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Naturschutz – weil's wichtig ist

Kategorie: Klimawandel (Seite 2 von 13)

Klimaschutz wirkt sich günstig auf Wirtschaft aus

Ein oftmals vorgebrachtes Argument gegen den Klimaschutz sind die vermeintlich zu hohen wirtschaftlichen Einbußen. Es wird der Wegfall von Arbeitsplätzen sowie die Aufgabe des errungenen Fortschrittes beanstandet. Sicherlich muss man solche Argumente ernst nehmen aber sie sollten keinesfalls das naturverträgliche Handeln bestimmen. Eine aktuelle OECD-Studie schickt sich nun an, den Klimakritikern etwas Wind aus den Segeln zu nehmen.

Klimaschutz bringt Wachstum in alle G20-Länder

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) legt in ihrer neuesten Studie ganz schön vor. Die Kernaussage ist bestimmt nicht wohlfeil in den Ohren mancher Klimaleugner. Investitionen in Klimaschutz fördern wirtschaftliches Wachstum, unterlassener Klimaschutz führt zu Wachstumseinbußen“, bringt es die Studie auf den Punkt. Das Papier, welches jüngst in Berlin präsentiert wurde, mit dem passenden Titel „Investieren in den Klimaschutz, investieren in Wachstum“, wurde vom Bundesumweltministerium unterstützt und zeigt, dass eine Klimaschutzpolitik, die struktur- und fiskalpolitisch unterfüttert wird, sich auf die volkswirtschaftliche Leistung aller G20-Staaten positiv auswirkt.

Klimaschutz fördert Artenvielfalt

Einen schalen Beigeschmack hat die Studie allerdings. Es wird mit keiner Silbe über das Wachstum der Biodiversität gesprochen. Schon klar, es muss vor allem die Wirtschaft bei den Hörner gepackt werden aber wieso muss sich alles um das finanzielle Wachstum bzw. die Sicherheit des Kapitals gehen. Kann man nicht einfach in Klimaschutz investieren, weil wir es der Biodiversität auf Erden schuldig sind? Allem Anschein nach geht Klimaschutz nur, wenn die Wirtschaft abgesichert ist,. Sind eine Neuausrichtung und naturveträgliche Denkweisen denn kein Grund das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen (Quelle: BMUB)?

Moore für den Klimaschutz

Ein Pfad der durch ein Moor in Böhmen führt.

Das Hochmoor bei Gottesgab in Böhmen.

Moore. In den Köpfen der meisten Menschen sind sie ein eher unheimlicher Ort. Meist von Nebel,schlechtem Wetter und Schauergeschichten in ein düsteres Bild gerückt, wird ihre Schönheit und Wichtigkeit leider viel zu oft verkannt. Dabei sind sie bedeutende Verbündeten im Kampf gegen den Klimawandel.

 

Moore helfen gegen den Klimawandel

Der Lebensraum „Moor“ gehört nicht grundlos zu den weltweit am stärksten gefährdeten Ökosystemen. Seit Jahrhunderten baut der Mensch, getrieben von Gier, diese einzigartigen und sensiblen Lebensräume ab und zerstört damit das Werk von Jahrtausenden. Jetzt könnte sich das Vorgehen rächen. Moore umfassen zwar nur 3 % der Landfläche ein, binden aber 30 % aller CO2-Vorkommen auf der gesamten Welt. Damit speichern sie doppelt so viel wie alle Wälder. Dieser Fakt macht sie in Zeiten des Klimawandels unverzichtbar.

Mit Mooren die Erderwärmung stoppen

Das erklärte Ziel der Weltgemeinschaft, die Erderwärmung auf max. 2 Grad Celsius zu begrenzen, ist nur mit funktionierenden Mooren zu schaffen. Allerdings geht die Wissenschaft davon aus, dass es mindestens 4 Grad Celsius sein müssten, damit etwas bewirkt wird.

Eine Sitzbank inmitten des Hochmoors von Gottesgab.

Hochmoor in Gottesgab (Böhmen).

Um diesen wichtigen Lebensraum zu schützen, hat der NABU in Kooperation mit Partnern aus dem Baltikum das Projekt „Peat Restore“ auf die Beine gestellt. Ziel ist es, degenerierte Moore in Polen, Deutschland und dem Baltikum renaturieren. Mit diversen Maßnahmen sollen Moore wieder zu intakten Lebensräumen entwickelt und nachhaltig geschützt werden. Hauptaugenmerk liegt auf der Torfbildung. Wird der Wasserstand  wieder angehoben und der Boden durchnässt, beginnt das Torfwachstum erneut. Mit 2 mm pro Jahr. Weiterführende Infos gibt es beim NABU (Quelle: NABU).

Wer nutzt Ökostrom im Internet

Als sich die erste Email im Jahre 1971 auf den Weg macht, war die Welt des damaligen Internet noch überschaubar. Sie ging nur von einem Rechner zum anderen. Damals hieß das Medium noch Arpanet und glich vielmehr einer ruhigen Dorfstraße als einer Datenautobahn. Doch die Zeiten haben sich geändert. Mittlerweile wächst das Internet um Größenordnungen, das uns die Analogien ausgehen. In Zeichen von HD-Streaming, 360-Grad Videos und Skypecalls quer über den Planeten wird der Bedarf an Strom immer mehr. Aber woher kommt der Strom, welcher Konzern nutzt Ökostrom und mischt Sachen „Green Energy“ vorne mit? Eine Studie von Greenpease gibt Antworten.

Ökostrom im Netz?

Auch wenn Windenergie positiv für den Klimaschutz ist, für die Artenvielfalt ist sie das blanke Gift. Leider wird dieser Punkt selten bedacht. So wird in der vorliegenden Studie aus Windkraft erzeugter Ökostrom als Positivpunkt gewertet. 15 der weltweit führenden Tech-Konzerne wurden dafür unter die Lupe genommen und in den Kategorien „Clean Energy Index“, „Anteil Strom aus Erdgas“ „Anteil Kohlestrom“ und „Anteil Atomstrom“ verglichen. Wohlgemerkt, es geht hier nur um die Stromnutzung, die Ökobilanz der Firmen wird nicht bedacht.

So nutzen weltweit führende Konzerne Strom. Ökostrom macht bei allen Firmen den Hauptanteil aus.

Firmenranking nach Nutzung von Ökostrom (Quelle: Greenpeace).

Social Media keine „grüne“ Weste

Erstaunt hat mich jedoch der Vergleich von Social Media Lösungen. Lediglich Faceboo, Instagram und Linkedin.com zeichnen sich durch gute bzw. sehr gute Noten aus. Der vor sich hin dümpelnde Dienst Twitter schneidet mit einem „ungenügend“ ab. Der Grund: Atomstrom. Allerdings Twitter nicht der Einzige.

Nur drei der großen Social Plattformen haben eine "grüne" Weste.

So schneiden die Social Media Dienste im Vergleich ab (Quelle: Greenpeace).

Ein Blick in die Studie lohnt sich auf jeden Fall. Eventuell bedenkt ihr die Tatsachen bei der nächsten Gelegenheit, denn die benötigte Menge Strom wird in Zukunft nicht geringer. Es liegt an uns, sie so naturverträglich wie möglich zu gestalten (Quelle: Greenpeace).

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