Ich bin mir sicher ihr kennt das, ihr lauft durch die Straßen irgendeiner (Groß)Stadt und auf den Bürgersteigen warten bereits die Hinterlassenschaften diverser Hunde um sich euch an die Fersen bzw. Sohlen zu heften. Hin und wieder gelingt es ihnen sogar und damit habt ihr dann ein Souvenir mit persönlicher Note. Es ist in meinen Augen eine Unart, die Tretminen des eigenen Vierbeiners einfach so liegen zu lassen, dafür stellen die Städte ja Kotbeutel zur Verfügung. Nun gibt es aber unter der Spezies Mensch gant pfiffige Experten. Diese packen den Haufen in den Beutel und lassen diesen aber an Ort und Stelle liegen. Einfach so. Kein Gedanke wird an die Umwelt verschwendet, die dadurch nur weiter mit Kunstoff zugemüllt wird. Dieses Problems hat sich der Hamburger Arne Krämer (@PoopBagMap) angenommen und The Poopbagmap ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich um eine interaktive Karte, auf der User Fundorte von verwaisten Kotbeuteln verorten können. Vornehmlich auf Hamburg und Umgebung fokussiert, werden auch Fotos aus der ganzen Republik entgegen genommen.

Das Projekt gibt es nun schon eine Weile und auf dem alten Blog hatte ich schon einmal darüber berichtet. Warum ich jetzt nochmal damit um die Ecke komme ist einfach erklärt. In meiner aktuellen Wahlheimat, Bernburg (Saale), ist es gängige Praxis mit Hundekot so zu verfahren. Vor Jahren hatte die Stadt noch Kotbeutel zur Verfügung gestellt, allerdings wurden diese eher zum Feuermachen genutzt. Also kamen die Behälter weg und der Müll wieder auf die Straßen. Neulich beim Spazierengehen fiel es mir wieder einmal auf, dass man mittlerweile gut die doppelte Streck Weg zurücklegt, in dem man versucht den „Bomben“ auszuweichen.

Aktuell ist es in Bernburg noch recht leer auf der Karte, ich gebe allerdings mein Bestes, damit es nicht so bleibt. Wenn ihr auch das ein oder andere Bild beisteuern wollt, dann schaut mal vorbei, auf www.poopmap.de .