Wer hier regelmäßig mitliest der weiß, dass ich das Wandern in Deutschlands nördlichstem Mittelgebirge ungemein schätze. Das Erkunden mir unbekannter Ecken und Winkel im Harz gehört zu den Freizeitbeschäftigungen, welche mir am liebsten sind. Noch mehr aber mag ich das „Herumstromern“ abseits der Wege. Hier, losgelöst von den ausgetretenen Pfaden, warten die botansichen Schätze und faszinieren mich immer wieder. So auch am vergangenen Wochenende, an dem ich spontan die Kerb- und Seitentäler bei Benneckenstein unsicher machte.

Neben einer urtümlichen Landschaft konnte ich zahlreiche Pflanzen bewundern. Einige davon sind in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen sogar recht selten, die Bach-Nelkenwurz auf dem Bild.

Geum reivale, die Bach-Nelkenwurz.

Besonderer Höhepunkt waren die Sichtungen von Feuersalamandern und Libellen. Erstere habe ich bis dato noch nie in natura bewundern können. Daher genoß ich den Augenblick und schaute ihnen zu, wie sie sich auf den Steinen der Geröllhhänge aufwärmten. Libellen hingegen habe ich schon jede Menge gesehen, bei einer „Geburt“ hingegen war ich noch nie dabei. Direkt vor mir, keine 2 m entfernt, schlüpfte eine gelbe Keiljungfer (wenn falsch, bitte ich um Nachsicht) aus ihrer Hülle, trocknete sich und machte sich dann zum Abflug bereit. Das Geschehen dauerte gute 40 Minuten und beeindruckte mich sehr.

Eine gelbe Keiljungfer nach dem Schlupf aus der letzten Hülle.