Naturgebloggt

Naturschutz – weil's wichtig ist

Kategorie: Naturschutz weltweit (Seite 2 von 9)

International Coastal Cleanup Day 2016

Der jährlich stattfindende Coastal Cleanup Day jährt sich heute zum bereits 30. Mal. Seit drei Jahrzehnten ruft die US Umweltorganisation Ocean Conervancy zu dieser Aktion. Waren es zu Beginn lediglich ein paar ambitionierte Freiwillige, so mauserte sich die Bewegung zur größten ehrenamtlichen Meeresschutzaktion unserer Zeit.

Schaut man sich das Ergebnis des letzten Jahres an, so kann man die Arbeit der Teilnehmer gar nicht hoch ggenug loben. 800.000 Akteure sammelten über 8 Tonnen Unrat aus Meeren und Flüssen und von Stränden.  Natürlich ist dies immer noch ein Tropfen auf dem heißen Stein abgesichst der Menge die jeden Tag neu in die Gewässer gespült wird. Seit 2010 beteiligt sich auch der NABU e.V. an der Aufräumaktion und koordiniert Sammelaktionen an diversen Stellen. Auf seiner Homepage findet ihr weiterführende Infos, Zahlen und Fakten.

Afrikas Luft wird durch Schweizer verschmutzt

clouds-windmill-cropsLuftverschmutzung ist dieser Tage ein großes Problem. Nicht nur im Naturschutz stellt es die Menschen vor gewaltige Aufgaben. Mit der Einfuhr der Feinstaubplakette in deutschen Großstädten hat man zwar einen ersten Schritt getan aber kein Allheilmittel geschaffen. Problematisch ist eben die Tatsache, dass Schadstoffe nicht an irgendwelchen Grenzen stoppen. Stichwort sei hier der Böhmische Nebel im Erzgebirge.

Die schweizer Nichtregierungsorganisation Public Eye wartet nun mit einem weiteren Fall auf, der uns zeigt, dass Luftverschmutzung global betrachtet und angegangen werden muss. Stein des Anstoßes war eine kürzlich von der UNO publizierte Studie die besagt, dass sich die Luftqualität Afrikas immer weiter verschlechtert. Wie passt da die Schweiz ins Spiel? Ganz einfach. Schweizer Firmen verkaufen massenhaft verunreinigten Treibstoff an Afrikaische Endkunden. In einer mehrjährigen Recherchearbeit hat Public Eye die Misstände nun dokumentiert und aufgedeckt. Die Kollegen von naturschutz.ch haben dazu einen ausführlichen Artikel veröffentlicht, den ich euch hiermit sehr ans Herz lege.

Der Verkauf von dreckigem Treibstoff reiht sich nahtlos ein in den Handel mit Emissionsrechten. So lange Profitgier ein stärkerer Antrieb ist als Naturverbundenheit steuern wir wahrlich dunklen Zeiten entgegen (Quelle: naturschutz.ch).

Pflanzenvielfalt stark bedroht. Nicht nur in der Schweiz.

Glaubt man aktuellen Zahlen aus der Schweiz, so sind 28% der ca. 2700 einheimsichen Pflanzenarten bedroht oder gefährdet. Zählt man dazu die 16% der potentiell gefährdeten Arten, so zeichnet sich für knapp die Hälfte der Schweizer Flora ein düsteres Bild.

flagge-schweiz-fahne-schweizBesonders drastisch wird die Situation, wenn man die akuelle Rote Liste mit der Version aus 2002 vergleicht. Als Hauptursachen für den Rückgang an Artenvielfalt werden u.a. Lebensraumverlaust sowie die sinkende ökologische Qualität in den noch vorhandenen Lebensräumen angegeben aber auch das Überdüngen der Felder mit Stickstoff verschlechtert die Situation. Das Fehlen von Hecken, Gewässerrandstreifen sowie Trockenwiesen wirkt sich fatal auf da einheimische Artinventar aus. Urbane Gebiete sind von der Artenarmut besonders betroffen.

Jetzt mag sich der geneigte Leser fragen, wieso ich euch davon berichte. Nun, die Situation samt Ursachen kann man eins zu eins auf Deutschland übertragen (Quelle: naturschutz.ch).

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