Die Kindheit ist wohl die wegweisende in unserer Entwicklung. In dieser werden die Weichen für unser zukünftiges Leben gestellt. Welche Werte verfolgt man oder nicht? Welcher Mensch möchte man für den Rest seines Lebens sein und wie möchte man diese Welt verlassen? Zugegeben, alle diese Fragen beantworten sich nicht in der Kindheit aber die ersten Schritte werden getan. Genauso verhält es sich im Tierreich. Ökologische Früherfahrungen steuern die Entwicklung und lebenslange Verhaltensweisen.

Prägende Kindheit formt das spätere Tier (leben)

Ähnlich wie die Menschen haben auch Tiere individuelle Verhaltensweisen und Wesenszüge. Ich würde sogar behaupten, manche besitzen ausgeprägte Marotten. Einige Tiere verlassen die sichere Gruppe und wandern ab um neue Territorien zu erkunden und zu besiedeln. Andere Tiere legen auf Exploration keinen Wert und bleiben ihr Leben lang in der Nähe der angestammten Gruppe. Was aber löst diese unterschiedlichen Verhaltensweisen aus? Diese Fragen hat sich auch der Schweizer Dr. Stefan Fischer und seine Kollegin Prof. Barbara Taborsky gestellt. Die beiden Wissenschaftler der Uni Bern haben dazu in Langzeitexperimenten Buntbarsche untersucht. Dabei untersuchten sie die beiden Forscher die Entwicklung und das Verhalten der Jungfische, die mit verschiedenen sozialen und ökologischen Früherfahrungen großgezogen wurden.

Die Kollegen von naturschutz.ch haben das Vorhaben in einem ausführlichen Artikel beschrieben, den ich auch hiermit ans Herz lege.  Werft mal einen Blick darauf, interessante Erkenntnisse inklusive.