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Naturschutz – weil's wichtig ist

Kategorie: Wolf (Seite 1 von 2)

Bund startet Onlineportal zum Thema Wolf

Der Wolf ist mittlerweile ein Teil Deutschlands und ein wichtiger Teil seiner Artenvielfalt. Meister Isegrim war über 100 Jahre aus den Deutschen Landschaften verschwunden und somit verlernte der hiesige Mensch den Umgang mit diesem edlen Tier. Leider spaltet der Wolf auch die Nation in zwei Lager. Die einen befürworten den Wolf mit all seinen Auswirkungen, die anderen verteufeln ihn und sehen ihn als Bedrohung. Ob nun aus Unwissenheit oder Aberglaube, dem Wolf wird kein solches Verhalten gerecht.

Datenbank zum Thema Wolf soll aufklären

Um aufzuklären, hat der Bund in Form des BfN die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) beauftragt, eine Datenbank mit allen Informationen zum Thema Wolf auf die Beine zu stellen. Die meist gestellten Fragen zum Thema sind „Wie viele Wölfe gibt es?“ und „Wie sieht die aktuelle Verbreitung aus?“. Darüber gibt die Datenbank Auskunft. Ebenfalls informiert euch die Seite über aktuelle Meldungen aus der Presse, die das Thema Wolf beinhalten. Die komplette Genese der Datenbank zum Thema Wolf findet ihr an dieser Stelle im Internet.

Datenbank zum Thema Wolf.

Wölfe anhand Geheul erkennen

Eines der markantesten Erkennungszeichen von Wölfen ist das Geheul. Nicht das, welches Menschen ihretwegen veranstalten, sondern die typischen langgezogenen Laute die sicherlich jeder schon einmal gehört hat. Lange vermuteten Forscher ein einzigartiges System dahinter, nun ist es Gewissheit. Ein Wolf hinterlässt mit seinem Geheul einen individuellen Fingerabdruck.

Wölfe: Auf Laufleistung optimiert

Wölfe sind Langstreckenläufer. In einer Nach legen sie bis zu 30 (40) km zurück und durchstreifen ein Territorium, welches  sich bis auf mehreren 1000 km² erstrecken kann. Bei solchen Zahlen kann es schon mal schwierig werden, die grauen Gesellen zu überwachen. Dabei ist genau das absolut notwendig um Strategien zum Schutz von Wölfen sowie anderen involvierten Parteien zu optimieren.

Wolfsgeheul: Einfach einzigartig

Die Methode der Wahl bisher ist die Fotofalle. Hierbei werden durch Bewegung oder Zeitintervall automatisch Bilder geschossen. Hat man Glück, ist ein Wolf auf dem Bild. Diese Methode ist hinsichtlich Zeit und Material recht aufwendig und die Trefferchance hat noch Potenzial nach oben.

An dieser Stelle kommt das Wolfsgeheul ins Spiel. Die Forschergruppe Wildtiermanagement der ZHAW Wädenswil hat mit Hilfe der Bioakustik eine Methodik entwickelt, mit der sich Wölfe anhand ihrer Rufe identifizieren lassen.  Somit entfällt die langwierige Auswertung der Bilder und die Tiere lassen sich korrekt auf Individuen-Ebene identifizieren.

Den ganzen Artikel gibt es hier bei den Kollegen von naturschutz.ch und ist absolut zu empfehlen.

Wolf durch Essen angelockt – zum Problem erklärt

Wolf. Silhouette, Grüner Bilderrahmen. Wolf heulend.Mensch und Wolf waren sich noch nie Grün miteinander. In naher Zukunft wird sich das leider auch nicht ändern. Der Wolf soll sich an die heutigen Zeiten anpassen. Der Mensch ist dazu  nicht bereit. Aktuell macht das Thema Wolf in Sachsen wieder die Runde. Die Landesregierung hat einen Wolf zum Abschuss freigegeben. Sein ungebührliches Verhalten sei der Grund dafür. Nur leider ist der Einzige, der solch Verhalten an den Tag legt, wiedereinmal der Mensch. Unwissen und schlichte Dummheit bringen den Wolf zu Unrecht in Verruf.

Wolf durch Menschen habituiert

Wie der NABU auf seiner Seite schreibt, spielt sich das Drama am Morgen des 19. Januar 2017 ab. Schauplatz ist das sächsische Quolsdorf in der Lausitz. Eine Einwohnerin ist gerade darüber einen Kuchen zu backen und stellt diesen zum Abkühlen vor die Haustür. Am Rande des Blickfeldes nimmt sie eine Bewegung wahr und verlässt erneut das Haus um den Kuchen zu sichern. Immerhin könnte sich der Hund der Nachbarn daran zu schaffen machen. Allerdings ist des Nachbars Wau Wau nicht der unverhoffte Gast. Es ist ein Wolf. Durch das Auftauchen der Hausherrin erschrocken, zieht es sich direkt zurück und sucht das Weite. Die Dame von Welt hält die Begegnung natürlich mit ihrem Handy fest und schickt das Video an den NABU. Dieser identifiziert den Wolf als „Pumpak“, einem Wolf aus Polen. Dieser ist den Experten nicht unbekannt. Er wurde von der Landesregierung zum Abschuss freigegeben. Das Tier zeichnet sich durch eine besondere Zutraulichkeit gegenüber Menschen aus. Grund dafür: es wurde als Welpe von Menschenhand aufgezogen und den Bewohnern der Gegend durchaus bekannt. Die ganze Story gibt es hier. Mir sind durchaus ein paar Beispiele bekannt, bei denen Wölfe mit Fressen angelockt wurden. Oftmals um das perfekte Foto zu schießen andernfalls um den Freunden etwas bieten zu können. Dabei sind solche Verhaltensweisen absoluter Blödsinn. Dadurch verlieren die Tiere ihr angeborene Scheu vor dem Menschen.

Mensch und Wolf müssen Fairplay lernen

Im Naturschutz ist das Thema Wolf allgegenwärtig. Es scheiden sich die Geister. Es polarisiert. Die Fronten scheinen verhärtet. Es gibt allem Anschein nach nur pro oder contra. Dabei vergessen beide Seiten, dass der Wolf seit ca. 15 Jahren ein Bestandteil unserer Natur und Landschaft ist. Er wurde nicht angesiedelt, er ist selbst gekommen. Gekommen um zu bleiben. Als Freund des Wolfes bin ich grundlegend für den grauen Jäger, kenne aber auch die Sorgen und Nöte der Landwirte und Tierhalter. Diese fühlen sich vom Staat im Stich gelassen und können dem Wolf nur wenig positives abgewinnen.

Wolf. Nahaufnahme. Wildgatter Rabenstein. Chemnitz. Wolf liegend.

Aufklärung und Information zum Wolf schafft Akzeptanz

Sachsen war neben Brandenburg eines der ersten Wolfsländer und hat daher schon eine Menge Erfahrung und Vorarbeit geleistet. Auf der Homepage des Kontaktbüros „Wölfe in Sachsen“ finden sich allerhand Infos rund um den scheuen Vierbeiner. Wölfe werden in den nächsten Jahren Deutschland für sich weiterhin als Lebensraum entdecken. Der Mensch sollte ihnen eine Chance dazu geben. Es ist genügend Platz für beide Arten (Quelle: NABU).

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