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Naturschutz – weil's wichtig ist

Kategorie: Weltgeschehen (Seite 2 von 11)

Neuseeland erklärt einen Fluss zur Person

Eine grün-weiße Silhouette des anerkannten Naturschutz-Schildes.Für Gemeinhin gelten die Neuseeländer als etwas kauzig. Kauziger gar als die Australier. Trotzdem oder gerade deshalb sind sie aber auch ein beliebtes Völkchen und die Insel eines der beliebteste Reiseziele überhaupt. Nun bekräftigt eine weitere Meldung den Ruf der Neuseeländer. Diese haben nämlich einen Fluss zu einer Person erklärt. Neuseeland nimmt damit eine Vorreiterrolle ein.

Neuseeland erklärt Fluss zur Person

Als erstes Land überhaupt hat Neuseeland einen Fluss gesetzlich eine Persönlichkeit verliehen. Der 290 Whanganui-River ist seit Neuestem eine juristische Person. Damit genießt das drittlängste Fließgewässer der Insel zusätzlichen Schutz. Mit diesem Beschluss kommt das Parlament einer Forderung der Maori nach. Der für die Verhandlungen mit den Maori verantwortliche Minister Christopher Finlayson wird dazu wie folgt zitiert:  „Manche Leute werden das einigermaßen seltsam finden, aber das ist auch nicht anders als bei einer Familienstiftung oder einer Firma.“
Um die Rechte des Flusses gebührend zu vertreten, werden zwei Treuhänder bemüht. Jeweils einer von den Maori und der neuseeländischen Regierung. Mit der neuen Regelung kann der Fluss nun zum Beispiel bei Gerichtsverfahren eigenständig vertreten werden. Hoffentlich wirkt sich das positiv auf dessen Schutz und Erhalt aus. Ich drücke die Daumen (Quelle: t-online.de)

Ein Flussbett mit Steinen im Wasser.

Selbst die Arktis ist durch Kunststoffabrieb belastet

Naturbelassene Orte sind eine Erfindung von Dichtern, Träumern und der Werbeindustrie. Heutzutage gibt es keinen Flecken auf der Erde mehr, der nicht vom Menschen beeinflusst ist. Sind die Spuren mal nicht offensichtlich, so liegt es in der Luft. So auch in der Arktis, denn diese ist durch unsichtbare Kunststoffpartikel stark belastet und gefährdet.

Arktis durch Menschen beeinflusst

Denken wir an die Arktis, so kommen uns weiße Landschaften in den Sinn, die auf den ersten Blick noch völlig naturbelassen sind. Auf den zweiten Blick hingegen nicht mehr. Die Realität sieht leider anders aus. Durch Luftströmungen und Winde gelangen feinste Kunststoffpartikel in die Polregion im Norden. Selbst in den tiefsten Tiefen der Ozeane findet man Plastikmüll. All dies beschreibt der Fleece-Effekt. Eine entprechende Themenseite auf 3sat.de hat sich diesen Themas angenommen, klärt auf und informiert. Hier der Link zu Seite von 3Sat.

Schildkröte durch Aberglauben fast getötet

Aberglaube ist  der Menschheit noch immer sehr gut vertraut. Um das Glück auf sich aufmerksam zu machen, klopft man auf Holz, streut ich Salz über die Schulter oder berührt ein Stück Eisen. Eine ebenfalls beliebte Methode ist das Werfen von Münzen in einen Brunnen. Genau dieser Brauch hat nun einen Meeresschildkröte in Thailand in arge Bedrängnis gebracht.

Meeresschildkröte mit 915 Münzen im Magen

In Thailand glaubt man, dass es Glück und Gesundheit bringt, wenn man einer Schildkröte Münzen zuwirft. Dieser Umstand brachte die 25 Jahre alte weibliche Suppenschildkröte Bank in die Obhut von Tierärzten. Diese hatte die stattliche Anzahl von 915 Münzen verputzt und diese bereiteten der Schildi arge Probleme.

915 Münzen und ihre dramatischen Folgen

Durch die „Zufütterung“ von 915 Münzen brachte Thais und Touris die Schildkröte in Lebensgefahr. Die Münzen verklumpten zu einem ca. 5 kg schweren Haufen und blockierten den Magen des Tieres. Durch das verhältnismäßig schwere Gewicht platzte die Bauchseite auf und bahnte den Weg für Infektionen. Nun galt es schnell zu sein. Fünf Chirurgen der Chulalongkorn Universität entfernten den Ballast in einer vierstündigen Operation. Münze für Münze.

Die Ärzte haben Bank auf Diät gesetzt und sie zu Genesung in ein Tierkrankenhaus eingeliefert. Nun liegt alles Weitere an ihr. Vielleicht überdenkt man in Zukunft ein solches Handeln und missbraucht keine anderen Lebewesen für den eigenen Aberglauben. Aber gerade in Asien habe ich da meine Zweifel (Quelle: TheGuardian).

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