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Naturschutz – weil's wichtig ist

Kategorie: Wissenschaft/Forschung (Seite 1 von 3)

Waldzustandserhebung 2016 – so steht es um den Wald

Wälder erfüllen viele wichtige Funktionen. Hauptsächlich ist er Lebensraum für eine Vielzahl von Arten. Aber auch als Lieferant von Rohstoffen spielt der Wald eine wichtige Rolle. Leider gehen diese beiden Funktionen nicht immer Hand in Hand. Die neueste Waldzustandserhebung gibt Aufschluss über das Befinden der deutschen Wälder.

Ergebnisse der Waldzustandserhebung 2016

In jährlichen Stichprobenerhebungen wird der Kronenzustand deutscher Wälder bewertet. Dadurch können Veränderungen und Risiken erkannt und wichtige Entscheidungen zum Schutz des Waldes getroffen werden. Der Kronenzustand der Eiche hat sich 2016 weiter verbessert. Hingegen ist bei der Buche eine starke Verschlechterung des Kronenzustandes eingetreten.

Die Waldzustandserhebung ist für die einzelnen Bundesländer verfügbar. Einfach auf den Link zur Seite des BMEL klicken und das gewünschte Bundesland anwählen.

 

Bestandsaufnahme zu Haien und Rochen in deutschen Meeren

Bekanntermaßen kann nur das geschützt werden, was man kennt. Ein umfassender Kenntnisstand sichert oftmals das Überleben einer Art. Mit den Arten der Meere verhält es sich ähnlich. Leider ist der Wissensstand dahingehend mitunter lückenhaft. Eine aktuelle  vom BfN in Auftrag gegebene Studie widmet sich dessen und dient als Bestandsaufnahme.

Bestandsaufnahme von Haie und Rochen

Im Rahmen einer aktuellen Studie  der Universität Hamburg werden die Bestände von Haien, Rochen und Chimären in deutschen Meeren erstmals genauer unter die Lupe genommen. Darin beleuchtet werden Artenanzahl und Gefährdungsursachen. Aber auch die Trends der Bestandsentwicklung werden aufgezeigt. Von insgesamt 10 etablierten Arten gilt lediglich der Kleingefleckte Katzenhai als ungefährdet.

Haie und Rochen erstmalig detailliert untersucht

Im Rahmen der Studie haben die Forscher einen Zeitraum von 390 Jahren vorgenommen. Die zusammengetragenen Daten reichen von 1625 bis 2015. Damit lassen sich super Zeitreihenanalysen abbilden. Ebenso lassen sich dadurch Vorkommen, Etablierungsstatus, Gefährdungssituation und Schutzmöglichkeiten der Knorpelfische in den deutschen Meeresgebieten abbilden und etwaige Handlungsempfehlungen ableiten. Für die Studie haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mehr als 27.500 Nachweise von 19 Knorpelfischarten für die deutschen Meeresgebiete von Nord- und Ostsee analysiert.

Gefährdungsursachen von Haien und Rochen

Das Forscherteam stuft zehn Arten als in den deutschen Meeren etabliert ein. Das sind Hundshai, Weißgefleckter Glatthai, Kleingefleckter Katzenhai, Dornhai, Sternrochen, Kuckucksrochen, Nagelrochen, Fleckrochen, Gewöhnlicher Stechrochen sowie der Glattrochen-Artkomplex. Eine Chimärenart, drei Rochen- und fünf Haiarten kommen darüber hinaus unregelmäßig in deutschen Gewässern vor. Zu den zeitweisen Gästen gehören auch die als Durchzügler anzusehenden Riesenhaie, die beispielsweise 2015 und 2016 im Gebiet der Doggerbank und in der Nähe des Sylter Außenriffs im Rahmen verschiedener Schiffs- und Flugsurveys gesichtet wurden.

Allerdings ist die Gefährdung der meisten Knorpelfischarten in den deutschen Meeresgebieten alarmierend: Der Gewöhnliche Stechrochen und der Glattrochen sind in deutschen Gewässern ausgestorben bzw. verschollen. Nagelrochen und Dornhai sind vom Aussterben bedroht, Hundshai und Sternrochen sind stark gefährdet bzw. gefährdet, Kuckucks- und Fleckrochen gelten als extrem selten. Aufgrund unzureichender Datenlage konnte für den Weißgefleckten Glatthai keine Gefährdungsanalyse durchgeführt werden (Quelle: BfN).

Entdeckung von neuen Tier- u. Pflanzenarten

Es gibt sie noch, die ganz großen Ereignisse auf der Welt. So auch die Entdeckung von neuen Arten. Im genetischen Konsens ist das keine Seltenheit und fast täglich Gang und Gäbe, jedoch sind morphologische Neuentdeckung ungleich seltener und daher auch aufregender. So berichtet der WWF im Bericht Species Oddity von insgesamt 160 neu entdeckten Arten. Darunter 126 Pflanzen, 14 Reptilien, 11 Fischen, 9 Amphibien sowie drei Säugetiere. Die Kollegen von naturschutz.ch haben einen ausführlicheren Bericht zu dieser Sensation auf ihrer Homepage veröffentlicht, dessen Inhalt ich an diese Stelle nicht wegnehmen möchte, stattdessen aber an dieser Stelle verlinke (Quelle: naturschutz.ch).

Zum Species Oddity Bericht des WWF.

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