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Naturschutz – weil's wichtig ist

Kategorie: Wolf (Seite 2 von 2)

Wolf ist günstiger als gedacht

Spricht man über das Thema Wolf, so dauert es nicht lange, bis man sich die Frage stellt, ob man sich so ein Raubtier in Deutschland überhaupt leisten kann und wie man mit den Schäden umgeht. Grund zu einer neuen Diskussion liefert der erstmalige Riss von Schafen in Niedersachsen. Ohne Frage ist für den jeweiligen Eigentümer solch ein Verlust eine unangenehme Sache die schnell ins Gel dgehen kann. Schaut man sich aber die Gesamtsumme der Wolfsschäden an, so sind die Ausgaben überschaubar. Das belegen jedenfalls die Daten der einzelnen Bundesländer. Konkret zahlt Sachsen (das Bundesland mit den meisten Wölfen) Entschädigungen un Höhe von ca. 4.500 € pro Jahr  an Tierhalter aus. Rechnet man das auf die letzten 15 Jahre hoch, so betragen die Gesamtausgaben um die 60.000 €.  Schleswig-Holstein liegt mit knapp 40.000 € auf Platz 2 und in   Brandenburg belaufen sich die Kosten derzeit auf rund 31.000 €. Vergleicht man damit die Schäden der Kirchessigfliege kommt man ins Schmunzeln. Diese hat laut den Weinbauern in Rheinland-Pfalz einen Schaden von ungefähr 2.000.000 € verursacht. Da steht der Wolf doch gar nicht mal so schlecht da oder (Quelle: SWR)?

Willkommen im Club – Bayern ist jetzt auch Wolfsland

Canis lupusDer Freistaat Bayern hat erneut Gelegenheit seine Willkommenskultur zu erproben. Nachdem im letzten halben Jahr acht bestätigte Sichtungen des Wolfs verzeichnet wurden, gibt es dahingehend keine Zweifel mehr. Der graue Jäger ist zurück in Bayern und längst keine Einzelerscheinung mehr. Man kann mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, dass die Anzahl der bisher unbemerkten Tieren deutlich höher ist. Für Bayern und seine Bewohner beginnt jetzt eine spannende Zeit. Zumal schon erste Stimmen nach „wolfsfreien Zonen“ rufen. Der Fokus der anstehenden Arbeiten sollte auf den Nutztierhaltern liegen. Diese müssen in der Lage sein, ihre Herden effektiv gegen den Wolf zu schützen. Obwohl Eigentum verpflichtet, hat der Freistatt hier eine klare Handlungsaufgabe. Als wichtigen Schritt muss man Naturschutz, Jagd und Schäferei an einen Tisch und unter einen Hut bekommen. Wie alles in der heutigen Zeit wird auch der Wolf gemanagt. So sieht der entsprechende Wolfsmanagementplan folgende Stufen vor:

Stufe 1 – Zu- oder durchwandernde Einzeltiere

Stufe 2 – Standorttreue, wenige Tiere

Stufe 3 – Etablierte Populationen mit Reproduktion.

Erst bei Wölfen der Stufe 2 sollen regionale Runde Tische mit allen Beteiligten eingerichtet werden. Ihre Aufgabe ist es dann, mit den Behörden möglichst langfristige Maßnahmen und deren Finanzierung zu diskutieren.

(Quelle: NABU)

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