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Naturschutz – weil's wichtig ist

Kategorie: Ozeane (Seite 2 von 6)

Meeresatlas 2017 erschienen und zeigt den schlechten Zustand der Meere

Alles Leben kommt bekanntlich aus dem Meer und noch heute übt dieser Lebensraum eine ungeheuere Faszination auf uns Menschen aus. Die Unterwasserwelt ist zum größten Teil unerforscht und steht schon alleine deshalb im Fokus der Wissenschaft. Dennoch muss sich das Meer allerhand Schandtaten seitens Menschen gefallen lassen. Verschmutzung und Raubbau machen auch vor ihm nicht Halt.

Meeresatlas 2017: Daten und Fakten über den Umgang mit dem Ozean

Das Meer dient, wie viele denken, nicht nur dem persönlichen Vergnügen. Ohne die Meere wäre kein Leben auf der Erde entstanden. Ferner regulieren die Wasserflächen der Erde das KLima, ähnlich wie die Wälder. Aber auch als Grundlage für Nahrung und Energie müssen die Ozeane herhalten. Oftmals sehr zu ihrem Leidwesen. Überfischung, Raubbau und Verschmutzung setzen den Unterwasserlebensräumen sehr zu. Daher ist eine Umstellung auf nachhaltige und schonende Wirtschaftsweisen mehr als angeraten. Genaud a setzt der Meeresatlas 2017 an. Er liefert Fakten, Daten und Zusammenhänge für eine umweltvertägliche Nutzung der Meere.Mit mehr als 50 farbigen Illustrationen wird der schlechte Zustand der Weltmeere aufgezeigt und auf Lösungen hingewiesen. Aber am Ende liegt es doch wieder an uns (Quelle: Heinrich Böll Stiftung).

Meeresatlas 2017 kostenfrei bestellen.

 

Ozeane und Meere leiden unter unserem Müll

Die Verschmutzung unseres Planeten schreitet voran. Täglich gelangen Tausende Tonnen Abfall in die Umwelt. Besonders eindrucksvoll zu sehen an Rastplätzen oder entlang beliebiger Autobahnen. Aber der Müll beschränkt sich nicht auf die Landmassen der Erde. Er gelangt auch in die Meere und Ozeane. Die Ausmaße dessen sind gigantisch.

Ozenae und Meere als Müllkippen

Es ist kein Geheimnis, in den Meeren und Ozeanen der Erde schwimmen Unmengen an Müll. Besonders eindrucksvoll sind die riesigen Müllberge im Pazifik. Mittlerweile ist diese Thematik sehr gut erforscht und dokumentiert. So gibt es Strömungskarten, die die genauen Wege des Abfalls aufzeigen und prognostizieren.

Datenbank zum Müll der Meere

Ein Team aus Forschern des Alfred-Wegener-Instituts hat sich nun zum Ziel gesetzt, alle verfügbaren Daten in einer Datenbank zu bündeln, auszuwerten und up to date zu halten. In der AWI-Litterbase werden nicht nur Verteilung und Position des Abfalls aufgezeigt, sondern auch die schädlichen und oftmals unterschätzten Einflüsse auf die Meereslebewesen und Wasservögel. Schon jetzt geben die aktuellen Zahlen Grund zur Sorge, denn ca. 34% der untersuchten Organismen verspeisen menschlichen Abfall, 31 % besiedeln unseren Müll und ca. 30 % verfangen sich in entsorgten Netzen, Getränkehaltern etc. und finden ein qualvolles Ende. In Summe sind ca. 1220 Arten von der anhaltenden Verschmutzung betroffen. Die Datenbank in Form eines Onlineportals steht ab jetzt allen Interessierten zur Verfügung und ist definitiv mehr als einen Blick wert (Quelle: natur.de und awi.de).

Litterbase: Online Portal für Müll im Meer

Überfischung führt zu Hungersnöten

Eine Silhouette eines Fisches. Überfischung. Ein Problem unserer Zeit. Glaubt man einer aktuellen Prognose des WWF, so werden im Jahr 2050 mehrere Millionen Menschen im globalen Süden nicht mehr in der Lage sein, sich ihr Grundnahrungsmittel zu leisten. Statt ihn zu essen werden sie ihn exportieren müssen um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

 

Überfischung als Problem der Zukunft

Karoline Schacht, Fischexpertin des WWF, ist guter Dinge, dass es in 35 Jahren mehr Fisch in den Ozeanen und den Netzen geben wird, als es häufig vorhergesagt wird. Allerdings nur bei nachhaltiger Nutzung. Aber sie beklagt auch, dass dieser Fisch nicht dort landet wo er als Nahrung gebraucht wird. Angesichts des zunehmenden Problems der Überbevölkerung eine ernste Tatsache. Sollte dies eintreten, so würden mehr Menschen hungern obwohl es mehr Wildfisch gibt.

Überfischung mit Nachhaltigkeit stoppen

Wissenschaftler der Universität Kiel analysierten im Auftrag des WWF, wie viel Fisch im Jahr 2050 aus nachhaltig aus den Meeren geholt wird. Anhand dieser Daten berechneten sie, ob diese Menge für alle Menschen reichen würde. Besonders die Südländer hängen von Fisch als Grundnahrungsmittel und Proteinquelle ab. Mittlerweile stellen sie aber 61 % des weltweiten Fischexports. Tendenz steigend.

Laut dem Forscherteam kann der weltweit ansteigende Bedarf an Fisch nur verbessert werden, wenn das Fischereiwesen grundlegend verbessert wird. Darunter fallen auch Schutz der Biodiversität und sinkende Belastung der Gewässer. Auf der Themenseite des WWF findet ihr weitere Infos und Hintergründe (Quelle: WWF).

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