Naturgebloggt

Naturschutz – weil's wichtig ist

Seite 2 von 307

Arten in besonderer Verantwortung in Deutschland erweitert

Naturschutz kümmert sich vorrangig um den Erhalt der Natur bzw. der Naturnähe. Darunter fallen auch Erhaltung und Förderung gefährdeter Arten. Nun gibt es dafür diverse Regelwerke und Gesetzestexte welche Arten das sind. Unter anderem zählen sogenannte „Verantwortungsarten“ dazu. Diese umfassen Vertreter der Flora und Fauna und werden in einer extra Liste geführt. Nun verkündet das Bundesamt für Naturschutz, kurz BfN, dass ebendiese Liste um einige Arten verlängert wurde.

Erweiterte Artenliste für „Verantwortungsarten“

Mit dem Begriff Verantwortungsarten sind Arten aus Flora und Fauna gemeint, für die Deutschland aus globaler Perspektive eine besondere Verantwortlichkeit zugemessen wird, weil sie nur hier vorkommen, ein bedeutender Teil der Weltpopulation hier vorkommt oder die Art weltweit gefährdet ist. Bei diesen Arten sind besondere Anstrengungen erforderlich, um den Weltbestand zu sichern.

Deren Schutz ist im modernen Naturschutz von hoher Wichtigkeit und stellt nicht grundlos einen Förderschwerpunkt für Hilfsprojekte dar. Bisher waren das in Deutschland lediglich 40 Arten aus dem Tier- und Pflanzenreich. Nun bekommen diese aber mächtig Zuwachs. Um den Überblick zu behalten stellt das BfN auf seiner Seite eine Tabelle mit allen Verantwortungsarten zur Verfügung. Diese findet ihr hier.

Insektensterben eine Folge des Naturschutzes?

Das Thema Insektensterben ist doch noch nicht wieder in der Versenkung verschwunden. Da hatte ich letztens einen Falschen Eindruck. Gestern Abend stieß ich in meiner Twitter Timeline auf eine interessante weil ungewohnte Diskussion. Ein ebenfalls im Naturschutz engagierter User verlinkte einen Beitrag, der die These in den Raum stellt, dass der heutige Naturschutz eine Mitschuld an der Misere habe.

Naturschutz schuldig am Insektensterben?

Verfasst hat den Vortrag Werner Kunz der Uni Düsseldorf. Da ich den guten Mann leider nicht kenne und bei dem Vortrag an sich nicht dabei war, kann ich mir nur ein Bild dessen anhand der Folien machen.

Diese sind in meinen Augen etwas zwiespältig. Manchen seiner Thesen kann ich Recht geben. Der Naturschutz konzentriert sich zu sehr auf Schutzgebiete, gefährdete Arten und Prestigeobjekte.

Dies ist einerseits dem Einwerben von Geldern geschuldet, andererseits kommt es der öffentlichen Wahrnehmung nur so vor. Ebenfalls hat er recht, wenn es heißt, der Naturschutz pflegt manche Flächen kaputt.

Andernfalls macht er es sich aber auch sehr einfach indem er den modernen Naturschutz nur auf die Ausweisung von Schutzgebieten bezieht und die vielfältigen Arbeiten in der Landschaft unter den Tisch fallen lässt.

Ich möchte aber an dieser Stelle nicht so sehr in das Bewerten abdriften, vielmehr interessiert mich eure Meinung. Ist der Naturschutz in seiner aktuellen Form am Artensterben mitschuldig oder zumindest beteiligt?

Insektensterben – ein hausgemachtes Problem

Es kam wie es kommen musste. Nach dem obligatorischen Aufschrei und etwas höher als sonst schlagenden Wellen in den Medien ebbte das Interesse rund um das Insektensterben wieder ab. Mittlerweile hört man nur noch vereinzelte Meldungen in den Nachrichten. Dabei ist noch längst nicht alles zu dem Thema gesagt und ich hoffe, dass derweil ich diese Zeilen schreibe, eifrig im Hintergrund an einer langfristigen Lösung des Problems gearbeitet wird.

Insektensterben gilt als Warnung der Natur

Warum ich dieses Thema erneut im Blog anschneide hat einen ganz klaren und einfachen Grund. In meiner Filterblase geisterte heute ein etwas längerer Artikel auf der Seite der GEO-Redaktion auf.

Seinen Ursprung hat der Artikel in der Ausgabe 03/2017 des GEO-Magazins und liegt damit zeitlich weit vor den Enthüllungen der für Aufsehen sorgenden Studie der vergangenen Wochen.

Mir ist er damals aus unerklärlichen Gründen durch die Lappen gegangen, passt nun aber in den allgemeinen Konsens und soll an dieser Stelle nicht unterschlagen werden. Hätte man diesen Artikel bereits im Frühjahr 2017 gelesen, so hätten die Ergebnisse der jüngsten Zeit nur für ein müdes Achselzucken gesorgt.

Nehmt euch ruhig mal die Zeit und lest die verlinkten Zeilen aufmerksam durch, wir alle hätten viel eher viel schlauer sein können.

Hier geht’s zum GEO-Artikel: Pestizide und das Ende unserer Insekten.

Läuft mit WordPress & Theme erstellt von Anders Norén