Naturgebloggt

Naturschutz – weil's wichtig ist

Kategorie: Smartphone Apps (Seite 2 von 5)

Berlins Stadtnatur entdecken

In Zeiten von Pokémon GO! darf nicht unerwähnt bleiben, dass man sein Smartphone auch sinnvoll nutzen kann. Daher habe ich mir die App Naturblick vom Berliner Naturkundemuseum angeschaut. Das feine Stückchen Software steckt noch in den Beta-Schuhen, macht aber schon jetzt einen ausgereiften Eindruck. Herzstück der App sind Bestimmungshilfen und Artsteckbriefe zum Erkennen von Flora und Fauna. Extra Schmankerl: eine automatische Lauterkennung bringt Ordnung in das Gezwitscher in den Bäumen. Schwerpunktmäßig bezieht sich die App auf den Großraum Berlin, ist aber auch in anderen Bereichen der Republik anwendbar.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Alle Berliner können sich mittels Karte Naturorte und deren Artenvielfalt anzeigen lassen und spezielle Wanderrouten zu diversen Umweltthemen erkunden. Wie bereits erwähnt ist die App aktuell noch auf Berlin begrenzt, eine Ausweitung auf andere Städte oder Regionen Deutschlands ist aber durchaus möglich. Kommt halt auf den Erfolg an. Unterstützt wurde die App durch das Umwelt, Naturschutz, Bau & Reaktorsicherheit (BMUB). Naturblick gibt es vorerst nur für Android (eine iOS Version ist aber in Arbeit) und kann im Google Play Store heruntergeladen werden.

Mittels App zum Pflanzennamen

Nach langer Pause ist es mal wieder an der Zeit, diese Kategorie zu befüllen. Tun möchte ich dies mit der Vorstellung einer App, dies zu meinen Studentenzeiten hätte geben sollen und die bestimmt so machen Freizeitbotaniker glücklich macht. Die Rede ist von Like That Garden. Mit Hilfe dieser App lassen sich Pflanzen via Foto bestimmen. Es ist wirklich so einfach wie es klingt. Handy zücken, Bild schießen und die App erledigt den Rest. Bei meinen heimischen Zimmerpflanzen funktioniert es erstaunlich gut. Trefferquote nahe 100 %. Bei geeignetem Wetter werde ich mal vor die Tür gehen und sie im Felde erproben. Die App ist kostenpflichtig (3,19€) und für Android sowie iOS erhältlich. Hinter den Apps steht keinesfalls ein Unbekannter. Just Visual hat sich in der Szene der „Erkennungs-Apps“ schon einen Namen gemacht und genießt bei mir einen gewissen Vetrauensbonus. Weiter Apps für Android von Just Visual findet ihr hier.

Faunistische- und botanische Bestimmung bald per App?

Aus meinen frühen Studententagen ist es mir noch sehr gut bewusst und in Erinnerung geblieben. Das Bestimmen von Tieren und Pflanzen hinsichtlich typischer Merkmale und Eigenarten. Was die ersten drei Exemplare noch Spaß macht, artet ab dem vierten in Arbeit aus und erfordert Geduld, Selbstdisziplin und Fleiß. Aber vor allem Freude an der Sache. Irgendwann werden die Blicke ins Bestimmungsbuch seltener und man erkennt beim Sonntagsspaziergang immer mehr Arten und schindet nebenbei mächtig Eindruck. Aber was vor und nach mir unzählige Studenten beschäftigt und so manche hoffnungsvolle Karriere im Naturschutz vereitelt hat (Landschaftsplanung mal ausgenommen) könnte bald ein Relikt der Vergangenheit sein. Der Bestimmungsgang für Flora und Fauna könnte nun bald digital mittels Smartphone bewerkstelligt werden. So zumindest stellen es sich Informatiker der Universität Jena vor. Das Team am Lehrstuhl Digitale Bildverarbeitung rund um Prof. Dr. Joachim Denzler, namentlich Dr. Erik Rodner und Marcel Simons (Doktorand), haben einen Algorithmus geschrieben, der es dem Rechenknecht ermöglicht, anhand Internetbildern das Aussehen von Tieren und Pflanzen zu erlernen und Zusammenhänge herzustellen. In den nächsten Jahren möchte man die Genauigkeit verbessern und den Detailgrad der Suchkriterien erhöhen. Mit dieser Schöpfung spielen die Forscher aus Jena in einer Liga mit Google und Co. „Bereits wenige Tage nach der Onlinepublikation des Verfahrens wurden unsere Ergebnisse von anderen Gruppen aufgenommen und zitiert“, so Doktorand Marcel Simons. Natürlich werden auch hier wieder Stimmen laut die befürchten, dass der nächste Schritt die Erkennung von Gesichtern sein. Diesen sei aber gesagt, besagter Schritt ist längst vorbei und so lange sich Leute freiwillig bei Instagram und Co taggen kann es doch nicht allzu schlimm sein oder *zwinkendersmiley* (Quelle: IDW-online)?

Läuft mit WordPress & Theme erstellt von Anders Norén