Naturgebloggt

Naturschutz – weil's wichtig ist

Kategorie: Weltgeschehen (Seite 1 von 11)

Zigaretten dienen Vögeln als Baumaterial

Rauchen gefährdet die eigene Gesundheit  und ist auch für die umstehenden Mitmenschen äußerst ungesund. Nicht umsonst verzieren abschreckende Bildchen die Kippenschachteln und sollen vom Rauchen abhalten. Manche Raucher nutzen diese aber als Ersatz für die Panini-Sammelbildchen ihrer Jugend. Obendrein sind weggeworfene Glimmstengel umweltschädlicher Müll und eine Gefahr für die Fauna. Nun haben findige Vertreter der Avifauna einen Nutzen aus der Sache gezogen und machen das beste aus der Situation mit den entsorgten Nikotinnudeln.

Zigaretten zum Schutz gegen Ungeziefer

Findige Hausgimpel haben sich die antiparasitäre Wirkung von Nikotin zu Nutzen gemacht und Zigarettenstummel als Baumaterial für ihre Nester entdeckt. Dies hat weniger mit der Duftnote zu tun sondern mit dem Schutz gegen Zecken. Nikotin wirkt auf Zecken äußerst abstoßen (können das Raucher bestätigen?) und ist damit ein wirksamer Schutz gegen diese unliebsamen Zeitgenossen. Gerade für Nestlinge und Jungvögel sind Zecken äußerst lästig und gefährlich. Fungieren sie doch als Überträger von Krankheiten. Ein Team der Universität Mexiko untersuchten das Bauverhalten und kamen zu dem Schluss, dass vermehrt Hausgimpel und -sperlinge Zigarettenkippen zum Bauen nutzen. Die Kollegen von naturschutz.ch haben das Thema in einem ausführlichen Beitrag aufgegriffen. Interessante Theorie und es zeigt uns erneut, dass die Natur sich in ständiger Anpassung befindet. Was jetzt nicht bedeuten soll, dass ihr eure Kippen mit gutem Gewissen in die Landschaft entsorgen könnt.

Zum Originalbeitrag auf naturschutz.ch.

Schaden durch Naturkatastrophen nimmt zu

Normalerweise berichte ich hier auf dem Blog über die Natur als Geschädigte. Oftmals ist der Mensch der Übeltäter und treibt sein grausames Spiel mit Mutter Erde. Manchmal dreht die Natur aber den Spieß um lässt ihre Muskeln spielen. Mit teils verheerenden Katastrophen lehrt sie uns Demut. Aber sind die Naturkatastrophen wirklich ihre Schuld oder sind sie vielleicht doch wieder hausgemacht?

175 Milliarden Dollar Schaden durch Naturkatastrophen

Schaut man auf das vergangene Jahr 206 zurück, so belaufen sich die Schäden durch anthropogen und durch die Natur verursachten Unglücksfälle auf ca. 175 Mrd. Dollar (umgerechnet etwa 161 Mrd. Euro) und fallen damit, laut dem Rückversicherer Swiss Re, ungefähr doppelt so hoch aus wie noch 2015. Laut der Jahresstudie Sigma sind das die schwersten wirtschaftlichen Schäden seit 2012. Besonders hart getroffen hat es laut Swiss Re den asiatischen Kontinent. Alleine im April 2016 hatte ein Erdbeben auf der Insel Kyushu Schäden in Höhe von bis zu 30 Milliarden Dollar angerichtet. Die persönlichen Schäden wiegen ungleich höher.

Mensch verursacht Katastrophen

Swiss Re liefert aber Zahlen zum Ursprung der tragischen Ereignisse. Von insgesamt 327 in allen Weltregionen erfassten Katastrophen gehen 191 auf das Konto von Mutter Natur.  Für 136 zeichnet sich der Faktor Mensch verantwortlich. Eine positive Entwicklung gibt es aber dennoch. 2016 gab es mit 11.000 Toten deutlich weniger Opfer als 2015. Da galt es mehr als 26.000 Opfer oder Vermisste zu beklagen (Quelle: ORF).

Erste Hummel in den USA als „gefährdet“ eingestuft

Bestäuber wie Bienen und Hummeln haben dieser Tage kein leichtes Leben. Moderne Landwirtschaft und ein völlig kaputtes Naturverständnis vieler Menschen bringen sie an den Rand der Existenz. Dabei sind ihre Dienste (Ökosystemdiensleistungen) ein essenzieller Bestandteil eines jeden Ökosystems. In den Vereinigten Staaten von Amerika ist es um die Hummeln und Bienen keinesfalls besser bestellt. Im Gegenteil. Dort gilt seit Neuestem eine Art von Hummel offiziell als „gefährdet“.

Bestäuber offiziell „gefährdet“

Wie National Geographic auf ihrer Seite berichtet, gilt Bombus affinis als erste Hummel in den USA als gefährdet. Die Bestände der 3000 Bienen- und 40 Hummelspezies sind seit den 1990er Jahren um bis zu 90 % eingebrochen. Gründe dafür sind Lebensraumverlust und mangelnde bzw. vergiftete Nahrung. Ob es sich bei dem Fall um ein bedauernswertes Einzelschicksal handelt oder ob es nur der Beginn einer Entwicklung ist, wird sich zeigen. Den Originalartikel findet ihr hier (Quelle: National Geographic).

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