Naturgebloggt

Naturschutz – weil's wichtig ist

Kategorie: Geknipst (Seite 1 von 8)

Und wieder beginnt ein neues Jahr

Lamium maculatum

Lamium maculatum

Die Sonne lachte heute an der Saale und zog die Menschen ins Freie und verlockte zu einem Spaziergang. Ich konnte und wollte mich dem nicht verschließen und spazierte mal in den nahegelegenen Auwald. Es hat ja hier im Blog schon fast Tradition, dass ich immer mal sporadisch festhalte, wann denn die Vegetation zu erblühen beginnt. Für mich markieren die ersten Winterlinge, Schneeglökchen und Goldsterne viel mehr den Beginn eines neuen Jahres als es Raketen und Böller jemals könnten. Es macht ja auch wenig Sinn so mitten im Winter den Jahresanfang zu beschließen, wenn die kalten Tage noch bevor stehen. Zugegeben, es war heute doch noch etwas sehr zeitig und die Farbe Braun ist noch vorherrschend und von dem saftigen Grün der jungen Triebe ist noch nicht viel zu sehen. Aber es lohnt der genaue Blick. Denn unter dem am Boden liegenden Laub regt sich durchaus schon etwas. Wer genau hinguckt kann die ersten zaghaften Versuche des Scharbockskrauts entdecken.

Ficaria Verna - das Scharbockskraut.

Ficaria verna – das Scharbockskraut.

Terra Mineralia – faszinierendes Gestein in Nahaufnahme

Rodochrosit (Fundort: Peru)

Rodochrosit (Fundort: Peru)

Ich gebe es zu, Geologie wird mir immer ein Rätsel bleiben. Die meisten Namen der Mineralien kann ich nur nach mehrmaligem Üben richtig benennen. Aber aus Sicht des Fotografen finde ich Gesteine dann wieder interessant. Nicht wenige haben erstaunliche Farben in ihrem Inneren, teilweise werden diese erst durch UV-Licht sichtbar. Um mich in diesem Gebiet der Makrofotografie zu erproben, besuchte ich heute die Terra Mineralia in Freiberg, Sachsen. Im Freiberger Schloss Freudenstein werden auf mehreren Etagen Mineralien aus aller Herren Länder ausgestellt und imposant in Szene gesetzt. Erwartungsgemäß waren noch mehr Besucher vor Ort aber die Menge verlief sich recht schnell. Es machte mir, dem Laien, aber Spaß den Geeks zu lauschen und mir das ein oder andere erklären zu lassen.Im Naturschutz, um den Bogen zu kriegen, spielt Boden zwar auch eine sehr wichtige Rolle, gibt er doch wertvolle Informationen über die zu erwartenden Pflanzen und Lebensgrundlagen, aber in solchen Farben bekommen wir das Gestein im Regelfall nicht zu Gesicht. Aus insgesamt 100 Bildern habe ich mal die (in meinen Augen) schönsten herausgesucht.

Schörl Apatit Muskonit Albit (Fundort: Pakistan)

Schörl Apatit Muskonit Albit (Fundort: Pakistan)

Kyamit (Fundort: Brasilien)

Kyamit (Fundort: Brasilien)

Elbait Var.Rubellit (Fundort: Leipoldith)

Elbait Var.Rubellit (Fundort: Leipoldith)

Edelopal (Fundort: Australien)

Edelopal (Fundort: Australien)

Calcit unter UV-Licht (Fundort: USA)

Calcit unter UV-Licht (Fundort: USA)

Azurit auf Malachit (Fundort: USA)

Azurit auf Malachit (Fundort: USA)

Apatit (Fundort: Pakistan)

Apatit (Fundort: Pakistan)

Anglesit auf Galentit (Fundort: Marokko)

Anglesit auf Galentit (Fundort: Marokko)

Amethyst (Fundort: Namibia)

Amethyst (Fundort: Namibia)

Adonis vernalis, wer ist mehr?

Adonis_vernalis_am Hang 2Unter Botanikern gibt es, trotz der Liebe zu allen Pflanzen, eine Liste mit Arten, die besonders angesagt sind. Orchideen stehen beispielsweise hoch im Kurs. Kaum ist man in Reichweite einer solchen Pflanze, wird sich auf den Boden geschmissen und fotografiert (auch wenn man schon 4711 Bilder der gleichen Art hat) oder mit Lupen geschaut. Eine solche Art ist zum Beispiel das Frühlings-Adonisröschen (Adonis vernalis). Diese, aus der Familie der Hahnenfußgewächse stammende Art gehört zu den Stars unserer Flora. Es steht in ganz Zentraleuropa unter Schutz, nach FFH. Ursprünglich aus Sibirien hat es schon seit der letzten Eiszeit den Weg zu uns gefunden und sich auf Trocken- und Steppenrasen etabliert. Diese Art ist sehr anspruchsvoll und hat in (Ost) Deutschland ihr westlichstes Vorkommen. Das Frühlings-Adonisröschen ist eine perennierende krautige Pflanze, welche eine Wuchshöhe von 10-30 cm erreichen kann.

Adonis vernalis

Seinen Lebensraum hat es auf offenen Flächen mit wenig Verbuschung gefunden. Man kann daher sagen, dass der Mensch mit seiner historischen Nutzung der Landschaft durchaus für beim Ansiedeln geholfen hat. Beweidung und Waldrodung haben hier wahre Wunder vollbracht. Leider hat sich die anthropogene Nutzung der Lebensräume und deren Umgebung negativ verändert. Zunehmende Verbuschung, Wiederbewaldung und intensiver Ackerbau haben der Verbreitung von Adonis vernalis sehr zugesetzt. Heute hat es in Mitteleuropa lediglich vereinzelte Reliktvorkommen.

Adonis vernalis

Adonis vernalis

Ich für meinen Teil bin immer ganz aus dem Häuschen, wenn ich auf meinen Streifzügen dieser Art begegne. Da bin ich nicht anders als meine Kollegen, da wird sich auf den Boden geschmissen und geknipst was das Zeug hält, auch wenn ich bereits 4711 Bilder dieser Art zu Hause habe.

Adonis vernalis

Adonis vernalis

Adonis vernalis

Adonis vernalis

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