Seit es die (für mich spannendste) Wissenschaft der Ökologie gibt, drehen sich nahezu alle Fragen um die Artenvielfalt oder auch Biodiversität. Eine der bisher ungelösten Kernfragen ist die Suche nach den Faktoren, welche ebendiese biologische Diversität bestimmten. Wie kommt es, dass in unterschiedlichen Regionen der Erde unterschiedlich viel Arten leben? Betrachtet man die Polregionen unserer Erde, so ist die Abundanz an Lebewesen recht überschaubar. In den äquatorialen Gegenden (u.a. tropische Regenwälder) findet sich ein wahres Füllhorn an Flora und Flora. Sollten dieser Tage doch noch morphologisch neue Arten entdeckt werden (hin und wieder kommt das ja vor), so geschieht das fast immer in wärmeren Gegenden. Ein Team von Wissenschaftlern der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat sich der Fragestellung nun angenommen und stellt in einer ungeheuer spannenden Studie nun erste Ergebnisse vor. Im anerkannten Fachblatt „Nature Communications“ erklärt der Würzburger Ökologe Dr. Marcell Peters:  „Wir haben auf einem der größten Klimagradienten der Erde, am Kilimandscharo, so viele Tier- und Pflanzengruppen wie nie zuvor parallel betrachtet“.

Das Untersuchungsgebiet erstreckte sich dabei über den gesamten Berg. Angefangen von den Savannen am Fuße bis in eine Höhe von 4.550 Metern. Dabei wurden insgesamt 17 Tiergruppen von 38 internationalen Wissenschaftlern untersucht. Das Ergebnis ist dabei faszinierend wie einleuchtend, die Artenvielfalt in Lebensgemeisnchaften wird alleinig durch die vorherrschende Teperatur bestimmt. Mit steigender Temperatur steigt auch die Artenvielfalt. Während die Bedeutung der Temperatur für die Erklärung der Artenvielfalt an Wichtigkeit gewinnt, verlieren alle anderen Variablen an Bedeutung. Die gesamte Studie kann im bereits benannten Journal in Gänze gelesen werden und ist definitv einen Blick wert (Quelle: Uni Würzburg).