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Naturschutz – weil's wichtig ist

Kategorie: Neue Wege (Seite 1 von 10)

Schuhwerk aus Algen

Algen sind nicht nur wichtige Filtrierer und Nahrungsquellen in den Meeren und Ozeanen, sie können nauch zum Problem in den Gewässern werden. Nehmen die Algenbestände zu und verbrauchen mehr Sauerstoff, droht ein Gewässer „umzukippen“. Meist passiert dies als Folge einer Eutrophierung und das Ableben der Wasserorganismen ist eine mögliche Folge. Ein Unternehmen aus Großbritannien versucht dieses Problem nun in den Griff zu bekommen. Mit Schuhen.

Schuhe aus Algen

Die Algenbestände in den Gewässern werden durch steigende Temperaturen begünstigt. Eine steigende Algenproduktion ist die Folge. Eine Möglichkeiten zur Beseitigung der Wasserpflanzen ist die Mahd. Mittels Mähbooten wird der Grund von der grünen „Plage“ befreit und das Gewässer kann wieder atmen. Eine andere, weitaus kreativere Lösung sind Schuhe. Algen werden schon seit geraumer Zeit als Grundlage einer Vielzahl an Produkten genutzt. Eine davon ist Schaumstoff. Das machen sich die Unternehmen Vivobarefoot (London, UK) und Bloom (Mississippi, USA) zu nutze und fertigen in Kooperation einen Sportschuh aus Algen. Die Firma Bloom übernimmt dabei den Part des Zulieferes, hat man sich doch auf die Beerntung von Teichen und Seen spezialisiert. Die so gewonnene Biomasse nutzt Bloom um daraus eine Art Schaumstoff mit dem klangvollen Namen Ethylen-Vinylacetat (EVA) herzustellen. Dieser Stoff dient Vivobarefoot als Grundlage für den fertigen Schuh.

Eine Abbildung einer Algenpflanze unbestimmter Art.

Algen-Schuhe mindern CO2-Fußabdruck

Glaubt man den Aussagen der Akteure, so wird durch die Herstellung eines Paar Sneakers 215 Liter sauberen Wassers zurück ins Ökosystem geführt und 40 Ballons CO2 eingespart. Auf die Frage, warum man sich so einen Schuh aus Algen überhaupt kaufen sollte, gibt es auch eine passende Antwort. Algenblüten bedrohen das marine Leben weltweit. Chemie-Abfälle, die zumeist mit Nitraten und Phosphor angereichert sind, sickern in unsere Gewässer und bieten den perfekten Nährboden für Algen. Diese wiederum setzen Toxine frei, die schädlich für Mensch und Tier sind. Algen entziehen dem Wasser zudem Sauerstoff und schirmen Sonnenlicht ab, welches essenziell für alle Lebensformen im Meer ist. Eine Algenplage führt deshalb zu einem Massensterben im Wasser und damit zusammenhängend von Lebewesen, die ihre Nahrung aus dem Meer beziehen. Wer schon jetzt ungeduldig mit den nicht algen-beschuhten Füßen wackelt, muss sich noch etwas gedulden. Ab Juli wird der Ultra III online zu erwerben sein (Quelle: utopia.de).

 

 

CO2-Dünger aus der Luft gewinnen

Ein weißes Logo mit grüner Umrandung, welches den Schriftzug CO2 zeigt.Das Treibhausgas Kohlenstoffdioxid oder salopp CO2 genannt, ist eines der größten Umweltprobleme unserer Zeit. Durch anhaltende Emmissionen verändert dieses Gas langsam aber sicher die Umwelt. An sich wäre es schon lange Zeit für ein Umdenken aber die Faulheit und Borniertheit Bequemlichkeit der Menschen machen einen Wandel schwer. Zum Glück sind nicht alle Köpfe so lustlos, sondern suchen nach Lösungen um mit dem aktuellen Überschuss an CO2 Gutes zu tun. Aus diesem Ansinnen ist in der Schweiz eine Weltpremiere entstanden. Wenn das nicht Schule macht…

CO2-Dünger aus der Luft gewinnen

Im schweizerischen Hinwil wird  zum ersten Mal für kommerzielle Zwecke der Umgebungsluft CO2 entzogen, gefiltert und in einem nahen Gewächshaus als Düngemittel genutzt. Damit zeigt die Schweiz, wenn sie nicht gerade Statbäume in Zürich abholzen lässt, dass keine Idee zu utopisch ist.

Ort des Geschehens ist die Müllverwertungsanlage des Zweckverbands Kehrichtverwertung Zürcher Oberland (KEZO) in Hinwil. Auf deren Dach verrichten 18 Ventialtoren ihren Dienst und saugen kontinuierlich die Umgebungsluft an. Die Kollegen von naturschutz.ch haben diesem Novum einen ausführlichen Beitrag gewidemt, den ich euch an dieser Stelle verlinke und ans Herz lege.

Eine morgendliche Aufnahme von Industrieanlagen.

Die Maker Faire in Chemnitz – Tag 2

Auch der zweite Messetag der Maker Faire in Chemnitz wusste zu überzeugen. Hielt man die Gänge am gestrigen Samstag schon für gut gefüllt, so wurde dieser Eindruck heute noch getoppt. Augenmerk lag heute Vormittag auf Familienprogramm. Dazu hatten sich die Veranstalter etwas ganz Besonderes einfallen lassen.

Maker Faire – Familienfreundlich und interaktiv

Kinder sind die Gestalter von morgen. Dieser Grundsatz ist einer der wichtigsten in der Gesellschaft. Um dem gerecht zu werden haben sich die Veranstalter der Messe in Kooperation mit der TU Chemnitz etwas besonderes einfallen lassen. In der „Kinder-Uni“ erfuhren die Knirpse wie eine Brennstoffzelle funktioniert und wie diese Technik die Antriebstechnik in der Fahrzeugbranche beeinflussen könnte. Die Veranstaltung war interaktiv und die Kleinen durften auf der Bühne des großen Saals vollen (Körper-) Einsatz zeigen. Klasse Aktion.

Maker Faire – das Messehighlight auf den zweiten Blick

Am zweiten Tag, wenn man die Stände schon ausgiebig sondiert und eingeordnet hat, schweift der Blick etwas ruhiger über die Aussteller. Mein Blick erspähte so das subjektive Messehighlight. Die Jungs und Mädels von RollGut.com stellten ihr All-in-one-Federmäppchen mit integriertem Schreibblock vor. So simpel wie die Idee auch ist, so genial ist dieser Gedanke. Ich könnte es nicht besser beschreiben als die Köpfe dahinter, daher versuche ich es gar nicht erst sondern verlinke zu deren Seite. In wenigen Wochen startet der Kickstarter und hofft auf viele fleißige Unterstützer. Fazitär war die Messe ein Erlebnis. Viele interessante Typen und Themen kennengelernt und nette Gespräche gehabt. Gerne wieder.

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