Diesen Beitrag werde ich aufgrund der Länge in mehrere Teile gliedern. Ich werde jeden Tag einen Abschnitt schreiben, damit es nicht zu viel auf einmal wird. Wie viele Beiträge es insgesamt werden weiß ich noch nicht. Viel Spaß.

Wie jedes Jahr lud auch heute wieder das Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz zu  einer Wanderung durch das Biosphärenreservat ein. Jedes Jahr ist dies der Abschluss einer zweitägigen Tagung, dieses Jahr stand sie unter dem Motto „Biodiveristät“. Geführt und unterstützt wurde das ganze wieder von hochkarätigen Botanikern und Geologen.
Also machte ich mich im besten Herbstwetter auf in den Harz. Dank der B6 und der B185 sind es nur ca. 75 Minuten und man ist am Ziel. Da ich doch recht früh unterwegs war, so gegen halb 8, war es noch etwas nebelig und man hatte stellenweise Sichtweiten von unter 50 Meter.
Als dann doch noch die Sonne zum Vorschein kam, bot sich mir eine wahrlich schöne Herbststimmung.

Es hatte schon etwas zauberhaftes wie die aufgehende Sonne die umliegende Landschaft in Gold tauchte. In Momenten wie solchen, bin ich davon überzeugt den schönsten Job auf der Welt zu haben. Momente wie diese entschädigen über so manche kleine Niederlage.
Bei Temperaturen um die 6 Grad Celsius und einer klirrenden Morgenluft war ich sofort wieder in der richtigen Stimmung für Winter. Zusätzlich verstärkte das Gelände mit seinen im Herbstgold glänzenden Wäldern und er absoluten Stille diese Wahrnehmungen.
Ich möchte nun aber erst einmal die Frage klären, was so ein Biosphärenreservat eigentlich ist.
Also ein Biosphärenreservat ist eine von der UNESCO ins Leben gerufene Modellregion, in der nachhaltige Entwicklung in ökologischer, ökonomischer und sozialer Hinsicht  exemplarisch verwirklicht werden soll.

Wer sich dazu die rechtliche Definition anschauen will, der schlage den §25 im Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) auf oder klicke hier.

Anders als in einem Naturschutzgebietist hier kein Ausschluss von Siedlungsräumen, Wohnen und nachhaltige Wirtschaftsweisen sind erlaubt und statthaft.
Das erste Biosphärenreservat das  heutige BR Mittlere Elbe bei Dessau. Kurz danach kam dann das Biosphärenreservat Vessertal-Thüringer Wald in Thüringen.

Das Biosphärenreservat welches die heutige Exkursion durchführte ist das Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz. Eventuell ist diese Übersichtskarte noch interessant. Sie vermittelt einen guten Überblick über die Größe des Gebietes.

Ich bin keinesfalls ein Geologe, dennoch möchte ich mich einmal an einer Erklärung des Begriffes „Karst“ versuchen. Wenn das hier Geologen lesen sollte und es ist fachlich falsch und die Tränen sind wieder getrocknet, dann bitte ich um einen Hinweis.
Also, Karst, oder Karstgestein, sind oberirdische oder Unterirdische Carbonatgesteinsformen, die durch Lösung oder Kohlensäureverwitterung entstanden sind. Als Besonderheit gilt der unterirdische Wasserhaushalt. Da das Gestein sehr löchrig und von Kammern durchzogen ist, sammelt und fließt Wasser in strömenden Bächen unter der Erdoberfläche dahin. In diesem speziellen Gebiet kann man im Frühjahr Bäche von Karstwasser aus dem Fels sprudeln sehen und das Wasser unter seinen Füßen spüren. Im Laufe der zeit graben sich diese unterirdischen Flüsse immer mehr in das Gestein und bilden regelrechte Rinnen. Dazu komme ich aber später nochmal.

In diesem ersten Teil des Beitrages ist also etwas zum Anlass der Exkursion sowie zu dem Thema Biosphärenreservat gesagt wurden. Ebenfalls habe ich versucht zu erklären, was mit Karst gemeint ist. Ich hoffe es ist trotz der Kürze verständlich gewesen.
Mit diesem Bild, welches unseren Startpunkt für die Wanderung zeigt, möchte ich den ersten Artikel beenden und verabschiede mich bis morgen.

In diesem Sinne…