Naturgebloggt

Naturschutz – weil's wichtig ist

Kategorie: Natur erleben (Seite 2 von 22)

Der Auwald erblüht – Start in die Saison 2017

Stammleser kennen das schon mittlerweile, immer wenn der Frühling naht, schaue ich im hiesigen Auwald vorbei und hoffe auf die ersten Frühlingsblüher. Nachdem die letzten Tage angenehm mild waren im Salzlandkreis, wähnte ich mich der Sache sicher und stattete also mal wieder einen Besuch ab. Als besonderen Neuzugang gilt der Zweiblättrige Blaustern (Scilla bifolia), er fällt mit seiner blau bis lila Färbung schon von Weitem ins Auge und kann sich durchaus sehen lassen.  Meist steht er in kleinen Grüppchen und wird von Bestäubern umlagert. Um die heutigen Bilder schießen zu können, musste ich erst warten, bis sich Frau Hummel daran gütlich getan hatte. Auch wenn es der Name vermuten lässt, so hat diese Pflanze keine Gemeinsamkeiten mit dem ebenfalls im Auwald vorkommenden Wald-Gelbstern (Gagea lutea). Die wissenschaftlichen Namen zeigen das zweifelsfrei.

Scilla bifolia

Gagealutea

Einen besonders schönen Anblick boten aber die beiden Vertreter der Gattung Anemone. Wo sonst stehen das Weiße Buschwindröschen (Anemone nemorosa) und das Gelbe Windröschen (Anemone ranuculoides) so dicht beieinander?

 

Tourismus bedroht Neuseelands Wildnis

Denkt man an Neuseeland, so kommen einem unweigerlich die Hobbits in den Sinn. Unberührte Natur, zerklüftete Gebirge und Landschaften bis zum Horizont prägen die Gedanken. Die eindrucksvollen Naturkulissen t Neuseelands sind zweifelsfrei atemberaubend schön und genau diese Schönheit birgt eine große Gefahr für das ohnehin schon anthropogen überprägte Land.

Naturtoursimus oder Naturterrorismus

Der Tourismus boomt in Neuseeland. Erst im vergangenen Jahr kletterte der Anteil an internationalen Urlaubern auf 3,5 Millionen. Deutschland stellt dabei mit 100.000 Gästen des sechstgrößten Teil der Touris. Auf den vordersten Plätzen stehen Australien, China, US of A, UK und Japan.

Aber genau diese Entwicklung treibt den Naturschützern des Landes die Sorgenfalten auf die Stirn. Wandervereine beklagen überfüllte und verschmutze Wanderwege. Die Einwohner müssen erdulden, wie Touris ihre Wiesen und Wälder mit Abfall und Müll bedecken und als Toiletten missbrauchen. Das Land bleibt auf den Kosten der Beseitigung sitzen und ist ratlos, wer diese begleichen soll.

Wildcamper gefährden Wildnis

Ein großes Problem stellen dabei die Wildcamper dar. Diese Type Mensch fährt mit Wohnmobilen und Wohnwagen quer durch die Landschaft und Naturschutzgebiete und vermüllen die Landschaft. Sehr zum Unmut der Bevölkerung. Es vergeht kaum eine Woche, in der die Lokalmedien mal nicht über Fälle dieser Art berichten.

An dieser Stelle möchte ich auf einen Artikel im Spiegel verweisen. Darin werden weitere Aspekte beleuchtet und andere Sichtweisen aufgezeigt. Lest ihn euch mal durch, das Problem lässt sich ohne Weiteres auf andere Gegenden übertragen.

Regenwaldschonend leben

Glaubt man aktuellen Zahlen des WWF, so haben die Wälder dieser Erde einen gemeinsamen Gegner.  Die moderne Landwirtschaft. Ein vom WWF veröffentlichtes Positionspapier spricht sogar von 80 % Waldverlust weltweit.

Verbot für Produkte aus Waldzerstörung

Geht dieser Trend ungebremst weiter, so werden bis 2030 weitere 170 Millionen Hektar Waldflächen vernichtet. So eine vorläufige Prognose. Antriebsmotoren für den rasanten Waldverlust sind u.a. Anbauflächen für Palmöl, Soja, Kautschuk und Kakao. Sollten einige Veganer mal bedenken, dass ihre Lebensweise auch Schattenseiten hat. Angesichts dieser Entwicklungen wird die Forderung des WWF nach einem Importverbot solcher Produkte und Erzeugnisse innerhalb der EU verständlich und nachvollziehbar.

Entwaldungsfreie Lieferketten

Im Rahmen der noch bis Samstag stattfindenden Grünen Woche in Berlin haben sich Bundesentwicklungsminister Gerd Müller und der WWF für Lösungen des Problems stark gemacht und eine Bestandsaufnahme der Thematik präsentiert. Herausgekommen ist die Broschüre „Entwaldungsfreies Leben“, welche ihr hier oder unterhalb des Beitrags finden könnt (Quelle: WWF).

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