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Naturschutz – weil's wichtig ist

Kategorie: Wissenschaft/Forschung (Seite 2 von 3)

Kohlenstoffdioxid in der Atmosphäre

Die Problematik rund das Treibhausgas Kohlenstoffdioxid oder auch CO2 dürfte hinlänglich bekannt sein. Zusammen mit dem weitaus schlimmeren Treibhausgas Methan ist es einer der Hauptmotoren für den weltweiten Klimawandel. Natürlich zu sehr großen Teilen menschgemacht. Dennoch gibt es ab diesem Jahr ein paar neue Daten und Fakten zum Thema. So sind ab 2016 Werte von 400 parts per million (ppm) das „neue Normal“. Wie scinexx.de berichtet stagnieren die anthropogen verursachten CO2-Emissionen seit drei Jahren und dennoch gelangen immer mehr Mengen davon in die Luft. Grund dafür sind neue Mitspieler im globalen Kohlenstoffkreislauf, u.a. Ozeane.

War es bisher ein schwieriges Unterfangen die Wechselwirkungen zwischen Atmosphäre, Landmassen und Ozeanen zu erfassen, so bieten die Daten des Orbiting Carbon Observatory-2 (OCO-2) neue Einblicke in die Thematik. Die Fähigkeit des Satelliten, bei Überföügen permanent die CO2-Werte unter ihm zu messen, machen den Satelliten einzigartig. Seit Beginn seiner Reise im September 2014 hat OCO-2 fast 100.000 CO2-Messwerte pro Tag geliefert. Wohlgemerkt über den ganzen Globis verteilt.  Dank dieser Datensätze konnten Forscher der NASA nun eine neuartige Visaulisierung des CO2-Verhaltens in der Erdamtosphäre realisieren. Dadurch können bspw. Biotope ermittelt werden, die besonders viel CO2 aufnehmen und so zu wichtigen Speichermedien werden. Schaut euch den Film mal an. Er ist wahrlich beeindruckend (Quelle: scinexx.de).

 

biotische Homogenität und ihre Folgen

Durch die heutzutage vorherrschende intensive Landwirtschaft befindet sich die globale Artenvielfalt in einem Abwärtstrend. Und das ziemlich rasant. Martin Gossner, Studienleiter der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL), sagte dem ORF dazu: “ Wenn man häufig mäht, bekommt man überall die gleichen Arten“. Er bezieht sich damit auf die biotische Homogenisierung. Genau diesen Effekt haben Forscher der Uni Salzburg und der Uni für Bodenkultur in Wien untersucht. Dazu erfassten sie auf 150 Modellregionen in Deutschland etwa 4000 ober- und unterirdische Arten und verglichen die Zusammensetzung der Artengemeinschaften. Das Ergebnis ist dabei nicht unerwartet. Schon eine zweimalige Mahd bzw. eine Beweidung mit zu vielen Tieren auf der Fläche verringert die Artenvielfalt im Gebiet. Wie so oft lautet auch hier das Zauberwort Extensivierung. Den Originalartikel habe ich euch hier verlinkt. Schaut mal bei den Kollegen vom ORF (Österreich) vorbei (Quelle: ORF).

Ein Überlebenskünstler unter den Faltern

Mitunter haben manche Tierarten recht eigenartige Strategien entwickelt um in ihrer stellenweise recht extremen Umgebung zu überleben. Ein besonderes Beispiel dürfte die Schmetterlingsart Erebia nivalis sein. Dieser Tagfalter in rotbraunem Gewand ist nur jenseits der 2000m-Marke anzutreffen. Mit dieser Strategie machte er nun ein Team aus Wissenschaftlern des Senckenberg Institutes in Münchenberg auf sich aufmerksam.

Um das Verhalten der Art besser verstehen und etwaige Schlüsse ziehen zu können, führten die Forscher im österreichischen Nationalpark „Hohe Tauern“ über den Zeitraum Juli bis August 2013 eine umfassende Feldstudie durch. Zu diesem Zwecke wurden knapp 1400 Schmetterlinge gefangen und markiert, Alter, Geschlecht sowie weitere Merkmale erfasst und anschließend wieder in die Freiheit entlassen. Bisher sind 350 der markierten Tiere den Wissenschaftlern wieder ins Netz gegangen. Mark-recapture-release-Methode oder auch Rückfangmethode nennt man solch Vorgehen. Auf diesem Wege lassen sich wunderbar Daten über Verbreitung, Flugrouten und Nahrungsquellen ableiten.

Damit soll es das hier an dieser Stelle gewesen sein. Der Artikel erschien im Original auf naturschutz.ch und soll bitte auch dort in Gänze gelesen werden. Folgt dazu bitte diesem Link.

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