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Naturschutz – weil's wichtig ist

Kategorie: Bücherkiste (Seite 2 von 2)

[Buchtipp] Feders fantastische Stadtpflanzen

IMG_20160622_184302Es ist mal wieder an der Zeit diese Rubrik hier zu befüllen und euch ein Buch zu empfehlen, welches für die Leser dieses Blogs sicherlich interessant sein dürfte. Das zweite Buch aus der Feder von Jürgen Feder versüßte mir die letzten Abende. Meine Rezension zu seinem Erstlingswerk findet ihr an dieser Stelle. Sieht und vergleicht man Titel, Aufmachung und Aufbau der beiden Bücher, so beschleicht einen der Gedanke „Mehr vom Gleichen“. Das ist in gewisser Weise auch so, allerdings ist es doch anders. Wurden im Vorgänger noch „wildlebende“ Pflanzen aus eher ländlichen und naturnahen Gebieten und Lebensräumen vorgestellt, so liegt im aktuellen Buch der Fokus ganz klar auf Stadtpflanzen. Und da kommen wir zum ersten kleinen Kritikpunkt. Jürgen Feder (wer kennt ihn nicht?) hat sich dafür zehn deutsche Städte vorgeknöpft und so um die zehn Arten pro Stadt vorgestellt. Leider sind mit Dresden und Leipzig nur zwei ostdeutsche Städte vertreten aber das sei durch die Tatsache entschuldigt, dass der Autor im Raum Bremen lebt. Von da aus ist der Osten doch ein Stückchen entfernt.

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An seinem Schreibstil hat sich im Vergleich zum Vorgänger nichts oder nur sehr wenig geändert. Das finde ich klasse. So schreibt er wie ihm der Schnabel gewachsen ist und nimmt kein Blatt vor den Mund. Einzig die Übergänge und Sprünge zu und zwischen den einzelnen Arten sind stellenweise etwas holprig und abrupt. Muss man mögen. Nach all dem Gemecker nun aber zum größten Pluspunkt des Buches. Wie auch der erste Band ist auch dieser für die Zielgruppe, welche hauptsächlich aus interessierten Neu-Botanikern besteht, gerichtet. Durch seine Art durchbricht Feder sehr oft die vierte Wand und spricht den Leser direkt an und sichert sich durch Fragen und Anekdoten dessen Aufmerksamkeit. Dank seiner plastischen Schilderungen kann man sich den guten Jürgen regelrecht vorstellen, wie er im strömenden Regen seinen Fotoapparat sucht oder ihn beinahe im Fluss versenkt hätte. Auch ist das Konzept hinter den Pflanzenvorstellungen sehr gelungen. Diese werden dem Leser via Stadtrundgang näher gebracht. Die „Reiseroute“ ist anschaulich beschrieben und zumindest in Leipzig, Dresden und Berlin konnte ich ihm folgen. Mit knapp 250 Seiten ist das aktuelle Buch zwar merklich dünner als sein Vorgänger aber wer Angst hat, dass die Pflanzen zu kurz kommen, der darf beruhigt sein. Mehr als 200 Arten haben hier Platz gefunden und können dank Bebilderung auch im Gelände angesprochen werden. Für mich ist das hier eine klare Empfehlung.

Anmerkung: Dies ist ein objektiver und unentgeldlicher Meinungsbericht. Er steht in keiner Verbindung zum erwähnten Autor oder dem publizierendem Verlag. Ich bekomme dafür weder Geld- noch Sachleistungen oder Vergütungen in irgendeiner anderen Form. Weiter ist mit Herr Feder persönlich noch nicht begenet und stand auch während der Vorbereitung zu diesem Artikel nicht mit mir in Kontakt.

[Buchtipp] Das geheime Leben der Bäume

Foto: Thomas Engst

Foto: Thomas Engst

Es ist mal wieder an der Zeit über ein Buch zu schreiben bzw. ebendieses meiner werten Leserschaft zu empfehlen. Nachdem ich bereits vor einiger Zeit schon einmal eine kleine Empfehlung zu einem Buch ausgepsrochen habe, kommt heute die Fortsetzung. Eine sehr liebe Person hat mit das heute zu erwähnende Buch zu Weihnachten geschenkt (vielen Dank an dieser Stelle und gerne mehr davon) aber leider erlaubte es mir meine Zeit nicht, es eher zu lesen. In den letzten zwei Tagen konnte ich dies aber dankenswerterweise nachholen. Es geht um Das geheimnisvolle Leben der Bäume von Peter Wohlleben. Aufgefallen ist mir der Autor in diversen TV-Formaten und konnte mich mich seiner Art, obwohl er ein Förster ist, überzeugen. Er setzt bei seinen Methoden nämlich auf Nachhaltigkeit und Naturschutz. Rückepferd statt Harvester heißt da die Devise. Wirft man einen Blick auf seine Liste geschriebender Werke so ist da schon einiges entstanden. In dem hier besprochenen Buch liegt der Fokus ganz klar auf dem Thema Wald. Es geht um seine Entstehung, sein Leben und Sterben und, und das vor allem, das „Zwischenmenschliche“ unter den Bäumen. Können Bäume sprechen? Lernen sie voneinander? Haben sie ein Gedächtnis oder gar eine Seele samt Bewusstsein? All das sind Fragen deren Antworten durchaus zu überraschen wissen.

