Naturgebloggt

Naturschutz – weil's wichtig ist

Kategorie: The Greenman says (Seite 1 von 60)

Ressourcen für dieses Jahr aufgebraucht – abmorgen leben wir auf Pump

Ähnlich wie der Tag der Steuerzahler symbolisiert der „Ökoschuldentag“ (Earth Overshoot Day) etwas drastisches, nämlich den Moment, an dem die Menschheit mehr Ressourcen verbraucht, als unser Planet innerhalb eines Jahres auf natürlichem Wege erzeugen kann. Rolf Buschmann vom BUND und Experte für Ressourcenschutz spricht es klar aus: “ Ab diesem Donnerstag leben wir auf Pump“. Natürlich handelt es sich bei diesem Pump um die Sorte, welche nie zurückgezahlt wird.  Während der eingangs erwähnte Tag der Steuerzahler seit Jahren immer mehr ans Jahresende rückt, saust der „Ökoschuldentag“ an den Jahresanfang. Wie mir Roland Gramling, Press Officer beim WWF, mitteilte, sind es stolze 6 Tagen pro Jahr.  Der anhaltende übermäßige Konsum und eine vollkommen kaputte sowie verrückte Wahrnehmung von Werten haben die Menge an natürlichen Ressourcen, bspw. Gas, Öl, Wasser und Land, auf ein bedrohliches Minimum schrumpfen lassen. Sind diese Rohstoffe einmal verbraucht, so sind sie nahezu unwiederbringlich zerstört. Diese gespielte und scheinbare Unbekümmertheit lässt mich an der Menschheit zweifeln. Die (nicht nur) Tech-Blogs dieser Welt feiern jede neue Gerätereihe, Google möchte mit 30 $-Handys Indien erobern und die Fangemeinde möchte haufenweise neue Smartphones im Jahrestakt. Selten bis gar nicht wird über den so entstandenen bzw. entstehenden Müll gesprochen, von der Belastung der Rohstoffe ganz zu schweigen. In einer Welt, die vollkommen auf Wachstum ausgelegt wird, muss man sich Gedanken machen, was passiert, wenn die Rohstoffe verbraucht sind. Leider wird es sich in absehbarer Zeit nicht ändern, dafür geht es uns im satten, dekadenten Europa noch zu gut. Irgendwie fallen mir dazu ein paar Worte meiner Lieblingsband ein: …the train it won’t stop going no way to slow down

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Jugendliche filmen die Artenvielfalt – ein neues Projekt des BfN soll Lust auf Natur machen

Die Jugend dieser Tage hat eindeutig Nachholbedarf in Sachen Umwelt- und Naturbewusstsein. Eine entsprechende Studie des BfN von 2013 gibt an, dass es bei den jüngeren Menschen oft weniger Interesse und Engagement vorherrscht als beim Bundesdurchschnitt. Um diesem Trend entgegen zu wirken, hat das Bundesamt für Naturschutz das Projekt  „Green Cut – Jugend filmt biologische Vielfalt“ ins Leben gerufen und unterstützt es mit 135.000 Euro. Das Projekt kommt mit einem innovativen und ungewöhnlichen Ansatz daher. Es soll die Zielstellung haben, dass Jugendliche sich mit der Artenvielfalt filmisch auseinander setzen. Im Klartext: Sie recherchieren, filmen, schneiden, bearbeiten und produzieren ihren eigenen Film über die Biodiversität. In insgesamt 15 bundesweiten Workshops sollen Fertigkeiten der Filmbearbeitung aber auch der Wert der biologischen Vielfalt vermittelt werden. Hauptzielgruppe sind junge Menschen, die im Regelfall nicht im Naturschutz aktiv sind oder mit Naturschutz in Kontakt kommen. Angelegt ist eine Laufzeit von drei Jahren. Die Gesellschaft für Solidarität und Partnerschaft e.V. zeigt sich für das Vorhaben verantwortlich und stellt die fertigen Filme auf diversen Plattformen der breiten Masse zur Verfügung. Weitere Infos zu diesem, wie ich finde sehr ambitionierten, Projekt gibt es hier und hier.

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Hitzschlag bei Fledermäusen

Die zurückliegenden Tage waren für uns alle nicht einfach. Der Wechsel von warm und heiß hin zu regnerisch und kühl haute so manchen Kempen aus den Socken und lies uns in die Kühle flüchten. Uns Zweibeinern geht es aber nicht alleine so. In unzähligen Flyern, Aufrufen und Infosendungen sehen wir Hunde und Kleinkinder die im Auto zurückgelassen oder vergessen wurden. Nebenbei gesagt, ist das eine riesen Sauerei. Logischerweise sind bei solchen Temperaturen Dachwohnungen effektiver als der Schicksalsberg und jede finnische Sauna. Und damit kommen wir zum Problem. Mit den heißen Tagen kommt auch die Leidenszeit für Fledermäuse. Viele meiner Kollegen sind dieser Tage auf Achse und suchen die bekannten Wohnquartiere auf um den Schaden in Grenzen zu halten. Fledermäuse finden in der freien Natur leider immer weniger natürliche Höhlen und ziehen sich daher in Dachgeschosse von Wohnhäusern zurück. Wenn sich dann dort die Hitze staut, kann es schon mal zu viel für die kleinen Tierchen werden. Entweder fallen sie von der Decke oder, was für viele Bewohner sicherlich schlimmer ist, sie verkriechen sich in die Wohnungen unterhalb. Ich selbst habe in Chemnitz regelmäßigen Kontakt mit ein paar Kirchen bzw. deren Vorstehern und schaue auch hin und wieder mal vorbei. Als die Temperaturen vor zwei Wochen so besonders nach oben schossen, konnten wir unter einem Kirchendach 45 Grad feststellen. Das ist mal eine Ansage. Rudolf Leitl, vom bayerischen NABU und Partner des LBV, hat ein paar Tipps für eine eventuelle Begegnung mit entkräfteten Tieren. So sollen diese in kühlere und vor allem katzensichere Bereiche gebracht werden. Tropft man ihnen dann per Pipette oder Löffel etwas Wasser in den Mund wird dies bereitwillig angenommen und man sieht förmlich den kleinen Körper erstarken. Aber es gilt auch etwas zu beachten: Fledermäuse bitte nur mit behandschuhten Händen anfassen und daran denken, dass verängstigte Tiere auch zur Abwehr beißen können (Quelle: NABU).

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