Naturgebloggt

Naturschutz – weil's wichtig ist

Kategorie: Wunder der Natur (Seite 2 von 7)

Im Untergrund von Budapest

Meinen Neujahrsurlaub verbrachte ich in der Hauptstadt Ungarns. Budapest. Und wie das nun einmal so ist, kann man als Naturliebhaber nicht raus aus seiner Haut und so ist man irgendwie immer im Dienst. Demzufolge zog es mich in eine der Sehenswürdigkeiten der Marke „made by nature“. Die Karsthöhlen des Duna-Ipoly Nationalparkes. Genauer gesagt die Szemlö-Hegy und Pál-Völgyi. Für mich überraschend: unter der Stadt befinden sich 140 Höhlensysteme mit teilweise einer Länge von 30 km. Diese teilweise begehbaren Höhlen sind um die 40.000.000 Millionen Jahre alt und bieten auch Zeitzeugen von damals. Fossilien in Form von Muscheln bedecken die Wände und sind nicht nur für Wissenschachftler interessant. Natürlich haben die dunklen Gänge auch abgesehen von wissenschaftlicher Neugier etwas zu bieten. Da wären beispielsweise die teils abstrakten Formen der Tropfsteine. Mit etwas Fantasie lassen sich einige Tiere erkennen. Beispielsweise auf dem folgenden Bild. Die Auflösung gibt es dann ein Bild weiter.

Wer hat es erkannt bzw. überhaupt gesucht? Mit etwas Fantasie erkennt man eine Herde Elefanten. Um den Bogen nun wieder zum Naturschutz zu schlagen, die Höhlen beherbergen insgesamt 8 Fledermausarten mit 200 Individuen. Daher sind auch weite Teile für den Touri gesperrt. Ebenfalls sind diese Höhlen ein Lebensraumtyp der FFH-Richtlinie und stehen daher unter gesetzlichen Schutz. LRT 8310 umfasst nicht touristisch erschlossene Höhlen und zielt damit auf den Schutz von überwiegend endemischen Arten ab. Die Führungen sind auf Wunsch in englischer Sprache und lassen sich bequem erlaufen. Alternativ gibt es auch „Caving-Tours“ die euch dann etwas mehr abverlangen. Ausgerüstet mit Seil und Helm geht’s durch Kamine, schmale Öffnungen und an Felswänden entlang. Definitiv ein Erlebnis wert. Um euch einen kleinen Eindruck vermitteln zu können, habe ich mal ein paar Bilder für euch herausgesucht.

Terra Mineralia – faszinierendes Gestein in Nahaufnahme

Rodochrosit (Fundort: Peru)

Rodochrosit (Fundort: Peru)

Ich gebe es zu, Geologie wird mir immer ein Rätsel bleiben. Die meisten Namen der Mineralien kann ich nur nach mehrmaligem Üben richtig benennen. Aber aus Sicht des Fotografen finde ich Gesteine dann wieder interessant. Nicht wenige haben erstaunliche Farben in ihrem Inneren, teilweise werden diese erst durch UV-Licht sichtbar. Um mich in diesem Gebiet der Makrofotografie zu erproben, besuchte ich heute die Terra Mineralia in Freiberg, Sachsen. Im Freiberger Schloss Freudenstein werden auf mehreren Etagen Mineralien aus aller Herren Länder ausgestellt und imposant in Szene gesetzt. Erwartungsgemäß waren noch mehr Besucher vor Ort aber die Menge verlief sich recht schnell. Es machte mir, dem Laien, aber Spaß den Geeks zu lauschen und mir das ein oder andere erklären zu lassen.Im Naturschutz, um den Bogen zu kriegen, spielt Boden zwar auch eine sehr wichtige Rolle, gibt er doch wertvolle Informationen über die zu erwartenden Pflanzen und Lebensgrundlagen, aber in solchen Farben bekommen wir das Gestein im Regelfall nicht zu Gesicht. Aus insgesamt 100 Bildern habe ich mal die (in meinen Augen) schönsten herausgesucht.

Schörl Apatit Muskonit Albit (Fundort: Pakistan)

Schörl Apatit Muskonit Albit (Fundort: Pakistan)

Kyamit (Fundort: Brasilien)

Kyamit (Fundort: Brasilien)

Elbait Var.Rubellit (Fundort: Leipoldith)

Elbait Var.Rubellit (Fundort: Leipoldith)

Edelopal (Fundort: Australien)

Edelopal (Fundort: Australien)

Calcit unter UV-Licht (Fundort: USA)

Calcit unter UV-Licht (Fundort: USA)

Azurit auf Malachit (Fundort: USA)

Azurit auf Malachit (Fundort: USA)

Apatit (Fundort: Pakistan)

Apatit (Fundort: Pakistan)

Anglesit auf Galentit (Fundort: Marokko)

Anglesit auf Galentit (Fundort: Marokko)

Amethyst (Fundort: Namibia)

Amethyst (Fundort: Namibia)

Baumriesen im Klostergarten

Wie im letzten Beitrag erwähnt, treibe ich mich mal wieder in Helvetien herum um ein paar Bilder zu schießen. Aber auch wenn man (offiziell) nicht im Dienst ist, so richtig raus aus meiner Haut als Naturfreund kann ich nicht. So halte ich auch im Urlaub stets die Augen offen. Fündig wurde ich gleich zweimal im Innenhof des Klosters Rheinau. Direkt an der Eingangspforte findet sich eine Baumscheibe einer rund 130 Jahre alten Silber-Pappel (Populus alba). Mit einem Durchmesser von 230 cm ist sie größer als ich und ließ mich staunen, dass Pappeln so ein hohes Alter erreichen können.

Baumscheibe einer Silber-Pappel

Baumscheibe einer Silber-Pappel

Ein weiteres Highlight waren aber die Vertreter der Spezies Sequoiadendron giganteum. Mammutbäume. Gleich zwei dieser Baumriesen gaben sich im Innenhof die Ehre. Mit einem Umfang von ca. 8 Metern waren das die bisher größten Bäume die ich gesehen habe. Ihre Spitzen überragten die Türme des Klosters um Leider war es unmöglich diese Giganten komplett auf ein Bild zu bekommen, daher sind es zwei Einzelfotos geworden. Ich hoffe man erkennt trotzdem etwas.

Sequoiadendron giganteum

Sequoiadendron giganteum

Sequoiadendron giganteum

Sequoiadendron giganteum

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