung für die menschliche Gesundheit und Natur und Landschaft. Den kompletten Beitrag dazu könnt ihr an dieser Stelle nachlesen.

Das Problem an der Sache was ich damit habe ist die Scheinheiligkeit der Regierung. Manche Aktionen, wie im gestrigen Beitrag, sind ganz in Ordnung und machen auch durchaus Sinn. Nur gibt es Sparten an der Spitze welche auf Klimaschutz pfeifen. Da wird ein buntes Kochbuch auf den Markt gehauen und im gleichen Atemzug plant man Fracking zu ermöglichen. Das ist erstklassiges Business as usual. Dem Bürger gaukelt man vor, er könne etwas bewirken und solle das gefälligst auch tun aber im ganz großen Stil, dort wo der Rubel rollt und die Dollares hängen, ist man nicht so ambitioniert. Ketzerisch könnte man jetzt fragen warum man in den Medien gerade mit allerhand anderen Meldungen als den Fracking- und TTIP-Verhandlungen zugekleistert wird? Die für uns interessanten Verhandlungen werden im stillen Kämmerlein geführt und dem Bürger als vollendete Tatsachen präsentiert. Um den demokratischen Anschein zu wahren, werden unbedeutende Abstimmung, bspw. über eine Etikettenfarbe dem Volk überlassen. Schade, dass die Natur so wenig öffentliches Interesse erfährt.

Zusammen mit 1200 Organisationen (darunter 53 aus Deutschland) fordert der Naturschutzbund ein klares Frackingverbot und hat dies in einem „Global Frackdown“-Brief von allen Mitgliedern des Bundestags gefordert. Jetzt kann jeder für sich schätzen, wie viele dieses Schreiben wohl gelesen haben (Quelle: NABU).