Naturgebloggt

Naturschutz – weil's wichtig ist

Kategorie: Linsengeschichten (Seite 2 von 4)

Von der Morgenstund‘ und einer Sonnenblume

Eines der vielen Vorteile meines Jobs ist das ständige „Draußensein“ sowie das Erleben der Natur in all ihren Facetten. Manchmal treibt es mich noch vor dem ersten Hahnenschrei raus und solche Momente entpuppen sich oft als unbezahlbar. Oft habe ich versucht die schönen Momente auf Film zu bannen und zu konservieren. Leider zeigte die Erfahrung, dass man die besten Bilder eben mit dem Kopf macht und so hatten die Abzüge ,eist gar nichts von ihrer realen Schönheit. Vergangene Woche jedoch gelangen mir zwei Schnappschüsse, welche ich euch zum Sonntag zeigen möchte.

Den Anfang macht eine Situation am Morgen nach einer frostigen Nacht. Die Temperatur war noch nahe Null und Gras, Wege sowie Laub bereift. Ihr kennt das sicher, die kalte stechende Luft gibt einen Vorgeschmack auf den nahenden Winter, auch wenn es aktuell eher wie Frühling erscheint.

Misty Morning

Misty Morning

Das zweite Bild ist eher ungewollt entstanden. Während eines Spazierganges erspähte ich ein Skelett einer einst schönen Sonnenblume, welches sich im lauen Abendwind hin und her bewegte. Also Kamera gezückt und versucht sie in Szene zu setzen. Ein Schnappschuss mit Gegenlicht erschien zunächst wenig gelungen. Doch je länger ich das Bild betrachtete, desto mehr gefiel es mir und euch eventuell auch.

Sonnenblume im Herbst

Die Welt in HDR

Heute mal wieder etwas aus der Rubrik „Linsengeschichten“. Ich habe die Gunst der Stunde genutzt und mich auf Fotosafari durch meine aktuelle Wahlheimat begeben. Auf dem Plan standen ein paar Bilder im HDR Stil. Bei Bildern im High Definition Bereich nutzt man den höheren Tonwert der Einzelbilder aus und lässt so das Blau am Himmel einen Ticken kräftiger werden. Einzelbilder? Jawoll, in meinem Falle habe ich 5 Bilder unterschiedlicher Belichtungszeiten (-3 LW bis +3LW) aufgenommen und dann mittels Software zu einem HDR Bild gerendert. Warum ich dafür das Lumia 1020 genommen habe? Weil es noch nach rund 2 1/2 Jahren eine der besten Kameras hat un die DSLR heute zu unhandlich war. Wichtigstes Utensil neben einer guten Kamera ist ein Stativ. Da die Belichtungszeiten im Laufe der Bilderserie etwas länger werden, sollten jegliche Erschütterungen vermieden werden. Im Folgenden habe ich immer ein “originales” Einzelbild sowie das fertige HDR Bild gegenüber gestellt, wobei zuerst das normal belichtete Einzelbild und nachfolgend das bearbeitete HDR-Bild zu sehen ist.. Die Unterschiede sind schon deutlich oder?

Besonders bei Wolkenformationen und Pflastersteinen spielt HDR seine Stärken aus. Allerdings darf man sich nicht zu sehr an den Reglern austoben. Unverhältnismäßig hohe Sättigung und ein Rauschen sind dem Bild eher undienlich. Ein paar weitere Bilder aus dieser Reihe findet ihr auf Flickr oder immer mal wieder an dieser Stelle.

Hot Pixel oder das Phänomen der stehenden Sterne

Heute mal wieder ein Beitrag aus der Kategorie „Linsengeschichten“. Eines meiner Hobbys sind ja Zeitraffer-Filme. Aktuell habe ich mehrere Projekte in der Pipeline, unter anderem eines über meine aktuelle Wahlheimat Bernburg an der Saale. Die vergangenen Tage experimentierte ich mit den Einstellungen für einen Nachtdurchlauf herum. In der Szene gilt der Tag-Nacht-Übergang als Königsklasse und bedarf schon etwas Übung. In der Vergangenheit habe ich solche Sachen schon häufiger gemacht und daher ging es frisch ans Werk. Die Kamera (eine Canon 1000D) filme im AV-Modus, Blendenautomatik, von 20:30 Uhr bis 07:00 Uhr des Folgetages. Herausgekommen ist das hier.

Beim Sichten und Rendern der Bilder war schon recht zufrieden mit dem Ergebnis, jedoch irgendetwas auf den Bildern war komisch. Nach ein paar Augenblicken fiel es mir dann auch auf. Die Sterne bewegten sich nicht. Sie blieben gerade zu starr an ihrem Platz, während Wolken und Rauchschwaden munter vorbeizogen. Sollte in Bernburg etwa noch das geozentrische Weltbild mit der Himmelskuppel Bestand haben? Eine Recherche in der geschätzten Timelapse-Gruppe auf Facebook brachte dann die Klarheit. Erstens waren die hellen Punkte keine Sterne (bei einer Belichtungszeit von 3 – 4 Sekunden lassen die sich noch nicht blicken) und zweitens handelte es sich bei den hellen Flecken um sogenannte Hot Pixel. Dieser Begriff war mir neu. Hot Pixel sind fehlerhafte Pixel, welche nicht korrekt auf das einfallende Licht reagieren. Entweder sind sie bauartbedingt oder der Verschleiß zeigt seine Wirkung. Auch ist das Bildformat JPEG nicht gerade brauchbar für Aufnahmen mit hohem ISO-Wert und langer Belichtungszeit. Bedenkt man jetzt noch das Alter der Canon 1000D, so kann ich alle Gründe nachvollziehen. Aber wieso nimmt man eigentlich eine Canon 1000D, wenn der Schrank voll mit besseren Modellen ist? Nun ja, die beste Kamera ist immer die, die man dabei hat. Alle anderen DSLR sind zur Reinigung. Back to Topic: um diese Hot Pixel wieder zu entfernen greift man am besten zu Photoshop bzw. Lightroom (beides von Adobe) und entfernt sie per Hand. Bei einzelnen Bildern scheint das machbar, im Falle von Hunderten Bildern eher nicht. Da helfen dann Programme wie HotPixels Eliminator weiter. Ich wiederhole jedenfalls den Versuch mit „schwerem“ Gerät und lasse mich vom Resultat überraschen.

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