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Naturschutz – weil's wichtig ist

Kategorie: 2017 (Seite 1 von 43)

So naturverbunden ist Deutschland

Hört man den Markennamen Coca Cola kommt einem sicherlich alles andere als Natur in den Sinn. Auch für mich standen diese beiden Begriffe bisher in keinem großen Zusammenhang, dennoch fiel mir die Tage eine Umfrage der Marke ViO auf. Die zum Coca Cola-Imperium gehörende Getränkemarke wollte in eiber repräsentativen Umfrage (Im Juni 2017 wurden in Deutschland 1.511 Bundesbürger ab 18 Jahren befragt. Darüber hinaus 532 Eltern mit Kindern im Alter von 2 bis 10 Jahren) wissen, wie naturverbunden die Deutschen so sind. Das Ergebnis überrascht.

Natur genießt bei den Deutschen einen hohen Stellenwert

Deutschland hat einen steten Bedarf nach Möglichkeiten zur Naherholung. So gaben rund 76% der Befragten an, „gerne mehr Zeit in der Natur verbringen zu wollen“und immerhin 85% nutzen dafür Ausflüge ins Grüne statt in urbane Gebiete. Wie naturverbunden die Deutschen sind, zeigt eine von der Marke ViO in Auftrag gegebene  forsa-Umfrage zum Thema „Heimische Natur“. Die Getränkemarke setzt sich gemeinsam mit der Naturschutzorganisation EUROPARC Deutschland e.V. und Verbrauchern für den Schutz sogenannter „ViOtope“ in Nationalen Naturlandschaften ein. In einem Online-Voting können Verbraucher dazu beitragen, ihren Erhalt auch in Zukunft zu sichern. Das Voting läuft noch bis zum 30. November 2017.

Die 7 wichtigsten Umfrage-Ergebnisse im Überblick:

1. Back to nature! Drei Viertel der Deutschen wünschen sich mehr Zeit in der Natur
Bei Mutter Natur sind sich (fast) alle einig: 98 Prozent der Deutschen geben an, dass die Natur für sie ein Ort der Erholung ist. Für 96 Prozent ist sie ein idealer Ausgleich zum Alltag. Knapp zwei Drittel halten sich „sehr gern“ in der Natur auf (65 Prozent) und rund drei Viertel (76 Prozent) würden „gern“ mehr Zeit in der Natur verbringen.

2. Die Heimschmecker: Deutsche bevorzugen regionales Obst und Gemüse
Äpfel aus Neuseeland? Von wegen! Die Mehrheit der Deutschen (72 Prozent) kauft Obst und Gemüse regional. Dabei greifen Frauen (76 Prozent) etwas häufiger zu heimischen Erzeugnissen als Männer (68 Prozent).

3. Fitnesstrend Wald: Zwei Drittel der Deutschen treiben gern Sport im Grünen
Outdoor-Sport liegt im Trend: Rund zwei Drittel der Deutschen (67 Prozent) treiben bevorzugt Sport in der Natur (Wald: 36 Prozent, Feldwege: 31 Prozent). Für das Fitness-Studio entscheidet sich dagegen nur rund jeder Fünfte (22 Prozent). Die hinteren Ränge des Workouts belegen der Park (17 Prozent) und die Sporthalle (16 Prozent).

4. Natur schlägt Großstadt: 85 Prozent der Deutschen wollen Outdoor-Erholung
Eins zu null für die Natur! Um für ein paar Tage dem Alltag zu entfliehen, würde die weit überwiegende Mehrheit der Deutschen (85 Prozent) bevorzugt ans Meer, an einen See oder in den Wald fahren. Für ganze 96 Prozent der Befragten ist die Natur ohnehin ein idealer Ausgleich zum Alltag. Nur acht Prozent entfliehen lieber in eine Großstadt.

Naturlandschaft kann schon beeindruckend sein.

5. Bauernhof statt Handy: Kinder spielen lieber draußen als digital
Kinder lieben Natur – und zwar mehr als digitale Welten: Laut ihren Eltern hat die große Mehrheit der Zwei- bis Zehnjährigen etwa schon Bauernhoftiere gestreichelt (97 Prozent). Im Vergleich: Nur jedes zweite Kind (55 Prozent) hat sich bereits mit einer Spielekonsole die Zeit vertrieben. Smartphone- und Tabletnutzung liegen mit 89 Prozent hinter den Naturerfahrungen. Das freut auch die Eltern: 95 Prozent legen Wert darauf, dass ihr Kind draußen spielt.

6. #naturelover: Beim Naturtrip muss das Handy mit
Was wäre eine Wandertour ohne den Instagram-Post oder zumindest das Erinnerungs-Selfie? In der Natur geht nur jeder Fünfte (20 Prozent) in den Offline-Modus oder lässt das Handy ganz zu Hause – bei rund einem Drittel (38 Prozent) ist es immer eingeschaltet.

7. Mein Freund der Baum: Deutsche und ihr Wald-Wissen
Eiche oder Birke? Durchschnittlich drei von fünf der Befragten konnten die heimischen Bäume anhand von Fotos richtig zuordnen. Dabei liegt die korrekte Benennung der Birke (83 Prozent) vor der der Kiefer (66 Prozent). Die Originalmeldung zum Beitrag findet ihr hier.

Was haltet ihr von der Umfrage und ihren Ergebnissen? Könnt ihr dem zustimmen? Ach ja, vergesst bitte nicht, eurer Lieblingsnaturlandschaft zum Sieg zu verhelfen.

