Der NABU in Wolfsburg führte vom 24. bis 26. September eine Internationale Wolfskonferenz durch, geladen waren Experten aus Gesellschaft, Wissenschaft und Politik. Es sollten gemeinsame Lösungen für ein Miteinander zwischen Mensch und Wolf diskutiert werden.  Wie es bei einer solchen Konferenz nun mal so ist, wird viel geredet und gesagt, die wirklich wichtigen Thesen oder Aussagen lassen sich allerdings in wenigen Worten zusammenfassen. Deshalb hat der NABU auf seiner Website die Top-Statements mal zusammengestellt, welche ich hier an euch weitergebe.

  1. „Der Wolf gehört zu Deutschland“
  2.  „Misinformation is one of the biggest problems with wolves.“
  3. „Das Management von Wildtieren ist zu 10 Prozent Biologie und zu 90 Prozent das Management der Menschen, die mit ihnen leben.“
  4. „Intolerant people may be less angry at the agency if it kills wolves – but tolerance for wolves themselves did not improve after Montana’s wolf hunt“
  5. Wir wollen nicht den Mittwolf, sondern Mensch und Wolf möglichst konfliktfrei die ganze Woche über!“
  6. „Conflicts over wolves are social conflicts.“
  7. „Wölfe sind sehr anpassungsfähig. Ihnen ist es egal, ob die Landschaft schön ist.“
  8. „When the shepards in Croatia lose a sheep to the wolf, they blame themselves – because they didn’t do their job properly.“
  9. „Die Ehe zwischen Schäfern und Wolf ist sicher keine Liebesehe, aber ein Zusammenleben ist möglich.“
  10. „Wir benötigen bundesweite Regeln für den Wolf.“

Alle diese Aussagen treffen den Nagel auf den Kopf. Besonders wichtig ist dabei die Tatsache, dass der Wolf von selbst nach Deutschland eingewandert ist und es keine menschgemachte Ansiedlung gab. Daher stellt sich auch nicht die Frage, ob er hier geduldet werden soll oder nicht. Immer wieder höre ich aus der Jägerszene, dass diese Entscheidung über aller Köpfe hinweg gefällt wurde. Das ist absoluter Nonsens.  Auch das zweite Statement spricht mir aus der Seele. Immer wieder stoße ich auf Unverständnis gegenüber dem Wolf, welches aus Misstrauen geboren wurde. Leider herrscht in vielen bundesdeutschen Köpfen noch das „Rotkäppchen-Syndrom“ vor. Dabei gibt es in fast allen Bundesländern und Landkreisen engagierte Ortsgruppen, die mehrmals pro Jahr einen „Wolfstag“ ausrufen und mit Rat und Tat zur Seite stehen. Wie dem auch sei, in absehbarer Zukunft wird sich in Sachen Wolf nicht viel ändern. Das Management ist nach wie vor ein Flickenteppich der Bundesländer und Meinungen sind ja bekanntlich in Stein gemeißelt. Meine persönliche Hoffnung ruht ganz allein auf den nachfolgenden Generationen (Quelle: NABU e.V.).