Foto: Thomas Engst

Foto: Thomas Engst

Aufgrund meines Berufes ist keine der Thesen für mich wirklich neu aber seine Begründungen, Beispiele und Sichtweisen auf die Dinge haben auch bei mir den ein oder anderen Aha-Effekt ausgelöst. Der Schreibstil ist sehr elegant und kurzweilig. So werden selbst komplexere Themen nicht langweilig. Langeweile ist dem Buch aber generell fremd. Der auf Kapiteln basierende Aufbau ist sehr gut strukturiert. Man wird mit allerhand Infos, die zu keiner Zeit überfordern, an das Thema Wald herangeführt und pro Seite lernt man etwas dazu. Elegant ist auch der Übergang zu den Kapiteln bzw. die Verflechtung derer. Einzig eine kleine Sache fiel mir persönlich negativ auf. Der Autor erwähnt an manchen Stellen die Douglasie und mir kommt es so vor als wenn ihr neophytischer Status zu wenig thematisiert wird. Aber das ist nur meine Meinung und schmälert das Lesevergnügen in keinster Art und Weise. Ich bin mir sicher, dass dieses Buch nicht das letzte war, welches ich von Peter Wohlleben gelesen habe. Interesse geweckt, dann schaut mal auf seiner Internetseite vorbei oder ihr schaut ihn euch live on stage an.

Anmerkung: Dies ist ein objektiver und unentgeldlicher Meinungsbericht. Er steht in keiner Verbindung zum erwähnten Autor oder dem publizierendem Verlag. Ich bekomme dafür weder Geld- noch Sachleistungen oder Vergütungen in irgendeiner anderen Form. Weiter ist mit Herr Wohlleben persönlich noch nicht begenet und stand auch während der Vorbereitung zu diesem Artikel nicht mit mir in Kontakt.

[Buchtipp] Feders fabelhafte Pflanzenwelt

Heute komme ich mal mit einem Lesetipp um die Ecke. Seit einem guten viertel Jahr steht ein Buch auf meiner Liste, welches ich erst jetzt im Urlaub lesen konnte. Dafür aber auch ohne Unterbrechung und in einem Rutsch. In dem Erstlingswerk von Jürgen Feder, seines Zeichens Landschaftsgärtner und Hobby-Botaniker, dreht sich alles um die heimische Pflanzenwelt. Dabei bezieht sich „heimisch“ lediglich auf den Fundort. Aufgefallen ist mir der sympathische Nordmann aus Bremen im Januar 2013. Durch einen Zufall sah ich seinen Auftritt bei TV Total und musste schmunzeln. Auf den ersten Blick hat er zu hundert Prozent dem Stereotypen von uns Botanikern entsprochen. Mit seiner leicht kauzigen aber dennoch stets professionellen Art schaffte er es, die Themen Naturschutz und Botanik locker und spaßig zu vermitteln. Umso glücklicher war ich, als mir dieses Buch in die Hände fiel.

Der Schreibstil ist mindestens genauso locker wie sein Geplapper und führt entspannt durch  rund 320 Seiten. Dabei merkt man dem Autor seine Leidenschaft für das Thema an. Nie wird es langweilig und immer ist Platz für ein paar Anekdoten, die jeder Botaniker oder Naturfreund so oder in ähnlicher Art und Weise erlebt hat. Schaut euch mal seine Auftritte in Funk und Fernsehen an ( Link dazu findet ihr oben) und ihr werdet merken, es ist gar nicht so leicht, sich seiner energiegeladenen Art zu entziehen.  Das Buch hat natürlich einen „ernsten“ Hintergrund. In ihm werden Pflanzen in Bild und Schrift dargestellt und beschrieben. Ihr könnt es also durchaus verwenden um auf euren Streifzügen darin nachzuschlagen. Von mir gibt es eine klare Empfehlung für alle, die sich für das Thema interessieren und denen ein reines Fachbuch zu trocken ist. Frohes Schmökern.

Anmerkung: Dies ist ein objektiver und unentgeldlicher Meinungsbericht. Er steht in keiner Verbindung zum erwähnten Autor oder dem publizierendem Verlag. Ich bekomme dafür weder Geld- noch Sachleistungen oder Vergütungen in irgendeiner anderen Form. Weiter ist mit Herr Feder persönlich noch nicht begenet und stand auch während der Vorbereitung zu diesem Artikel nicht mit mir in Kontakt.

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