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Naturschutz – weil's wichtig ist

Kategorie: Nachhaltigkeit (Seite 2 von 37)

Staatenallianz gegen Plastikmüll in den Meeren

Die Meere und Ozeane dieser Welt erleben derzeut eine Nutzung als Müllkippe Deponie von entsorgtem Abfall. Das Motto „Aus den Augen, aus dem Sinn“ lässt den Menschen sein schändliches Tun vergessen. Mit keiner Silbe wird dabei an die zerstörerische Auswirkung auf Pflanze, Tier und Lebensraum gedacht. Nun soll eine breitgefächerte Allianz aus Staaten sich diesem Problem in den Weg stellen und es endlich in den Griff bekommen. Lippenbekenntnisse oder Durchbruch?

G20-Staaten gegen Müll in den Meeren

Die G20-Staaten haben sich unter deutscher Präsidentschaft auf einen Aktionsplan gegen Meeresmüll geeinigt. Dieser wurde gestern in Bremen bei einem Treffen von Regierungsvertretern, Fachleuten sowie Vertretern und Vertreterinnen aus Wirtschaft, Zivilorganisationen und Wissenschaftsvertretern der amtierenden G20-Staaten beschlossen. Die Länder verpflichten sich demnach, den Eintrag von Abfällen aus Flüssen und Abwässern in die Meere deutlich zu verringern. Dazu wollen sie ihre Politik stärker auf Abfallvermeidung, nachhaltiges Abfallmanagement und Ressourceneffizienz ausrichten. Die G20 folgen damit den G7-Staaten, die 2015, ebenfalls unter Vorsitz Deutschlands, einen Aktionsplan gegen Meeresmüll beschlossen hatten.

Weltweit befinden sich schätzungsweise bis zu 140 Millionen Tonnen an Abfällen in den Meeren. Der Großteil sind Kunststoffverpackungen und Kunststoffreste. Besonders betroffen ist der Pazifik. Hier befinden sich besonders große Müllmengen auf der Meeresoberfläche. Sie bilden mittlerweile Inseln aus, die teilweise die Größe Mitteleuropas einnehmen. Vor allem Meerestiere wie Seevögel und Fische leiden unter der Belastung mit größeren und kleineren Kunststoffpartikeln. Laut des Aktionsplans verpflichten sich alle G20-Staaten, Abfalleinträge die über Gewässer, das Abwasser oder von den Küsten kommen, stärker in das politische Handlungsfeld zu rücken. Die Abwasserreinigung und ein funktionierendes Abfallmanagement sind wesentliche Stellschrauben, um die Abfalleinträge in die Meere deutlich zu verringern. Ein nennenswerter Teil des Meeresmülls stammt auch aus Abwässern oder gelangt aus Seen und Flüssen unkontrolliert und ungefiltert direkt in die Meere.

Im Zentrum der Beratungen stand zudem die Erkenntnis, dass die Etablierung einer funktionierenden Abfallwirtschaft nicht nur zu verbessertem Meeresschutz, sondern auch zu besseren Einkommensverhältnissen in den betroffenen Ländern beitragen kann. Zu besseren Vernetzung und zum Erfahrungsaustausch unter den G20-Staaten soll es zudem ein freiwillige Plattform geben, das „Global Network of the Committed“ (GNC). Dieses soll die Umsetzung des G20-Aktionsplanes sicherstellen. Gleichzeitig sollen damit auch Stakeholder jenseits der G20 Staaten eingebunden werden.

