Impatiens glandulifera

Impatiens glandulifera

Die Thematik mit gebietsfremden Arten ist im Naturschutz nicht neu. Durch den Menschen eingeschleppte gebietsfremde Arten sorgen jedes Jahr für Schäden in Millionenhöhe. Unter dem Begriff Neophyten wurden hier im Blog schon so manche Zeilen geschrieben und das soll an dieser Stelle nicht wiederholt werden. Um die Verbreitung der Neobiota eindämmen zu können bzw. endlich mal Handlungsempfehlungen seitens der Behörden zu haben, hat das Bundesamt für Naturschutz nun einen Maßnahmenkatalog für 168 Arten veröffentlicht. Das zweiteilige Werk trägt den Titel „Management-Handbuch zum Umgang mit gebietsfremden Arten in Deutschland“.

Es ist wie überall, nicht alle eingeschleppten Arten sind problematisch, manche haben sich hier friedlich etabliert und bieten keinen Grund zur Sorge. Andere wiederum nutzen das hiesige Ökosystem aus und unterwandern das Gefüge. Diesen Arten muss mit aller Kraft entgegen getreten werden. Das Drüsige Springkraut bspw. dominiert seit Jahrzehnten ganze Flussufer und verdrängt heimische Arten. Die zweifelhaften Vorteile dieser Art für Bestäuber sind nur ein schwacher Trost. Gut gemeinter Aktionismus ist zwar von der Grundidee ganz nett aber nicht hilfreich. Denn im schlimmsten Falle werden invasive Arten in ihrer Ausbreitung noch gefördert. Wenn man beherzt handelt und sich nicht dem Zaudern hingibt, können invasive Arten bereits wieder entfernt werden bevor der Schaden in die Höhe steigt. Der Interessierte findet unter diesem Link hier nähere Informationen und kann sich hier den Handlungsleitfaden bestellen (Quelle: BfN).

Infos zum Buch:
Management-Handbuch zum Umfang mit gebietsfremden Arten in Deutschland, Band 1: Pilze, Niedere Pflanzen und Gefäßpflanzen, Band 2: Wirbellose Tiere und Wirbeltiere. Bundesamt für Naturschutz, Bonn – Bad Godesberg 2015: 1335 Seiten, Preis für beide Bände: 85,00 EUR (ggf. zzgl. Versandkosten).
ISBN 978-3-7843-4041-8