Meinen Neujahrsurlaub verbrachte ich in der Hauptstadt Ungarns. Budapest. Und wie das nun einmal so ist, kann man als Naturliebhaber nicht raus aus seiner Haut und so ist man irgendwie immer im Dienst. Demzufolge zog es mich in eine der Sehenswürdigkeiten der Marke „made by nature“. Die Karsthöhlen des Duna-Ipoly Nationalparkes. Genauer gesagt die Szemlö-Hegy und Pál-Völgyi. Für mich überraschend: unter der Stadt befinden sich 140 Höhlensysteme mit teilweise einer Länge von 30 km. Diese teilweise begehbaren Höhlen sind um die 40.000.000 Millionen Jahre alt und bieten auch Zeitzeugen von damals. Fossilien in Form von Muscheln bedecken die Wände und sind nicht nur für Wissenschachftler interessant. Natürlich haben die dunklen Gänge auch abgesehen von wissenschaftlicher Neugier etwas zu bieten. Da wären beispielsweise die teils abstrakten Formen der Tropfsteine. Mit etwas Fantasie lassen sich einige Tiere erkennen. Beispielsweise auf dem folgenden Bild. Die Auflösung gibt es dann ein Bild weiter.

Wer hat es erkannt bzw. überhaupt gesucht? Mit etwas Fantasie erkennt man eine Herde Elefanten. Um den Bogen nun wieder zum Naturschutz zu schlagen, die Höhlen beherbergen insgesamt 8 Fledermausarten mit 200 Individuen. Daher sind auch weite Teile für den Touri gesperrt. Ebenfalls sind diese Höhlen ein Lebensraumtyp der FFH-Richtlinie und stehen daher unter gesetzlichen Schutz. LRT 8310 umfasst nicht touristisch erschlossene Höhlen und zielt damit auf den Schutz von überwiegend endemischen Arten ab. Die Führungen sind auf Wunsch in englischer Sprache und lassen sich bequem erlaufen. Alternativ gibt es auch „Caving-Tours“ die euch dann etwas mehr abverlangen. Ausgerüstet mit Seil und Helm geht’s durch Kamine, schmale Öffnungen und an Felswänden entlang. Definitiv ein Erlebnis wert. Um euch einen kleinen Eindruck vermitteln zu können, habe ich mal ein paar Bilder für euch herausgesucht.