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Naturschutz – weil's wichtig ist

Kategorie: Neue Wege (Seite 2 von 10)

Die Maker Faire in Chemnitz – Tag 1

Oftmals sind es die kleinen Ideen und Gedanken, die zu etwas Großem werden. Kreativität kann für eine Gesellschaft sehr bereichernd und für den Einzelnen mitunter sehr interessant sein. In Chemnitz tagt an diesem Wochenende die erste Maker Faire-Messe in Sachsen und bietet den Erfindern und Bastlern von morgen eine Plattform sich dem geneigten Publikum zu präsentieren. Und das lohnt sich.

Maker Faire – eine Messe für kreative Bastler

Im Foyer der Stadthalle reihen sich Stände aneinander die unterschiedlicher nicht sein könnten. Hier präsentieren Hobby-Erfinder und professionelle Dienstleister ihre neuesten Errungenschaften. Durch den hohen Besucherandrang ist es gar nicht mal so einfach die Stände aus der Nähe zu betrachten. Mit etwas Geduld gelingt dies aber doch und das Warten wird mit interessanten Gesprächen belohnt. Bspw. über eine Variante de 3D-Drucks, die auf Holzfasern und Mehl aus Fruchtkernen setzt. Zum Einsatz kommt diese Technologie im Verpackungswesen. Das 3D-Druckverfahren wird auf der Messe von vielen Ausstellern behandelt. An einem Stand lässt sich die Entstehung einer 115 cm hohen Rakete miterleben. Leider wurde dieses Exponat während meines Besuches nicht fertig.

Maker Faire – Vorträge über Innovation und Zeitgeist

Über den ganzen Messetag verteilt wurden diverse Vorträge zu den unterschiedlichsten Themen geboten. Einer handelte u.a. über die Möglichkeiten von 3D Druck (schon wieder 3D-Druck 😉 ) in der Bildung. Die Möglichkeiten dahingehend sind schier grenzenlos. Wer sich die Messe live anschauen möchte, der hat heute noch von 10-18 Uhr die Gelegenheit. Das Programm sowie die Liste der Aussteller findet ihr hier.

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Deutschland ist Schlusslicht bei Elektromobilität

Deutschland ist bekanntlich ein digitales Neandertal. Netzausbau und Mondpreise verhindern eine angemessene Entwicklung. Aber diese rote Laterne reicht anscheinend nicht, denn schaut man zur Elektromobilität, so verschläft Deutschland gerade einen weiteren Trend.

Bei Elektromobilität ein Entwicklungsland

Global gesehen sind Elektrofahrzeuge auf dem Vormarsch. Vergleicht man die Zahl der Zulassung aus dem Jahr 2011 mit aktuellen Werten, so sind diese um das Zwanzigfache gestiegen. In Zahlen sind das ca. zwei Millionen. Wie einem neuen Bericht des WWF zu entnehmen ist, werden Möglichkeiten geprüft, die aufkommende Elektroflotte als Speicher für erneuerbare Energien zu nutzen. Technisch ist das durchaus machbar und wirtschaftlich attraktiv soll es obendrein auch sein. Allem Anschein nach sieht Deutschland diesem Trend in aller Ruhe beim Vorüberziehen zu. Meine persönliche Meinung über Elektromobilität ist nicht ganz unkritisch. In meinen Augen wählt man zwischen Pest und Cholera. Die Erzeugung der Akkus sowie der benötigte Strom kommen schließlich nicht aus dem Nichts sondern belasten ebenfalls die Umwelt. Den Report habe ich unterhalb des Beitrages eingebunden (Quelle: WWF).

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Mit Tomaten und Eiern zu nachhaltigen Autoreifen

Die Automobilindustrie bemüht sich, ihre Produkte immer umweltfreundlicher zu machen. Vieles ist Augenwischerei und Betrug. Manches aber sinnvoll und effektiv. Ob nun Elektrofahrzeuge das Ruder herumreißen und die Umweltbelastungen senken können ist noch fraglich. Bleibt doch zumindest ein Faktor unverändert. Die Reifen. Ein interessantes und ambitioniertes Vorhaben möchte den Verbrauch an Kunststoff und Erdöl nun senken. Mit Eierschalen und Tomaten.

Durch neue Materialien zu nachhaltigen Autoreifen

In Autoreifen steckt viel mehr als nur Gummi. Unter den ca. 30 % Zusatzstoffen nimmt Ruß den Hauptbestandteil ein. Durch die Verwendung der künstlich hergestellten Alternative zu Kohlenstoff soll die Lebensdauer des Gummis verbessern. Allerdings ergeben sich daraus zwei gravierende Nachteile. Ruß besteht aus Erdöl und erzeugt auf der Straße durch den Abrieb Feinstaub. Dieses Problem möchte das Team um die  Wissenschaftlerin Katrina Cornish von der Ohio State University nun angehen und lösen. Sie untersuchten den Füllrußstoff und schauten nach Alternativen. Überraschenderweise wurden sie in den Abfällen der Lebensmittelindustrie fündig. Ihren Erkenntnissen nach, lassen sich Tomaten und Eierschalen durchaus ebenfalls als Füllstoff verwenden. Dadurch könnte in Zukunft Ruß teilweise ersetzt werden.

Tomaten und Eierschalen zu besseren Reifen

Nach ersten Testversuchen stellte sich heraus, dass Gummireifen mit zermahlenen Eierschalen und Tomatenresten als Zusatz mindestens so gute Eigenschaften haben wie herkömmliche Reifen mit Ruß. In vielen Punkten sind sie denen sogar überlegen. Denn Eierschalen besitzen eine mikroporöse Oberfläche, die das Gummi wesentlich stärker an sich bindet als Ruß. Die Folge sind weniger Abrieb und Feinstaubemissionen. Sogar optisch bieten die neumodischen Reifen einen Hingucker. Durch die enthaltenen Tomatenschalen sind diese nämlich leicht rötlich (Quelle: Natur.de).

 

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