Naturgebloggt

Naturschutz – weil's wichtig ist

Kategorie: Natur erleben (Seite 1 von 21)

Natur und Tourismus für die Biodiversität

Oftmals wird dem Naturschutz vorgeworfen, er nehme den Leuten die Natur weg und möchte den Bürger „aussperren“. Hin und wieder führen sich zwar manche Behördianer wie Provinzfürsten auf, aber im Großen und Ganzen ist das kein Ansinnen des heutigen Naturschutzes. Die Arten sind dort, wo die Menschen sind und diese haben ein Anrecht darauf, Natur zur erleben. Außerdem profitiert auch die Biodiversität von einer verträglichen Kombination aus Natur und Tourismus.

Internationaler Tag der Biodiversität 2017

Die Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.V. kommt in ihrer neuesten Umfrage zu erstaunlichen Zahlen. Demnach suchen immer mehr Deutsche bei der Wahl des Urlaubsortes gezielt nach Naturerlebnisangeboten. Für knapp 55% der Deutschen ist dies ein ausschlaggebendes Kriteritum. Diese Reiselust kann man sich durchaus zu Nutze machen. Beispielsweise dann, wenn Erlöse daraus in Schutzmaßnahmen des Gebiets fließen. Aber auch die Sensibilisierung sowie die Wertschätzung der Leute für den jeweiligen Naturraum kann gesteigert werden. Und Wertschätzung braucht die Natur immer noch jede Menge. Einen großen Verdienst dahingehend hat die App „Beach Explorer„. Mit Hilfe dieser kostenlosen App der Schutzstation Wattenmeer e. V. können Gäste, Anwohner, Schutzgebietsbetreuer sowie Schulklassen an der Nordsee ihre Strandfunde (Tiere, Pflanzen, Steine, Gegenstände) per Smartphone fotografieren, auf ein Portal hochladen und identifizieren. User erfahren, ob sie eine Entdeckung gemacht haben und tragen so zur wachsenden Datenbank bei. Ende 2016 hatten rund 900 Personen 15.000 Funde gemeldet – fünf Arten konnten sogar in Deutschland erstmals nachgewiesen werden. Ein PokémonGO! mit Sinn wen man so möchte.  (Quelle: BMUB).

 

Vogelbestimmung leicht gemacht

Viele Naturschützer haben ihren Einstieg über die Ornitologie gemacht. Die Vogelkunde ist ein durchaus spannendes Feld und einer der vielfältigsten Bereiche die ich kenne. Ist man erstmal dabei, so macht dieses PokémonGO in der Realwelt jede Menge Spaß. Aber der Weg zum kundigen Vogelfreund ist lang und mühsam. Bis man die verschiedenen Vögel an ihren Rufen und ihrem Aussehen erkennt, muss man üben. Viel üben. Der NABU gibt euch dafür eine kleine Starthilfe.

Vogelbestimmung auf den ersten Blick

Scherzhaft wird die Avifauna in zwei Bereiche unterteilt. In „kleiner brauner Vogel“ und „kleiner grauer Vogel“. Dies mag bei vielen Artvertretern passen, ist aber natürlich nicht korrekt. Die richtige Ansprache anhand des Äußeren ist komplizierter und erfordert Durchhaltevermögen und Übung. Damit ihr aber nicht ganz chancenlos seid, hat sich der NABU eine feine Starthilfe einfallen lassen. Bildvergleiche von sich ähnelnden Arten. Sicherlich deckt diese Hilfe nicht alle Fälle ab. Eine Hilfe ist sie aber allemal. Den Originalbeitrag auf der Seite des NABU findet ihr hier.

 

Der Auwald erblüht – Start in die Saison 2017

Stammleser kennen das schon mittlerweile, immer wenn der Frühling naht, schaue ich im hiesigen Auwald vorbei und hoffe auf die ersten Frühlingsblüher. Nachdem die letzten Tage angenehm mild waren im Salzlandkreis, wähnte ich mich der Sache sicher und stattete also mal wieder einen Besuch ab. Als besonderen Neuzugang gilt der Zweiblättrige Blaustern (Scilla bifolia), er fällt mit seiner blau bis lila Färbung schon von Weitem ins Auge und kann sich durchaus sehen lassen.  Meist steht er in kleinen Grüppchen und wird von Bestäubern umlagert. Um die heutigen Bilder schießen zu können, musste ich erst warten, bis sich Frau Hummel daran gütlich getan hatte. Auch wenn es der Name vermuten lässt, so hat diese Pflanze keine Gemeinsamkeiten mit dem ebenfalls im Auwald vorkommenden Wald-Gelbstern (Gagea lutea). Die wissenschaftlichen Namen zeigen das zweifelsfrei.

Scilla bifolia

Gagealutea

Einen besonders schönen Anblick boten aber die beiden Vertreter der Gattung Anemone. Wo sonst stehen das Weiße Buschwindröschen (Anemone nemorosa) und das Gelbe Windröschen (Anemone ranuculoides) so dicht beieinander?

 

Seite 1 von 21

Läuft mit WordPress & Theme erstellt von Anders Norén