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Naturschutz – weil's wichtig ist

Kategorie: Nature Conservation UK (Seite 2 von 5)

Biodiversity News #70 erschienen

Zum Mittwoch gibt es heute einen eher nischigen Beitrag für die wohl kleinste Leserschaft dieses Blogs. Jedoch soll diese keinesfalls vergessen werden. Die aktuelle Biodiversity News aus England ist in der Ausgabe 70 erschienen und wartet wieder mit allerhand Infos, Projekten und Fakten über den britischen Naturschutz auf. Wie auch in den letzten Ausgaben ist auch diese sehr regional gehalten und behandelt eher kleinere Projekte. Besonders empfehlenswert ist der Atlas of living Scotland. Diese Datenbank ist vollgepackt mit allerhand Infos zur Artenvielfalt sowie notierten Sichtungen und Funden. Inwieweit das eine gute Idee ist, muss sich erst noch beweisen. Ein klasse Anfang ist er aber allemal. Anfang? Ja genau, die Seite ist noch in vollem Aufbau und wie es sich für eine Datenbank gehört, wächst sie beständig. Vielleicht kann ich im Sommer meinen Teil dazu beitragen. Ebenfalls spannende Beiträge zum Schutz des Roten Eichhörnchens sowie der neue 25 Jahre-Plan des Department for Environment, Food & Rural Affairs (DEFRA). Auch wenn das Thema im deutschsprachigen Raum sehr nischig ist, so lohnt doch ein Blick hinein.

Biodiversity News #69 erschienen

Zum Sonntag gibt es heute einen eher nischigen Beitrag für die wohl kleinste Leserschaft dieses Blogs. Jedoch soll diese keinesfalls vergessen werden. Die aktuelle Biodiversity News aus England ist in der Ausgabe 69 erschienen und wartet wieder mit allerhand Infos, Projekten und Fakten über den britischen Naturschutz auf. Wie auch in den letzten Ausgaben ist auch diese sehr regional gehalten und behandelt eher kleinere Projecte. Natürlich kommt auch das Natura 2000 Vorhaben auf der Insel nicht zu kurz. Empfehlenswert sind die Beiträge über die Moore sowie Schmetterlinge. Schaut es euch mal an und wagt den kleinen Blick über den Tellerrand.

Artenvielfalt durch Hecken stark begünstigt

Wenn es um die Artenvielfalt geht, so sind Hecken unverzichtbare Landschaftselemente. Dienten sie früher hauptsächlich der Abgrenzung verschiedener Ackerschläge, so haben sie sich im Laufe der Zeit zu einem wahren Füllhorn der Biodiversität entwickelt. Leider haben sie in der modernen Landwirtschaft des heutigen Mitteleuropas ein schweres Los und sind weitestgehend aus dem Landschaftsbild verschwunden. Sie müssen hin und wieder gepflegt werden und in Summe schmälern sie den verfügbaren Boden. In Großbritannien kam nun ein Versuch über zwei Jahre zu einem erstaunlichen Ergebnis.

Der Ornithologe Robert Wolton aus Devon, beobachtete über einem Zeitraum von 24 Monaten das Gewusel in seiner hauseigenen 85 m langen Hecke. Im Gegensatz zu Europa ist die Situation in UK nicht ganz so schlimm und man trifft Hecken durchaus noch häufig an. Gezählt wurden alle Tierarten, die mit bloßem Auge erkennbar sind und sich in einem Radius von 2 m zur Hecke aufhalten. Vorbeifliegende Vögel fielen also raus. Innerhalb des Versuches ließen sich 2065 Individuen zählen. Darunter 10 gefährdete Vogelarten und 27 gefährdete Insektenarten.

Anteilige Zusammensetzung der Artengruppen innerhalb der Versuchshecke.

Eindrucksvoll ist auch das Verhältnis zum Rest der Insel. In einer 85 m langen Hecken in Devon (von denen es noch Dutzende mehr gibt) konnten 12 % aller im Königreich bekannten Insekten erfasst werden.  Anhand dieser Zahlen lässt wieder einmal mehr der Wert einer ordentlich geführten Landwirtschaft erkennen. Im Rahmen der Landschaftsbereinigung der letzten Jahre ist so viel Lebensraum verloren gegangen, dass es sich Deutschland in keinster Weise erlauben darf, über den Vogelmord in südlichen Ländern mit erhobenem Zeigefinger zu urteilen. Wir sind keinen Deut besser. Bei uns schlupfen die Vögel gar nicht erst (Quelle: Biodiversity News # 68).

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