Gemeinsam gelingt was alleine nicht zu gelingen vermag. Diese Weisheit ist auch im Naturschutz eine Tatsache. Viele unterschiedliche Akteure schließen Kooperationen und Allianzen um überhaupt eine Stimme zu haben bzw. um sich Gehör zu verschaffen. Der NABU macht es nicht anders. Anlässlich des Weltbodentages am 5.Dezember eines jeden Jahres macht der Naturschutzbund in Zusammenarbeit mit Alnatura auf das Schwinden dieser wertvollen, hart umkämpften und endlichen Ressource aufmerksam. Dies ist auch notwendig, denn der Rohstoff Boden schwindet drastisch.

Schutzgut Boden bald aufgebraucht?

Täglich werden ca. 66 Hektar an Boden versiegelt oder anderweitig beseitigt. Hauptgrund dafür ist der Bau von Infrastruktur oder Wohnraum. Das ist mehr als doppelt so viel als sich die Bundesregierung zum Ziel gesetzt hat. Dafür ist aber das komplexe Ökosystem Boden steigenden Gefahren ausgesetzt, die Folgen sind beispielsweise lokale Überschwemmungen bei starken Regenfällen und ein niedriger Vorrat an Grundwasser.

Um gegen den ungeheuren Flächenschwund zu kämpfen, hat sich der NABU mit der Alnatura Bio-Bauern-Initiative zusammengetan und das Projekt „Gemeinsam Boden gut machen“ gestartet. Im Rahmen dessen bekommen Landwirte finanzielle Unterstützung, vorausgesetzt sie stellen ihre Wirtschaftsweise von konventioneller auf ökologische Bewirtschaftung um. Die Böden werden es danken, denn sie werden fortan nicht mehr synthetisch gedüngt oder mit Pestiziden behandelt.

Seit Projektstart konnten bereits mehr als 9.500 Hektar umgestellt werden. Alle 42 bislang ausgezeichneten Betriebe stellen NABU und Alnatura erstmals auf einer animierten Karte vor. Noch ist die Karte recht dürftig gefüllt und bspw. Sachsen-Anhalt glänzt mal wieder mit Abwesenheit. gerade mal 3 Betriebe sind hier eingetragen. Das muss und sollte aber nicht so bleiben. Jeder zusätzliche Punkt auf der Karte ist ein Gewinn für die Biodiversität (Quelle: NABU).