[Gastbeitrag] Wasserhahn statt Flasche – dem Plastikwahn ein Ende setzen

Durchschnittlich verbraucht der Deutsche 68 Plastiktüten im Jahr. Damit ist Schluss! Die Europäische Union verabschiedete 2016 eine Verpflichtungserklärung, die besagt, dass bis 2025 der Durschnittsverbrauch auf 40 Tüten pro Person reduziert werden soll. Im Zuge dessen führten einige Handelsvertreter und das Bundesministerium für Umwelt eine freiwillige Selbstverpflichtung ein, die Plastiktüten kostenpflichtig macht. Bis jetzt haben sich bereits 240 Unternehmen an der Verpflichtung beteiligt und geben Plastiktüten nicht mehr umsonst raus. Dazu gehören große Ketten wie dm, REWE und H&M. Seit der Einführung ist der Verbrauch von Plastiktüten bereits um 33% gesunken.

Europäische Union möchte Plastikverbrauch eindämmen

Warum macht sich die EU den Plastikverbrauch zur Aufgabe? Weil Plastik ziemlich schlecht ist.

Nur leider wissen das die wenigstens Menschen. Die Aufklärung über Plastik lässt zu wünschen übrig. Oder wissen Sie, was mit Ihrer Plastikflasche passiert nachdem Sie sie in den Pfandflaschenautomaten geworfen haben?

Von da aus geht die Flasche einen von drei möglichen Wegen: Entweder wird sie recycelt, sie wird auf der Müllverbrennungsanlage verbrannt oder sie landet auf der Mülldeponie. Keiner der drei Option ist dabei eine optimale Lösung.

Die Gase, die bei der Plastikverbrennung entstehen, sind hochgiftig und schädigen die Ozonschicht. Auf der Mülldeponie dauert es über 1000 Jahre bis eine Flasche biologisch abgebaut ist.

In der Zwischenzeit sickern die giftigen Stoffe durch den Boden direkt in unser Grundwasser. Recyceln scheint eine gute Variante zu sein und ist auch die Beste. Allerdings werden nur 25% aller Flaschen zur Herstellung von neuen FLaschen verwendet.

Der Rest wird zu minderwertigen Plastikflakes verarbeitet, die im Anschluss zu nicht recycelbaren Gegenständen, wie Gartenstühlen, verwendet werden. Aber muss uns das Thema wirklich so sehr beschäftigen?

JA! Deutschland ist das Land mit dem viertgrößten Verbrauch von abgefülltem Wasser – nach Mexiko, Thailand und Italien. Durchschnittlich trinkt der Deutsche pro Jahr 142l abgefülltes Wasser.

Das sind 11.5 Mrd. Liter auf die gesamte Bevölkerung hochgerechnet. Um sich das bildlich besser vorstellen zu können: Mit dieser Masse an Wasser könnte das Olympiastadion in Berlin 9x gefüllt werden.

Absurd wird das Ganze, wenn man bedenkt, dass unser deutsches Leitungswasser qualitativ hochwertiger ist als das Wasser aus der Plastikflasche. Zusätzlich ist es 250x günstiger und man muss keine lästigen Kisten schleppen.

Für mehr Infos bitte auf das Bild klicken.

Also warum nicht Geld sparen, einem frühzeitigen Bandscheibenvorfall vorbeugen und auch noch unserer Umwelt etwas Gutes tun? Ganz einfach auf Leitungswasser umsteigen.

Mehr Informationen und Fakten zum Thema Plastikflaschen bietet diese Infografik. Also denken Sie einfach vor dem nächsten Einkauf daran einen Stoffbeutel mitzunehmen und investieren Sie in eine persönliche Mehrwegflasche.

Es fängt wirklich mit den kleinen Dingen an, aber wenn wir alle an einem Strang ziehen, kann jeder ein bisschen zu der Verbesserung unseres Planeten beitragen. Machen Sie auch mit!

Ein Klick auf das Bild führt zu mehr Infos.

Dies ist ein Beitrag von Pauline Seiler (Sprecherin der Kampangne Sag Ne zu PET!. Ein Gastbeitrag wird von externen Schreibern verfasst, deren Meinung nicht zwingend der von Naturgebloggt entsprechen muss. Kritiken, Fragen und Lob daher bitte an den Verfasser des Beitrags.

Arten in besonderer Verantwortung in Deutschland erweitert

Naturschutz kümmert sich vorrangig um den Erhalt der Natur bzw. der Naturnähe. Darunter fallen auch Erhaltung und Förderung gefährdeter Arten. Nun gibt es dafür diverse Regelwerke und Gesetzestexte welche Arten das sind. Unter anderem zählen sogenannte „Verantwortungsarten“ dazu. Diese umfassen Vertreter der Flora und Fauna und werden in einer extra Liste geführt. Nun verkündet das Bundesamt für Naturschutz, kurz BfN, dass ebendiese Liste um einige Arten verlängert wurde.

Erweiterte Artenliste für „Verantwortungsarten“

Mit dem Begriff Verantwortungsarten sind Arten aus Flora und Fauna gemeint, für die Deutschland aus globaler Perspektive eine besondere Verantwortlichkeit zugemessen wird, weil sie nur hier vorkommen, ein bedeutender Teil der Weltpopulation hier vorkommt oder die Art weltweit gefährdet ist. Bei diesen Arten sind besondere Anstrengungen erforderlich, um den Weltbestand zu sichern.

Deren Schutz ist im modernen Naturschutz von hoher Wichtigkeit und stellt nicht grundlos einen Förderschwerpunkt für Hilfsprojekte dar. Bisher waren das in Deutschland lediglich 40 Arten aus dem Tier- und Pflanzenreich. Nun bekommen diese aber mächtig Zuwachs. Um den Überblick zu behalten stellt das BfN auf seiner Seite eine Tabelle mit allen Verantwortungsarten zur Verfügung. Diese findet ihr hier.

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