Naturgebloggt

Naturschutz – weil's wichtig ist

Kategorie: Journeyman (Seite 2 von 7)

Hexentanzplatz und „Roßtrappe“ bei Thale – eine Tour durch den Harz

Privat wie beruflich treibe ich mich oft im oben erwähnten Mittelgebirge herum. Leider muss ich zu meiner Schande gestehen, noch nie in Thale und Umgebung gewesen zu sein. Gestern sollte sich das nun ändern. Auch wenn es eher Plan B als Hauptziel war, denn eigentlich war der Brocken mal wieder an der Reihe. Leider hatte er wieder einen seiner Regentage und erschwerend kam Nebel hinzu. Da ich aber nicht auf den Harz verzichten wollte, musste das Gebiet um Thale eben herhalten. Bedingt durch den Regen war die Gegend  nicht so überlaufen wie ich dachte. Hier und da ein paar Touris aber keinesfalls störend. Los ging es mit der „Roßtrappe“. Laut einer Saage sprang eine Prinzessin auf der Flucht vor einem Riesen mit ihrem Pferd über das Bodetal. Beim Aufschlag am anderen Ufer bohrte sich der Fuß so fest in den Stein, dass ein Abdruck entstand. Schon der Weg zur Ort des Geschehens biete eine unglaubliche Aussicht auf die Bode.

Blick auf das Bodetal

Hufabdruck der

Hufabdruck der „Roßtrappe“

Anschließend stand die Teufelsbrücke auf dem Programm. Ausgangspunkt der 1,7 km langen Strecke ist die Talstation der Kabinenbahn  und Ziel die namensgebende Brücke, vorbei an einem sehr idyllischen Biergarten am Jungfernsteig. Gelaufen wird, wie auch sonst, auf dem Goetheweg. Die Brück markiert den sogenannten „Blauen Sumpf“, die engste Stelle des Bodetal. Von da aus soll der Teufel zu seinen Hexen gesprochen haben.

Die Teufelsbrücke im Bodetal bei Thale.

Die Teufelsbrücke im Bodetal bei Thale.

Wer einmal in und um Thale unterwegs ist, der sollte natürlich auch einen Abstecher zum Hexentanzplatz machen. In der Walpurgisnacht versammelt der Teufel seine Hexen um sich und tanzt mit ihnen durch die Nacht und feiert wilde Gelage (außerdem gibt es eine sehr schöne Sommerrodelbahn). Die ganze Region dort ist 1a touristisch erschlossen. Fahrgeschäfte und andere Attraktionen geben sich die Klinke in die Hand. Der eigentliche Hexentanzplatz gleicht daher eher einem Jahrmarkt. Das geht aber in Ordnung. Auch hier wird der Wanderer mit einer klasse Aussicht belohnt. Auch im Nebel macht das Bodetal einen schönen Eindruck.

Teufelchen auf dem Hexentanzplatz zu Thale

Durchlesen! Beachten! Ein besserer Mensch sein!

Wie es nunmal so ist, saß der Finger am Abzug der Kamera recht locker und hat ein paar mehr Bilder mehr gemacht, als hier gezeigt werden, dies würde den Rahmen sonst sprengen. Alle Bilder vom Ausflug nach Thale findet ihr auf meinem Flickr Account.

Ausflug ins Bernburger Umland

Das schöne Wetter musste heute genutzt werden. Also ging es mit dem Rad etwas die Saale entlang. Ein weiser Mensch hat einmal gesagt: “Wenn man Bernburg hinter sich lässt, wird es schön”, und genauso ist es. Nicht lange und man fährt durch den hiesigen Auwald. Nach dem Hochwasser von 2013 sind die meisten Wege zwar asphaltiert, dies tut jedoch dem Fahrspaß keinen Abbruch. Ein lohnenden Ausflugsziel bzw. eine empfehlenswerte Jausenstation ist das ehemalige Fahrgastschiff “Gröna” im gleichnamigen Dörfchen bzw. Stadtteil.


Wann immer ich in der Nähe bin und geöffnet ist, nehme ich mir ein paar Minuten Zeit und gönne mir eine Pause. Die Füße im Wasser baumeln zu lassen ist schon ein Argument für eine Rast. Um letzte Zweifel zu zerstreuen gibt es durchaus bequeme Liegestühle. Getestet und für gut befunden.

Baumriesen im Klostergarten

Wie im letzten Beitrag erwähnt, treibe ich mich mal wieder in Helvetien herum um ein paar Bilder zu schießen. Aber auch wenn man (offiziell) nicht im Dienst ist, so richtig raus aus meiner Haut als Naturfreund kann ich nicht. So halte ich auch im Urlaub stets die Augen offen. Fündig wurde ich gleich zweimal im Innenhof des Klosters Rheinau. Direkt an der Eingangspforte findet sich eine Baumscheibe einer rund 130 Jahre alten Silber-Pappel (Populus alba). Mit einem Durchmesser von 230 cm ist sie größer als ich und ließ mich staunen, dass Pappeln so ein hohes Alter erreichen können.

Baumscheibe einer Silber-Pappel

Baumscheibe einer Silber-Pappel

Ein weiteres Highlight waren aber die Vertreter der Spezies Sequoiadendron giganteum. Mammutbäume. Gleich zwei dieser Baumriesen gaben sich im Innenhof die Ehre. Mit einem Umfang von ca. 8 Metern waren das die bisher größten Bäume die ich gesehen habe. Ihre Spitzen überragten die Türme des Klosters um Leider war es unmöglich diese Giganten komplett auf ein Bild zu bekommen, daher sind es zwei Einzelfotos geworden. Ich hoffe man erkennt trotzdem etwas.

Sequoiadendron giganteum

Sequoiadendron giganteum

Sequoiadendron giganteum

Sequoiadendron giganteum

Läuft mit WordPress & Theme erstellt von Anders Norén