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Naturschutz – weil's wichtig ist

Kategorie: Artenschutz (Seite 1 von 36)

Insektensterben – ein hausgemachtes Problem

Es kam wie es kommen musste. Nach dem obligatorischen Aufschrei und etwas höher als sonst schlagenden Wellen in den Medien ebbte das Interesse rund um das Insektensterben wieder ab. Mittlerweile hört man nur noch vereinzelte Meldungen in den Nachrichten. Dabei ist noch längst nicht alles zu dem Thema gesagt und ich hoffe, dass derweil ich diese Zeilen schreibe, eifrig im Hintergrund an einer langfristigen Lösung des Problems gearbeitet wird.

Insektensterben gilt als Warnung der Natur

Warum ich dieses Thema erneut im Blog anschneide hat einen ganz klaren und einfachen Grund. In meiner Filterblase geisterte heute ein etwas längerer Artikel auf der Seite der GEO-Redaktion auf.

Seinen Ursprung hat der Artikel in der Ausgabe 03/2017 des GEO-Magazins und liegt damit zeitlich weit vor den Enthüllungen der für Aufsehen sorgenden Studie der vergangenen Wochen.

Mir ist er damals aus unerklärlichen Gründen durch die Lappen gegangen, passt nun aber in den allgemeinen Konsens und soll an dieser Stelle nicht unterschlagen werden. Hätte man diesen Artikel bereits im Frühjahr 2017 gelesen, so hätten die Ergebnisse der jüngsten Zeit nur für ein müdes Achselzucken gesorgt.

Nehmt euch ruhig mal die Zeit und lest die verlinkten Zeilen aufmerksam durch, wir alle hätten viel eher viel schlauer sein können.

Hier geht’s zum GEO-Artikel: Pestizide und das Ende unserer Insekten.

Expertenmeinungen zum Insektensterben

Das mit den heutigen Insektenbeständen etwas nicht stimmt dürfte mittlerweile bei jedem angekommen sein. Letzte Woche machte das Thema die Runde und wurde von der Journaille eifrig aufgegriffen. Es war sogar so ein kurzzeitiger Hype, dass es in den Abendnachrichten behandelt wurde. Nun muss sich zeigen, wie ernst es den verschiedenen Akteuren mit der Lösung des Problems ist. An dieser Stelle möchte ich nicht weiter auf die Thematik und seiner Auswirkungen eingehen. Dazu habe ich mir bereits in einem gesonderten Artikel Luft gemacht.

Experten äußern sich zum Insektensterben

Zugegeben, die Thematik in ihrer Gänze ist für den Außenstehenden schon etwas komplex und die dargelegte Studie liest sich alles anderer als eingängig. Dennoch lohnt sich ein Einarbeiten in die Thematik, da sich diese in den nächsten Jahren und Jahrzehnten noch deutlich verschlechtern wird.

Um in ein neues Thema hineinzukommen helfen mir immer andere Sichtweisen und Denkansätze. Vielleicht ist es bei euch ähnlich. Daher habe ich mal einen Link für euch parat, der die Meinungen diverse Granden des deutschen Naturschutzes zu dieser Problematik aufzeigt.

Nehmt euch ruhig mal die Zeit und lest den Beitrag des Science media centers germany. Zu finden an dieser Stelle.

Auf das Bild klicken um zum Artikel zu gelangen.

Ackerflächen als Massengräber

Da aller guten Dinge bekantlich drei sind, kommt hier der dritte Beitrag über Insekten. Einen monothematischen Hattrick gab es hier im Blog auch noch nicht. Grund dafür ist ein Artikel auf der Website der Frankfurter Rundschau. Darin wird ein zeitgenössiches Phänomen beschrieben, dessen Ausmaße sich die heutige Generation in ihrer gedankenlosen und unbekümmerten Art nicht einmal im Ansatz vorstellen kann. Dem Aussterben der Insekten.

Artensterben auf Landwirtschaftsflächen

Insekten haben ein Problem. Das Fehlen von knuffigen Kulleraugen, einem niedlichen Gesichtchen und Fell, welche sie zu einem drollig dreinblickenden Fellhaufen machen kann. Nur mit solchen Artmerkmalen erringt man das Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit und kann von einem der unzähligen Artenhilfsprogrammen profitieren. Stattdessen machen die Insekten oftmals mit der Giftspritze oder dem Pantoffel Bekanntschaft. Das bleibt nicht ohne Wirkung. Besonders auf landwirtschaftlich genutzten Flächen setzt ein Artensterben von bisher unbekannten Ausmaßen ein. So schreibt die Frankfurter Rundschau von einem 80%-igen Rüclgang der Insekten in NRW seit 1995. In anderen Bundesländern dürfte es nicht anders aussehen. Besonders in landwirtschaftlich geprägten Bundesländern wie Sachsen-Anhalt dürfte es ähnlich sein. Mittlerweile hat das Artensterben durch die intensive Landwirtschaft auch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) auf den Plan gerufen und lässt es eine „Kehrtwende in der Agrarpolitik“ fordern. Nach allem was ich aus der Branche so weiß, schwenkt die EU in eine gegensätzliche Richtung. Die zweite Säule der GAP soll zu Gunsten der ersten Säule der GAP beschnitten werden. Das wäre ein weiterer Sargnagel für die Biodiversität. Nehmt euch mal den Moment und lest den Artikel der Frankfurter Rundschau.

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