Der Bedarf an Palmöl in der Kosmetikindustrie steigt seit Jahren, das ist kein Geheimnis. Mittlerweile ist es mit einem Anteil von ca. 30%, am weltweiten Gebrauch, das meist genutzte Pflanzenöl in der Branche. Heutzutage ist in gut jedem zweiten Produkt Palmöl enthalten.  Aber nicht nur in der Kosmetikindustrie kommt es zum Einsatz. Wie so oft geht eine solch große Produktion zu Lasten der Umwelt bzw. der Natur. Um die immens große Nachfrage zu bedienen, werden hunderte Hektar Tropenwald im Jahr gerodet zu gigantischen Plantagen umgeformt. Dies zieht unweigerlich den Verlust von Lebensraum und Biodiversität nach sich. Erstreckte sich der bisherige Anbau auf  Indonesien und Malaysia, so gelangt jetzt auf Afrika und Südamerika in den Fokus. Man könnte es mit Saurons Blick vergleichen. Die indonesische Regierung hat aber längst noch nicht genug. Bis 2026 will sie die Anbaufläche für Palmöl auf 26 Millionen Hektar vergrößern. Eine Fläche sechsmal so groß wie die Schweiz. Nun ist die Industrie aber nicht dumm und weiß um den schlechten Ruf der Sache. So versucht sie ihre Produkte mit klangvollen Namen wie „Pflanzenfett“, „pflanzliches Öl“, oder „Palmimitat“  an den Konsumenten zu bringen. Dahinter steckt aber in jeden Fall Palmöl. Bisher war es aus diesem Grunde für den Verbraucher nicht einfach zu erkennen ob ein Produkt mittels Palmöl produziert wurde. Ab dem 13. Dezember 2014 gilt in Deutschland eine neue EU-Verordnung und soll mehr Klarheit in die Sache bringen. Laut dieser muss Palmöl nun namentlich in Produkten gekennzeichnet werden. Zumindest bei Nahrungsmitteln. Inwieweit das im Rahmen des kommenden TTIP sinnvoll ist bleibt abzuwarten, ein wichtiger Schritt in die  richtige Richtung ist es aber auf jeden Fall (Quelle: BUND).