Nun klingt das alles fast zu schön um wahr zu sein. Aber in meinen Augen sind es bis zu dem Zeitpunkt, an dem sich spürbar etwas ändert, nur hohle Floskeln. Ein generelles Verbot von Plastiktüten im Supermakt sowie eine grundsätzliche Neuausrichtung des Verpackungswesens (bspw. Müslipackungen) sind ein längst überfälliger Schritt. Wieso wird an dieser Stelle nichts messbares unternommen?  Die Absichten hinter dem Ansinnen sind zweifelsohne von nobler Natur, jetzt muss nur geliefert werden (Quelle: BMUB)

Meeresatlas 2017 erschienen und zeigt den schlechten Zustand der Meere

Alles Leben kommt bekanntlich aus dem Meer und noch heute übt dieser Lebensraum eine ungeheuere Faszination auf uns Menschen aus. Die Unterwasserwelt ist zum größten Teil unerforscht und steht schon alleine deshalb im Fokus der Wissenschaft. Dennoch muss sich das Meer allerhand Schandtaten seitens Menschen gefallen lassen. Verschmutzung und Raubbau machen auch vor ihm nicht Halt.

Meeresatlas 2017: Daten und Fakten über den Umgang mit dem Ozean

Das Meer dient, wie viele denken, nicht nur dem persönlichen Vergnügen. Ohne die Meere wäre kein Leben auf der Erde entstanden. Ferner regulieren die Wasserflächen der Erde das KLima, ähnlich wie die Wälder. Aber auch als Grundlage für Nahrung und Energie müssen die Ozeane herhalten. Oftmals sehr zu ihrem Leidwesen. Überfischung, Raubbau und Verschmutzung setzen den Unterwasserlebensräumen sehr zu. Daher ist eine Umstellung auf nachhaltige und schonende Wirtschaftsweisen mehr als angeraten. Genaud a setzt der Meeresatlas 2017 an. Er liefert Fakten, Daten und Zusammenhänge für eine umweltvertägliche Nutzung der Meere.Mit mehr als 50 farbigen Illustrationen wird der schlechte Zustand der Weltmeere aufgezeigt und auf Lösungen hingewiesen. Aber am Ende liegt es doch wieder an uns (Quelle: Heinrich Böll Stiftung).

Meeresatlas 2017 kostenfrei bestellen.

 

Gleichbleibender Ertrag bei weniger Pestiziden

Silhouette. Getreide. Ähre, Weizen, LandwirtschaftDie moderne Landwirtschaft ist für viele Seketalarten eine große Bedrohung. Nicht selten wird sie gar als Massenmörder der Biodiversität bezeichnet. Durch den Einsatz von synthetischen Düngern, Giftstoffen und Pflanzenschutzmitteln wird die Flora und Fauna an den Rand der Existenz getrieben. Besondern Bestäuber wie Hummeln und Bienen bekommen die volle Tragweite dessen zu spüren. Doch der Agrarflächendesigner von heute folgt damit nur einer immer enger werdenden Spirale in der Marktwirtschaft. Aber ist ein Einsatz von Pestiziden wirklich notwendig, um einen hohen Ertrag zu erhalten? Das muss nicht sein.

Weniger Pestizide mindern nicht den Ertrag

Glaubt man einer aktuellen französischen Studie, in der ca. 1000 Bauernhöfe in ganz Frankreich auf den Einsatz von Ackergiftstoffen im Zusammenhang mit ihrer Produktivität hin untersucht wurden, so spielt der Einsatz und die Menge von genutzten Pestiziden in Sachen Wirtschaftlichkeit gar keine so große Rolle. Im Rahmen der Untersuchung wurden nicht biologisch wirtschaftenden Höfen mit Bio-Höfen verglichen. Das Ergebnis ist durchaus überraschend. Rund 25 % der Bauern könnten weniger Pestizide spritzen, ohne Verluste befürchten zu müssen. Der Einsatz von Insektiziden könnte sogar um ca. 94 % gesenkt werden. Sollte dies tatsächlich zutreffen, dann hätte das Hauptargument, Pestizide einzusetzen, endlich ausgedient.

Die Kollegen von naturschutz.ch haben das Thema ebenfalls aufgegriffen und es etwas ausführlicher dargestellt. An dieser Stelle die Verlinkung dahin.

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