Naturgebloggt

Naturschutz – weil's wichtig ist

Kategorie: The Greenman says (Seite 1 von 60)

Naturentfremdung wächst weiter

Die Natur hat es dieser Tage nicht leicht mit uns Menschen. Immer mehr wächst der Bevölkerungsdruck auf die natürlichen Ressourcen und ein Ende scheint nicht in Sicht. Die Wertschätzung für Natur und Landschaft befindet sich im freien Fall und nur noch wenige Leute da draußen kennen überhaupt ein paar Pflanzen bei ihrem Namen geschweige denn wissen, wie eine intakte Wiesen- oder Waldgesellschaft aussieht. Alles Dinge, die unsere Großeltern noch selbstverständlich wussten. Aber woher kommt die Naturverdrossenheit? Ist es das clicky-bunti-irgendwas-mit-Medien-Zeitalter oder liegen die Gründe woanders?

Natur bald ein Fremdwort?

Als Naturschützer kämpft man seit jeher gegen Windmühlen. Egal ob aus Landwirtschaft, Forst oder irgendeiner anderen Branche, man ist in der Regel der Buhmann, der ewig Gestrige, der Baumknutscher oder der Fortschrittsbremser. Natur hat bei der Bevölkerung zwischen 16 und 40 Jahren einen schweren Stand.

In dieser Lebensphase stehen andere, wichtige Dinge scheinbar im Vordergrund. Die Berufsausbildung, das Studium, dann der erste Job und die endlos lange Karriereleiter. All das will im Leben gemeistert werden. Erst mit dem eigenen Nachwuchs kommt die Rückbesinnung auf das wirklich wichtige.

Mit den eigenen Kindern kommt die Vergänglichkeit und das Einsehen, dass das Leben zu kurz ist um nur Handys zu beobachten. Leider finden nur wenige den Weg zurück zur Natur. Heutige Helikoptereltern fallen schlicht in Ohnmacht, wenn das Kind dreckig und mit aufgeschlagenen Knien nach hause kommt.

Dabei ist das für die Entwicklung wichtig und notwendig. Jedes anständige Kind sollte mindestens einmal gepflegt vom Baum gefallen sein. Stattdessen wird Jagd auf digitale Monster gemacht, die meiste Zeit auf einen Bildschirm gestarrt.

Oftmals fehlt den Eltern die Zeit und die Lust mit ihrem Spross in die Natur zu gehen und ihnen diese näher zu bringen. Ein 9 to 5 allein ist aber kein ausschlaggebender Grund. Es ist oftmals die Faulheit.

Kinder oder sich selbst auf der Couch geparkt, Bildschirm an und fertig. Wieso da noch aufwändig in den Wald oder über die Wiesen gehen? Auf der Seite von Spektrum ist ein durchaus lesenswerter Artikel zu genau diesem Thema erschienen. Lest ihn euch bitte durch und reflektiert euer eigenes Verhalten.

Wie steht ihr dazu? Zieht es euch in die Natur oder ist sie für euch nur ein Mittel zum Zweck, weil man sie auf dem Weg zur Arbeit queren muss?

Link zum Spektrum-Artikel „Warum wird uns Natur immer fremder?“.

Ressourcen für dieses Jahr aufgebraucht – abmorgen leben wir auf Pump

Ähnlich wie der Tag der Steuerzahler symbolisiert der „Ökoschuldentag“ (Earth Overshoot Day) etwas drastisches, nämlich den Moment, an dem die Menschheit mehr Ressourcen verbraucht, als unser Planet innerhalb eines Jahres auf natürlichem Wege erzeugen kann. Rolf Buschmann vom BUND und Experte für Ressourcenschutz spricht es klar aus: “ Ab diesem Donnerstag leben wir auf Pump“. Natürlich handelt es sich bei diesem Pump um die Sorte, welche nie zurückgezahlt wird.  Während der eingangs erwähnte Tag der Steuerzahler seit Jahren immer mehr ans Jahresende rückt, saust der „Ökoschuldentag“ an den Jahresanfang. Wie mir Roland Gramling, Press Officer beim WWF, mitteilte, sind es stolze 6 Tagen pro Jahr.  Der anhaltende übermäßige Konsum und eine vollkommen kaputte sowie verrückte Wahrnehmung von Werten haben die Menge an natürlichen Ressourcen, bspw. Gas, Öl, Wasser und Land, auf ein bedrohliches Minimum schrumpfen lassen. Sind diese Rohstoffe einmal verbraucht, so sind sie nahezu unwiederbringlich zerstört. Diese gespielte und scheinbare Unbekümmertheit lässt mich an der Menschheit zweifeln. Die (nicht nur) Tech-Blogs dieser Welt feiern jede neue Gerätereihe, Google möchte mit 30 $-Handys Indien erobern und die Fangemeinde möchte haufenweise neue Smartphones im Jahrestakt. Selten bis gar nicht wird über den so entstandenen bzw. entstehenden Müll gesprochen, von der Belastung der Rohstoffe ganz zu schweigen. In einer Welt, die vollkommen auf Wachstum ausgelegt wird, muss man sich Gedanken machen, was passiert, wenn die Rohstoffe verbraucht sind. Leider wird es sich in absehbarer Zeit nicht ändern, dafür geht es uns im satten, dekadenten Europa noch zu gut. Irgendwie fallen mir dazu ein paar Worte meiner Lieblingsband ein: …the train it won’t stop going no way to slow down

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Jugendliche filmen die Artenvielfalt – ein neues Projekt des BfN soll Lust auf Natur machen

Die Jugend dieser Tage hat eindeutig Nachholbedarf in Sachen Umwelt- und Naturbewusstsein. Eine entsprechende Studie des BfN von 2013 gibt an, dass es bei den jüngeren Menschen oft weniger Interesse und Engagement vorherrscht als beim Bundesdurchschnitt. Um diesem Trend entgegen zu wirken, hat das Bundesamt für Naturschutz das Projekt  „Green Cut – Jugend filmt biologische Vielfalt“ ins Leben gerufen und unterstützt es mit 135.000 Euro. Das Projekt kommt mit einem innovativen und ungewöhnlichen Ansatz daher. Es soll die Zielstellung haben, dass Jugendliche sich mit der Artenvielfalt filmisch auseinander setzen. Im Klartext: Sie recherchieren, filmen, schneiden, bearbeiten und produzieren ihren eigenen Film über die Biodiversität. In insgesamt 15 bundesweiten Workshops sollen Fertigkeiten der Filmbearbeitung aber auch der Wert der biologischen Vielfalt vermittelt werden. Hauptzielgruppe sind junge Menschen, die im Regelfall nicht im Naturschutz aktiv sind oder mit Naturschutz in Kontakt kommen. Angelegt ist eine Laufzeit von drei Jahren. Die Gesellschaft für Solidarität und Partnerschaft e.V. zeigt sich für das Vorhaben verantwortlich und stellt die fertigen Filme auf diversen Plattformen der breiten Masse zur Verfügung. Weitere Infos zu diesem, wie ich finde sehr ambitionierten, Projekt gibt es hier und hier.

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