Des Öfteren habe ich schon über den Natur- bzw- Umweltschutz in der Schweiz gebloggt. Meistens gibt es durchaus positives zu berichten, manchmal allerdings haut auch Helvetien daneben. Neueste „Errungenschaft“ ist die Auszeichnung „Fossil des Tages“. Traditionell wird dieser Preis durch das Climate Action Network (CAN) während UNO-Klimaverhandlungen verliehen. Preisträger sind meist Länder, die Verhandlungen zu Klimafortschritten behindern oder blockieren. Im Zuge der aktuell laufenden Klimakonferenz in Lima ist nun die Schweiz an der Reihe. Das CAN begründet seine Entscheidung damit, dass der Widerstand der Schweizer Delegation gegen gesetzlich bindende Verpflichtungen zur finanziellen Unterstützung von Entwicklungsländern bei Klimaschutzbemühungen. Solche Verpflichtungen würden den betroffenen Ländern bei der Erfüllung ihrer Klimaschutzziele helfen und seien wir mal ehrlich, sie schmerzen der Schweiz nicht wirklich. Klimaschutz ist ein globales Problem und geht auch die ansonsten neutrale Schweiz etwas an. Ebenfalls habe die Delegation der Schweiz gedroht, dass erneute Forderungen der Entwicklungsländer nach finanzieller Hilfe den Fortgang der Konferenz erheblich stören könnten. Somit setzt die Schweiz nicht nur andere Parteien unter Druck, sie gefährdet auch die Erarbeitung vernünftiger Ziele zum Klimaschutz.