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Naturschutz – weil's wichtig ist

Kategorie: Weltgeschehen (Seite 1 von 11)

Schaden durch Naturkatastrophen nimmt zu

Normalerweise berichte ich hier auf dem Blog über die Natur als Geschädigte. Oftmals ist der Mensch der Übeltäter und treibt sein grausames Spiel mit Mutter Erde. Manchmal dreht die Natur aber den Spieß um lässt ihre Muskeln spielen. Mit teils verheerenden Katastrophen lehrt sie uns Demut. Aber sind die Naturkatastrophen wirklich ihre Schuld oder sind sie vielleicht doch wieder hausgemacht?

175 Milliarden Dollar Schaden durch Naturkatastrophen

Schaut man auf das vergangene Jahr 206 zurück, so belaufen sich die Schäden durch anthropogen und durch die Natur verursachten Unglücksfälle auf ca. 175 Mrd. Dollar (umgerechnet etwa 161 Mrd. Euro) und fallen damit, laut dem Rückversicherer Swiss Re, ungefähr doppelt so hoch aus wie noch 2015. Laut der Jahresstudie Sigma sind das die schwersten wirtschaftlichen Schäden seit 2012. Besonders hart getroffen hat es laut Swiss Re den asiatischen Kontinent. Alleine im April 2016 hatte ein Erdbeben auf der Insel Kyushu Schäden in Höhe von bis zu 30 Milliarden Dollar angerichtet. Die persönlichen Schäden wiegen ungleich höher.

Mensch verursacht Katastrophen

Swiss Re liefert aber Zahlen zum Ursprung der tragischen Ereignisse. Von insgesamt 327 in allen Weltregionen erfassten Katastrophen gehen 191 auf das Konto von Mutter Natur.  Für 136 zeichnet sich der Faktor Mensch verantwortlich. Eine positive Entwicklung gibt es aber dennoch. 2016 gab es mit 11.000 Toten deutlich weniger Opfer als 2015. Da galt es mehr als 26.000 Opfer oder Vermisste zu beklagen (Quelle: ORF).

Erste Hummel in den USA als „gefährdet“ eingestuft

Bestäuber wie Bienen und Hummeln haben dieser Tage kein leichtes Leben. Moderne Landwirtschaft und ein völlig kaputtes Naturverständnis vieler Menschen bringen sie an den Rand der Existenz. Dabei sind ihre Dienste (Ökosystemdiensleistungen) ein essenzieller Bestandteil eines jeden Ökosystems. In den Vereinigten Staaten von Amerika ist es um die Hummeln und Bienen keinesfalls besser bestellt. Im Gegenteil. Dort gilt seit Neuestem eine Art von Hummel offiziell als „gefährdet“.

Bestäuber offiziell „gefährdet“

Wie National Geographic auf ihrer Seite berichtet, gilt Bombus affinis als erste Hummel in den USA als gefährdet. Die Bestände der 3000 Bienen- und 40 Hummelspezies sind seit den 1990er Jahren um bis zu 90 % eingebrochen. Gründe dafür sind Lebensraumverlust und mangelnde bzw. vergiftete Nahrung. Ob es sich bei dem Fall um ein bedauernswertes Einzelschicksal handelt oder ob es nur der Beginn einer Entwicklung ist, wird sich zeigen. Den Originalartikel findet ihr hier (Quelle: National Geographic).

Neuseeland erklärt einen Fluss zur Person

Eine grün-weiße Silhouette des anerkannten Naturschutz-Schildes.Für Gemeinhin gelten die Neuseeländer als etwas kauzig. Kauziger gar als die Australier. Trotzdem oder gerade deshalb sind sie aber auch ein beliebtes Völkchen und die Insel eines der beliebteste Reiseziele überhaupt. Nun bekräftigt eine weitere Meldung den Ruf der Neuseeländer. Diese haben nämlich einen Fluss zu einer Person erklärt. Neuseeland nimmt damit eine Vorreiterrolle ein.

Neuseeland erklärt Fluss zur Person

Als erstes Land überhaupt hat Neuseeland einen Fluss gesetzlich eine Persönlichkeit verliehen. Der 290 Whanganui-River ist seit Neuestem eine juristische Person. Damit genießt das drittlängste Fließgewässer der Insel zusätzlichen Schutz. Mit diesem Beschluss kommt das Parlament einer Forderung der Maori nach. Der für die Verhandlungen mit den Maori verantwortliche Minister Christopher Finlayson wird dazu wie folgt zitiert:  „Manche Leute werden das einigermaßen seltsam finden, aber das ist auch nicht anders als bei einer Familienstiftung oder einer Firma.“
Um die Rechte des Flusses gebührend zu vertreten, werden zwei Treuhänder bemüht. Jeweils einer von den Maori und der neuseeländischen Regierung. Mit der neuen Regelung kann der Fluss nun zum Beispiel bei Gerichtsverfahren eigenständig vertreten werden. Hoffentlich wirkt sich das positiv auf dessen Schutz und Erhalt aus. Ich drücke die Daumen (Quelle: t-online.de)

Ein Flussbett mit Steinen im Wasser.

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