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Naturschutz – weil's wichtig ist

Verbot der Plastikbeutel nicht konsequent genug?

PfandzeichenDie EU hat ja bekanntlich vor einer Weile beschlossen, den Verbauch an Kunststoffbeutel bia Ende 2015 einzuschränken. Zielstellung dabei sind maximal 40 Tüten pro Person und Jahr. So steht es zumindest in der EU-Verpackungsrichtlinie. Aktuelle Zahlen in Deutschland liegen laut dem NABU noch bei mehr als 70 Tüten pro Person und Jahr. Als ersten Schritt zur Umsetzung der Vorgaben haben gerstern der Handelsverband Deutschland (HDE) sowie das Bundesumweltministerium eine entgeldliche Abgabe von Plastiktüten beschlossen. Im Klartext: Kostenlose Kunststoffbeutel sind nicht mehr statthaft. Nun gäbe es an dieser Regelung an sich nichts auszusetzen, wenn Deutschland nicht Deutschland wäre.  So bemängelt der NABU auf seiner Website, dass diese Vereinbarung auf halber Strecke die Luft ausgehe, da es wiedereinmal viel zu viele Ausnahmen gibt.Bäckerreien, Imbisse, Kioske oder Wochenmärkte (immerhin haben diese Branchen stattlichen Absatz an solchen Einwegbeuteln) profitieren von Ausnahmeregelungen. Die Leidtragenden sind Deutschlands Küsten. An den Spülsäumen von Fehmarn und Rügen sammeln sich auf einer Strecke von nur 100m immerhin 2 -5 Plastiktüten. Eine weitere Unzulänglichkeit der Vereinabrung sieht Deutschlands lätester Naturschutzverband in der Tatsache, dass lediglich Plastiktüten betroffen sind. Konsequenter und im Sinne der Natur wäre es gewesen, alle Einwegtüten zu betrachten. So sollten auch Papiertüten nur noch kostenpflichtig abgegeben werden. Ihr seht also, Deutschland bleibt seiner Linie treu und veröffentich Regelungen die voller Löcher sind. Ist ja nicht das erste Mal. Ob und in welcher Form nachgebessert wird, bleibt abzuwarten und zu hoffen (Quelle: NABU).

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  1. Sehr gut, dass sich die Industrie nun von Plastikbeuteln entfernt und auf Stoffbeutel umstellt. Das tut der Umwelt gut.

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