Solange es in den Köpfen der Bevölkerung kein grundlegendes Umdenken in Bezug auf Energienutzung und -gewinnung stattfindet, sind auch erneuerbare Energiequellen keine zufriedenstellende Alternative. Dies wird wieder einmal anhand eines aufschlussreichen Beitrages des NABU deutlich. Übeltäter hierbei ist die Windkraftlobby. Immer häufiger werden geschützte Horstbäume von Greifvögeln, beispielsweise Rotmilan, gefällt. Das Schaffen von Bauplatz ist scheinbar Grund genug um gegen geltendes Recht zu verstoßen. Erste Ergebnisse von Meldungen zu illegalen Greifvogelverfolgungen (der NABU hatte dazu in Zusammenarbeit mit dem Komitee gegen Vogelmord zur Wahl des Habichts zum Vogel des Jahres 2015 aufgerufen) bringen dabei schockierende Zahlen ans Tageslicht. In 40 Fällen, von 2010 bis 2015, besteht der dringende Tatverdacht auf gesetzeswidrige Zerstörung von Großvogelhorsten oder gar die Tötung der Vögel. Die Planung von WKA ist in jedem der Fälle beteiligt. Um den Schaden auf die Avifauna möglichst gering zu halten, müssen Mindestabstände zu den Horsten eingehalten werden. Die staatlichen Vogelschutzwarten haben sich die Mühe gemacht und diese ermittelten Zahlen im sogenannten „Helgoländer Papier“  dokumentiert. Um diesem Trouble aus dem Wege zu gehen, lassen Windparkbetreiber gerne mal diese „störenden“ Bäume fällen oder Horste zerstören. Besonders betroffen sind natürlich windkraftsensible Arten wie See- und Schreiadler aber auch Schwarzstorch und Rotmilan zählen zu den Opfern. In mindestens einem Fall wurden Jungvögel im Nest erschlagen. Dieses vorsätzliche Vorgehen weist eine neue Dimension in dem Bereich auf. Straftaten gegen streng geschützte Arten können mit bis zu 5 Jahren Gefängnis geahndet werden. Artenvielfalt und Artenschutz werden hier zu Gunsten der Windenergie gnadenlos geopfert und wissentlich ignoriert. Aber wie so oft ist es der Mensch, der aus einer guten Sache (nachhaltige Energie) das denkbar schlechteste macht (Quelle: NABU).